Die neue Seidenstraße - Chinas Griff nach Westen

Die neue Seidenstraße - Chinas Griff nach Westen - Von China nach Pakistan

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Die neue Seidenstraße - Chinas Griff nach Westen

Die neue Seidenstraße - Chinas Griff nach Westen - Von China nach Pakistan

Land und Leute

Der Name ist Legende, das Projekt gigantisch: Chinas "neue Seidenstraße" umfasst 65 Länder und fast zwei Drittel der Weltbevölkerung. Es geht um Infrastruktur, Absatzmärkte und - Macht. Die Autoren Normen Odenthal und Thomas Reichart reisen auf dem See- und dem Landweg entlang der neuen Seidenstraße und zeigen, wie China mit dem größten Investitionsprogramm der Geschichte seinen Einfluss weltweit ausdehnt. Bereits 900 Milliarden Dollar haben die Chinesen investiert. Sie versprechen den Menschen entlang der neuen Seidenstraße, die in Wirklichkeit ein ganzes Netzwerk über Asien und Teile Europas spannt, Arbeit und Wohlstand. Werden diese Versprechen eingelöst? Antworten auf diese Frage suchen die Reporter auf ihrer Reise: ob an einem Güterzug-Terminal in der kasachischen Steppe, in einer Jurte in den kirgisischen Bergen, in Sri Lanka oder am Duisburger Hafen. Die Autoren reisen auf zwei Wegen Richtung Westen: Normen Odenthal folgt der Seeroute, entlang derer China Stützpunkte ausbaut, während Thomas Reichart auf dem Landweg der alten Seidenstraße durch Zentralasien folgt. Auf ihrer Reise entdecken sie überwältigende Landschaften, magische Orte und uralte Karawansereien, an denen der Mythos der alten Seidenstraße nach wie vor weiterlebt. Gleichzeitig begegnet ihnen auf Megabaustellen und riesigen Güterumschlagplätzen Chinas neuer, machtvoller Einfluss. Überall hoffen Menschen darauf, dass Handel und Austausch der Güter ihnen und ihren Kindern eine bessere Zukunft bringt. Genauso wie vor Hunderten von Jahren die alte Seidenstraße. Doch viele erleben bereits jetzt, dass für das, was China als Entwicklungshilfe verkauft, ein Preis zu zahlen ist. Teil 1: Von China nach Pakistan Die Reise beginnt in Shenzhen, am Perlflussdelta. Hier begann vor vierzig Jahren Chinas sagenhafter Aufstieg zur Wirtschaftssupermacht. Das Experiment mit den entfesselten Kräften privater Marktwirtschaft ließ Shenzhen zu einer Megametropole heranwachsen. Normen Odenthals Team fährt von hier aus auf einem Containerschiff Richtung Südostasien. Erste Station: die Hafenstadt Sihanoukville in Kambodscha. In diesen Tagen macht ein Scherz die Runde: Man könne jetzt ohne Pass nach China reisen, ohne das eigene Land zu verlassen. Denn Sihanoukville sei jetzt quasi China! Galgenhumor gegenüber einer Entwicklung, die vielen Kambodschanern missfällt. Fast alles, was in jüngster Vergangenheit hier gebaut wurde, haben Chinesen finanziert: den Ausbau des Hafens, neue Straßen, Brücken und Fabriken. Und nicht zuletzt neue Casinos mit glitzernden Fassaden, in denen vor allem chinesische Gäste zocken bis zum Morgengrauen. Viele Kambodschaner fühlen sich als Verlierer des China-Booms. Steigende Preise und Mieten machen die Armen noch ärmer. Für Land- und Hausbesitzer dagegen sind goldene Zeiten angebrochen. Die Chinesen - so scheint es - zahlen jeden Preis. Reporter Thomas Reichart reist auf dem Landweg Richtung Osten. Seine erste Station: Dunhuang. Für die chinesischen Touristen ist die ehemalige Handelsstadt an der Seidenstraße eine Zeitreise in eine glorreiche Vergangenheit, als China schon einmal Weltmacht und dem Westen in vielem weit überlegen war. Und ein Freizeitspaß: Auf Kamelen, Jeeps und Quads, im Helikopter oder Motorsegler erobern Zehntausende die gewaltigen Sanddünen und gleichen so einer endlosen Kamelkarawane. China verkauft seine neue Seidenstraße als ein Projekt, von dem alle Seiten profitieren. Doch in Myanmar formiert sich bereits Widerstand. In Kachin haben Einheimische erfolgreich gegen ein Staudammprojekt protestiert: "Wie kann es sein, dass die Chinesen bei uns Energie für China produzieren, während wir selbst in unseren Hütten keinen Strom haben?", klagen sie im Gespräch mit Normen Odenthal. Während Odenthals Team dem Seeweg Richtung Sri Lanka folgt, ist Reichart unterwegs auf dem Karakorum Highway. Er führt von Kashgar in China über das Dach der Welt bis nach Islamabad in Pakistan und ist eine der schwierigsten und gefährlichsten Straßen der Welt. Wie ein dünner Seidenfaden schlängelt er sich vorbei an schneeglitzernden Sieben- und Achttausendern. Ein Faden, der jederzeit reißen kann in dieser ebenso atemberaubenden wie bedrohlichen Bergwelt. Wo die Straße fertig gebaut ist, zerfällt sie oft schon wieder. Steinschlag und Erdrutsch verschütten den Weg, als wollte der Karakorum China den strategischen Zugang zum Arabischen Meer verweigern. Am Khunjerab-Pass, der Grenze zwischen China und Pakistan, geht alles langsam. Muss es vielleicht auch. Denn auf 4800 Metern bleibt einem schnell die Luft weg. Chinas Grenzposten gleicht einem Nachbau der Chinesischen Mauer im Miniaturformat. Das Tor ist verschlossen, als das ZDF-Team ankommt. Ei
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Chinas Marsch nach Westen - Ein Wirtschaftsriese erwacht

Dokumentation "Ein Band, eine Straße" - das ist der Masterplan für ein riesiges wirtschaftliches Netzwerk entlang neuer Seidenstraßen, die China mit Europa verbinden sollen. Die Wirtschaftsmacht des 1,4-Milliarden-Volkes expandiert rapide westwärts. Der Film zeigt Schlaglichter einer Entwicklung, die das Verhältnis zwischen China und den Ländern entlang der Route nachhaltig verändern werden. Die transkontinentale Eisenbahn, die durch den eurasischen Kontinent und Polen bis nach Duisburg führt, transportiert zum einen massenhaft Waren "Made in China" westwärts und versorgt in der anderen Richtung die konsumfreudige chinesische Mittelschicht mit Verbrauchsgütern aller Art. Der Wirtschaftsriese in Fernost hat auf diesem Weg 2017 die USA als wichtigsten Handelspartner der Bundesrepublik abgelöst und nimmt als Großinvestor in für manche besorgniserregendem Umfang Zugriff auf deutsches/westliches Know-how. Zahlreiche junge Chinesen sind der Devise "Go west" gefolgt und suchen als Unternehmer ihre Chance in Europa. Entlang der Strecke entstehen mit chinesischem Kapital und chinesischen Arbeitskräften aber auch Hotspots, die China zunehmend mit Rohstoffen und Lebensmitteln versorgen. Ein Schwerpunkt der chinesischen Expansion ist Kasachstan, dessen Erdöl- und Weizenfelder Chinas immensen Bedarf langfristig decken sollen.
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Die neue Seidenstraße - Chinas Griff nach Westen

Die neue Seidenstraße - Chinas Griff nach Westen - Von Kirgisistan nach Duisburg

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Sexsucht - Wenn die Lust zur Droge wird SEXUALITÄT, D 2015
Bis zu einer halben Million Menschen leiden unter Sexsucht, schätzen Experten. Genaue Zahlen gibt es nicht. Denn es ist eine Sucht, über die viele nicht reden wollen. In der Dokumentation berichten fünf Menschen über ihr Schicksal. Mit dem anerkannten Paar- und Sexualtherapeuten Michael Sztenc trifft der Film auf Patienten, die von ihrem Leben mit der Sucht erzählen - über den Leidensdruck, wenn die Lust zur Qual wird. Und wenn der Alltag zunehmend der Kontrolle entgleitet. Sexsucht kann Existenzen vernichten. Das Unternehmerpaar Uwe und Claudia hat sich dafür entschieden, mit ihrem Lebens-Trauma an die Öffentlichkeit zu gehen. Die beiden sprechen offen über Uwes Sexsucht. Auch Stephan kommt von seiner Sucht nicht los. Trotz Therapie ist er rückfällig geworden. Er hat seine Arbeitsstelle verloren, hat keinen Kontakt zu seiner Familie. Auch Lukas leidet unter seinem Pornokonsum und kann nur mit professioneller Hilfe damit umgehen. Jeden Tag entstehen etwa 300 neue Porno-Webseiten, und jeder zweite Nutzer geht angeblich ins Netz, um Pornos anzusehen. Laut einer Statistik schaut jeder deutsche Mann im Durchschnitt eine halbe Stunde Pornografie - pro Tag. Welche Rolle spielt die sexualisierte Gesellschaft mit aufreizender, doppeldeutiger Werbung und einem schier unbegrenzten Angebot an Internetpornografie? Die Dokumentation spricht mit dem Erotikmodel Micaela Schäfer und besucht eine Erotikmesse, um den "Normalkonsumenten" der angesagten Erotikbranche kennenzulernen. An der Universität Gießen untersucht Prof. Rudolf Stark die Hirnaktivitäten von pornosüchtigen Menschen. Mithilfe der Kernspintomografie können die neuronalen Reaktionen auf sexuelle Reize gemessen werden. Mit dieser Methode lässt sich auch überprüfen, ob die Muster im Gehirn von Sexsüchtigen mit denen von Drogenabhängigen übereinstimmen. Fest steht: Sexsucht kann sich zu einer ernst zu nehmenden Krankheit ausprägen. Die Dokumentation zeigt auch Lösungswege und berichtet über Hilfsangebote für Betroffene.
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Im Kaufrausch REPORTAGE Süchtig nach Konsum, D 2018
Ob Kleidung, Schuhe oder Möbel - Kaufsüchtige fühlen sich den Verlockungen der Warenwelt schutzlos ausgeliefert. Es ist wie ein Zwang: Sie müssen kaufen. Viel mehr, als sie benötigen. Immer wieder. Etwa fünf Prozent der Bevölkerung sind nach Studien Kaufsucht-gefährdet. Jürgen (57) hat durch seine Kaufsucht alles verloren. Schon immer hat er sich für schöne Dinge interessiert und gern gekauft. Doch er braucht immer mehr, kauft schicke Kleidung in Massen, ausgefallene Wohnaccessoires und stilvolle Autos. Um seine Sucht zu finanzieren, erfindet er Arztrechnungen für nie stattgefundene Behandlungen. Nun erwartet ihn ein Gerichtsprozess. Katinka (28) kauft, um einen inneren Druck loszuwerden. Wenn es ihr nicht gut geht, dann ziehen sie die Angebote im Internet und in Läden magisch an. Sie kauft meist nicht für sich, sondern immer und immer wieder für ihre Kinder - Spielsachen und Kleidung. Dabei brauchen ihre Kinder die Sachen nicht. Für Katinka ist die Kaufsucht ein Teufelskreis, aus dem sie endlich ausbrechen möchte. Bei Sonja (55) fängt es in einer schwierigen Lebensphase als alleinerziehende junge Frau an. Sich Kataloge anzusehen und schöne Dinge zu bestellen, gibt ihr endlich wieder ein gutes Gefühl. Aber diesen Kick braucht sie schließlich immer wieder. Wie ein Rausch ist Einkaufen für sie. Doch sie schämt sich dafür, auch ihre Beziehung leidet inzwischen extrem unter ihrer Kaufsucht. Die "37°"-Dokumentation will für eine Sucht sensibilisieren, die zwar noch nicht als eigenständige Erkrankung anerkannt ist - in Zeiten permanenter Warenverfügbarkeit aber wohl weiter an Bedeutung gewinnen wird.
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Leschs Kosmos WISSENSCHAFT Burnout: Hysterie oder Epidemie?, D 2016
Der Astrophysiker Harald Lesch bereitet Themen aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen für die Zuschauer allgemein verständlich und mit einem Augenzwinkern auf.
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Leschs Kosmos WISSENSCHAFT Bewegung - Universalmedizin mit Nebenwirkung, D 2018
Der Astrophysiker Harald Lesch bereitet Themen aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen für die Zuschauer allgemein verständlich und mit einem Augenzwinkern auf.
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Theresa May und das Brexit-Dilemma POLITIK, GB 2019
Als Theresa May im Juli 2016 Premierministerin wurde, steckte Großbritannien in der größten Krise der Nachkriegszeit. Die Bürger hatten wider Erwarten für den Austritt aus der EU gestimmt. David Cameron trat zurück, Boris Johnson wollte plötzlich auch nicht mehr, da fiel das schwere Los auf die Pfarrerstochter Theresa May. Mit eisernem Willen hält sich Theresa May seitdem an der Spitze einer von Skandalen geplagten Regierung. Ihre Widersacher sitzen nicht nur in Brüssel, wo May als schwach, andere Mitglieder ihrer Regierung als völlig unberechenbar gelten. Vor allem in den eigenen Reihen lauern die hohen Tiere der konservativen "nasty party" auf einen günstigen Moment, sie weg zu putschen, sie übersteht zuletzt im Dezember ein Misstrauensvotum aus den eigenen Reihen. Wer ist diese Frau, die den Austritt aus der Europäischen Union gegen ihre ursprüngliche Überzeugung vorantreibt und dabei glaubt, ihrem Land einen Dienst zu erweisen?
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Iran bittersüß - Reise durch ein Land der Widersprüche LAND UND LEUTE, IR 2018
Der Iran: Reichtum und westlicher Lebensstil in Teheran, Armut und traditionelle Strukturen am Persischen Golf. Rockmusik und Koranschulen in der heiligen Stadt Maschhad. Vier Wochen reisten ZDF-Korrespondent Jörg Brase und sein Team durch ein Land voller Widersprüche und zeigen Menschen, die ihr Land lieben und doch mit ihm hadern. Viele haben sich einen bescheidenen Wohlstand erarbeitet, der durch Sanktionen der USA bedroht ist. Feyzollah Haghighi meint, der Iran sei wie ein Granatapfel. Schön und fest, außen bitter, innen süß. Haghighi ist 78 Jahre alt und zählt zu den Großen der alten iranischen Kunst des Teppichknüpfens. Am Rande Isfahans besitzt er einen Granatapfelhain, in den er sich zurückzieht, um Ruhe zu finden. "Denn wenn ich den Iran heute sehe, 40 Jahre nach der Islamischen Revolution", sagt Haghighi, "dann regt mich das zu sehr auf." "Alle Welt denkt, der Iran, das seien schwarz verschleierte Frauen und bärtige Mullahs", sagt die 25-jährige Shaghayegh, "doch der Iran ist auch ein modernes, hoch entwickeltes Land voller junger Leute, die Träume haben und so leben wollen wie andere junge Leute auch." Shaghayegh findet einen Weg, auszubrechen und sich ein Stück Privatheit zu erobern in einem Land, in dem das öffentliche Leben strengen Regeln unterliegt. Doch sie wollen bleiben, sehen ihre Zukunft in ihrer Heimat, auch wenn die Islamische Republik Iran ihnen das Leben oft nicht leicht macht. Aufgeben jedoch ist keine Option. "Seit über 20 Jahren kämpfe ich darum, wieder Farbe ins Leben der iranischen Frauen zu bringen", sagt die bekannte Modedesignerin Mahla Zamani, "und ich werde diesen Kampf gewinnen."
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heute Xpress NACHRICHTEN
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Teheran extrem - Subkultur im Gottesstaat DOKUMENTATION, F 2018
Es scheint auf den ersten Blick so, als sei in der Islamischen Republik Iran alles, was im Westen für junge Menschen selbstverständlich ist, verboten. Selbst, wenn man Krawatten trägt oder einen Hund besitzt, riskiert man den Zorn der "Gashte Ershad", der Tugend-Polizei. Aber nach 40 Jahren Theokratie haben insbesondere die jungen Iraner gelernt, sich ihre Nischen zu erobern. Sie sind inzwischen Spezialisten geworden, Grenzen zu übertreten und mit großem Einfallsreichtum die Gebote der Tugendwächter zu umgehen. Für ihre geheime Lebensfreude riskieren sie Kopf und Kragen. "Das Problem mit Alkohol ist, dass andere Menschen es riechen können und es Alkoholtests gibt. Um also high zu werden, bevorzugen die meisten Jugendlichen Drogen wie Cannabis", erzählt ein junger Mann. Trotz der Regeln rebellieren viele junge Menschen im Iran. Sie nehmen ihr Leben in die Hand und trotzen dem Regime, um heimlich zu feiern. "Wenn sie mich fangen, kann es sein, dass ich ins Gefängnis gehen muss", sagt eine junge Frau, die auf einer geheimen Party feiert. Versteckt im Iran, erlangte ein französisches Filmteam Zugang zu einer versteckten Welt, in der alles verboten, aber auch alles möglich ist. "Hier findest du jede Art von Kleidung - wie diese hier, ein bisschen sexy", schwärmt ein Mädchen. Junge Iraner enthüllen, wie sie das Regime überlisten, um auf privaten Partys und in geheimen Schönheitssalons das Leben zu führen, das sie wollen. "Für Frauen ist das Freiheit", erzählen sie trotzig. Diese jungen Leute feiern gerne und versuchen so, ihrer Frustration mit dem regierenden Regime zu entkommen. "Iraner mögen die Regierung und die Regeln der Regierung nicht, aber wir können nichts tun." Mit ihren steigenden Lebenshaltungskosten und wenigen Jobs müssen sich die Jugendlichen gegen ihre Hoffnungslosigkeit in der Zukunft wehren. "Je mehr Druck sie auf uns ausüben, desto mehr müssen wir rebellieren", sagt ein junger Untergrundaktivist.
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Indiens Superreiche - Zwischen Elend und Luxus AUSLANDSREPORTAGE, F 2018
Indien steht heute in der Top drei der Länder mit den meisten Billionären weltweit - überholt nur von China und den USA. Von glitzernden Bollywood-Hochzeiten und Luxusjachten bis hin zu gigantischen Palästen wetteifern diese neuen Maharadschas darum, wer am meisten Geld ausgibt.
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Liebe und Sex in Indien DOKUMENTATION
In Indien entstand vor fast 2000 Jahren das Kamasutra, und Bollywood-Liebesfilme haben weltweit Fans. Wer aber glaubt, Liebe und Sex gehörten in Indien zum öffentlichen Leben, irrt. Ein Kuss in der Öffentlichkeit oder das Reden über Sex wird in Indien vielmehr als obszön empfunden. Neun von zehn Ehen werden arrangiert und hängen besonders von der Kastenzugehörigkeit ab, obwohl das Kastenwesen offiziell vor 70 Jahren abgeschafft wurde. Häufig treffen sich die Brautleute bei der Trauung erst zum dritten oder vierten Mal und sind in der Hochzeitsnacht zum ersten Mal allein. Doch zumindest in den boomenden Großstädten, in denen auch Frauen lukrative Arbeitsplätze erobern, gibt es bei jungen Leuten zarte Ansätze, an diesen Traditionen zu rütteln.
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Chinas einsame Söhne GESELLSCHAFT UND POLITIK Die skurrilen Folgen der Ein-Kind-Politik
Ein junger Chinese muss einiges auf sich nehmen, um eine Frau zu finden. Und je ärmer er ist, desto geringer sind seine Chancen. Filmemacherin Katja Eichhorn berichtet aus dem Reich der Mitte, in dem es 34 Millionen mehr Männer als Frauen gibt, eine Folge der restriktiven Ein-Kind-Politik des Landes. "Brauttouren" nach Laos und Vietnam, Kupplermärkte mit Hunderten Unverheirateten in Shanghai, Love-Hunting - professionelle Brautsuche für Superreiche: Was sich für Außenstehende witzig und skurril anhört, wird kriminell und menschenverachtend, wenn es um Frauenhandel und organisiertes Verbrechen geht, wenn auf dem Land die engsten Verwandten untereinander heiraten, damit das Dorf nicht ausstirbt.
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Russlands versteckte Paradiese NATUR UND UMWELT, D 2018
Russland ist mit Abstand das größte Land der Welt. Seine gewaltige und abwechslungsreiche Natur zieht die Menschen seit jeher in ihren Bann. Mehr als 100 Naturschutzgebiete, Nationalparks und Biosphärenreservate gibt es zwischen der Tiefebene im Westen und den Feuerbergen auf Kamtschatka im Osten. Engagierte Forscher und Naturschützer kämpfen täglich dafür, dass dieser Schatz erhalten bleibt. Vier dieser spektakulären Regionen stehen stellvertretend für Russlands versteckte Paradiese. Den westlichsten Zipfel Russlands bildet die Exklave Kurische Nehrung, ein schmaler Landstreifen, der in die Ostsee ragt. Für Zugvögel ist die Nehrung ein beliebter Rastplatz auf ihren Reisen zu den Brutgebieten im hohen Norden und zu den Winterquartieren im Süden. So wundert es nicht, dass hier die älteste ornithologische Forschungsstation der Welt seit mehr als 100 Jahren das Treiben der Vögel beobachtet. Heute werden die unterschiedlichsten Zugvögel in gigantischen Reusen aus Fischernetzen kurz gefangen, auf ihren Gesundheitszustand untersucht und beringt. Die gewonnenen Daten liefern der Forschung unter anderem eindeutige Nachweise für den globalen Klimawandel. Im fernen Osten auf Kamtschatka liegt der Kurilensee, ein Paradies für die größten Braunbären der Welt. Zur Zeit der Lachswanderung finden sie hier Nahrung im Überfluss. Seit eine engagierte Anti-Wilderer-Einheit die etwa 500 Bären im Blick hat, sind die pelzigen Giganten in Sicherheit. Zuvor haben Wilderer immer wieder Jagd auf die Braunbären gemacht und einen florierenden Markt für Bärenprodukte in China bedient. Hoch im Norden in einer Wüste aus Eis leben die Rentierherden der Nenzen. Seit Jahrhunderten sind die Huftiere und die nomadisch lebenden Menschen bestens an die lebensfeindlichen Bedingungen auf der Halbinsel Jamal angepasst. Doch trotz aller Flexibilität verändern Klimawandel und Gasförderung die Welt der Nenzen und ihrer Tiere rasant. Im Süden begrenzt der mächtige und wilde Kaukasus das Land. In den Schutzgebieten von Nordossetien gibt es große Flächen mit uralten Bergwäldern - ideale Lebensräume für Europas größte Urrinder, die Wisente. In einer beispiellosen Anstrengung gelang es Naturschutzorganisationen, hier die erfolgreichen Nachzuchten aus zoologischen Gärten der bereits ausgestorbenen Kolosse wieder anzusiedeln. Neben den gigantischen Landschaftsräumen geben zahlreiche Wissensinseln mit modern gestalteten Animationen einen Eindruck von der unendlichen Weite und Vielfalt Russlands.
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Kampfbereit: Russlands Hooligans AUSLANDSREPORTAGE Fußball, Randale und Politik, D 2017
Russische Hooligans gelten als die berüchtigtsten Fußballfans Europas. Sie sind gewalttätig, rechtsnational, rassistisch und haben beste Verbindungen in die politischen Machtzentralen. Vor den Stadien Russlands liefern sie sich regelmäßig heftige Kämpfe. Vor allem, wenn die Moskauer Hauptstadt-Clubs Spartak und ZSKA gegeneinander antreten, herrscht für die Sicherheitskräfte höchste Alarmbereitschaft. Wer sind diese Hooligans, wie sind sie organisiert, welche Gefahr geht von ihnen bei internationalen Spielen oder Großereignissen aus? Und welche Rollen spielen Polizei und Politik? Die Dokumentation zeichnet ein authentisches Bild der russischen Hooligan-Szene anhand der Anhänger in der russischen Premier Liga, dokumentiert, wie die Sicherheitskräfte den gewalttätigen Fans begegnen, und spricht mit den Drahtziehern innerhalb der Szene, mit Experten und Politikern. Schon lange besteht die russische Hooligan-Szene nicht mehr nur aus betrunkenen Gewalttätern, sondern ist eine bunte Mischung aus fast allen Gesellschaftsschichten: Rechtsextremen, Studenten, Angestellten, Beamten. Häufig sind die Akteure trainierte Kampfsportler, nicht selten mit militärischem Hintergrund. Für die Dokumentation gibt Vadim Sidorow, altgedienter und in Hooligan-Kreisen legendärer Spartak-Moskau-Fan, einen exklusiven Einblick in die Szene. Die Kamera begleitet ihn zu einem Hooligan-Konzert, zum Boxtraining und zum Spartak-Auswärtsspiel nach Samara. Ein ultrarechter Spartak-Hooligan mit Tarnnamen "Sascha" nimmt das Team mit zu einer verabredeten Prügelei in einem Wald vor Moskau - die von der Polizei zerschlagen wird, noch bevor sie begonnen hat. Alexander Sprigin, ehemaliger Chef des russischen Fanverbandes, äußert sich zu den Krawallen von Marseille. Er hatte die Fan-Reise zur EM 2016 damals organisiert und ist seitdem offiziell abgesetzt. Nichtsdestotrotz pflegt er noch immer beste Kontakte zu Hooligans und Fußball-Funktionären wie Igor Lebedew. Experten wie der deutsche Fanforscher Prof. Gunter A. Pilz und der Politologe Dmitri Oreschkin von der Russischen Akademie der Wissenschaften analysieren die Verbindungen zur Politik und ordnen die aktuelle Situation ein.
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Amerikas neue Sklaven - Menschenhandel in den USA GESELLSCHAFT UND SOZIALES, USA 2018
Zwischen Hühnerkot und dem Leben zu acht im Wohnwagen: Jugendliche aus Lateinamerika schuften auf Hühnerfarmen in den USA, unter falschen Versprechungen von Schleusern ins Land gelockt. Die Dokumentation zeigt, wie eine Gruppe von Teenagern aus Guatemala gezwungen wurde, gegen ihren Willen auf einer Hühnerfarm in Ohio zu arbeiten. Die Investigativ-Reporterin Daffodil Altan enthüllt ein kriminelles Netzwerk, das unbegleitete Minderjährige ausbeutet. Sie deckt dabei auch die unrühmliche Rolle der US-Regierung auf, die die Jugendlichen an ihre Menschenhändler regelrecht ausliefert - indem sie trotz scharfer Grenzkontrollen bei angeblichen Angehörigen der unbegleiteten Flüchtlinge, die jedoch häufig ihre Schleuser sind, nicht so genau hinschaut. Brancheninsider, Opfer und beschuldigte Menschenhändler schildern dabei ihre jeweilige Sicht. "Das gehört zu den Dingen, die man lieber nicht wissen will. Ahnt man, dass da was nicht stimmt? Wahrscheinlich. Aber nachbohren tut man lieber nicht", bringt ein ehemaliger Geschäftsführer einer Hühnerfarm die Kultur des Wegschauens im Umgang mit illegalen Arbeitsmigranten auf den Punkt. Der Fall beleuchtet das Problem des Menschenhandels in den USA mehr als 150 Jahre nach der offiziellen Abschaffung der Sklaverei.
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Ausgebeutet und misshandelt - Großbritanniens neue Sklaven GESELLSCHAFT UND SOZIALES
Nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen fristen rund 13 000 Menschen in Großbritannien ein Leben als gedemütigte Sklaven skrupelloser Unternehmer. Untergebracht in ausrangierten Wohnmobilen werden sie gezwungen, täglich bis zu 14 Stunden für einen Hungerlohn schwarz zu arbeiten. Neben Einheimischen geraten auch Bürger aus Osteuropa und Flüchtlinge aus Asien leicht in die Fänge organisierter Banden. Ihnen verbaut die Sprachbarriere, aber auch ein tiefes Misstrauen gegenüber Behörden wie der Polizei, häufig eine Flucht aus dem von Gewalt geprägten Milieu. Wie kann man durch alle sozialen und staatlichen Raster fallen, um sich schließlich solchen Bedingungen zu unterwerfen? Und wer macht sich die Not dieser meist durch Flucht, Schicksalsschläge, Alkohol und Drogen im Elend Gestrandeten zunutze? Die Reportage begleitet Polizeieinheiten bei ihrem Kampf gegen die Sklaverei von heute, zeigt die Ausbeuter in ihrem luxuriösen Lebensstil auf Kosten anderer und interviewt Betroffene, die sich teils nach jahrelanger Abhängigkeit zurück in ein ziviles Leben kämpfen.
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Supermächte DOKUMENTATION Angst vor China?, D 2018
China ist die aufstrebende Großmacht des 21. Jahrhunderts. Wann wird das "Reich der Mitte" die USA überrunden, mit welchen Chancen und Risiken für die Welt, für Europa? Präsident und Parteichef Xi Jinping will China an die Weltspitze führen: nicht nur in Wirtschaft und Technologie, sondern auch politisch, kulturell und - bis zur Mitte des Jahrhunderts - auch militärisch. Was bedeutet das für die internationale Ordnung? Ist China bald die Nummer eins? Büßen die USA ihren führenden Rang ein? Welche Rolle spielt Russland? Die dreiteilige Doku-Reihe der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte nimmt die veränderte Konstellation der "Supermächte" in den Blick, zeigt aber auch die Wegmarken, die aus der Vergangenheit in die Gegenwart führen, fragt nach historischen Wurzeln der Großmacht-Politik heute. Napoleon soll gesagt haben: "China ist ein schlafender Löwe, lasst ihn schlafen! Wenn er aufwacht, erschüttert er die Welt." Das riesige Reich ist seit Jahrzehnten im Umbruch: ein atemberaubender Aufschwung, boomende Megastädte, Rekord-Investitionen und eine beachtliche Steigerung des Wohlstands. China ist Exportweltmeister, zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde, holt bei den Zukunftstechnologien rasant auf. Entwicklungsprojekte wie die "Neue Seidenstraße" verschaffen internationalen Einfluss und sichern Ressourcen. Doch wo liegen die Grenzen des Wachstums, und wer zahlt den Preis? Das westliche Demokratiemodell lehnt Peking ab, Opposition wird nach wie vor unterdrückt, staatliche Kontrollmacht mithilfe von elektronischer Überwachung erheblich ausgebaut. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer noch weit auseinander, die Umweltschäden sind in vielen Regionen verheerend. Historische Erinnerung soll den Aufschwung beflügeln. Viele Jahrhunderte war China eine kulturell und wirtschaftlich führende Großmacht. Im kolonialen Zeitalter wurde das Reich der Mitte vom Westen ausgebeutet und gedemütigt. Nun gilt der Blick in die Geschichte als Ansporn: an frühere ruhmreiche Zeiten anzuknüpfen und die westliche Welt zu übertrumpfen. Ob daraus ein Wettbewerb im Zeichen von Kooperation oder Konfrontation wird und welche Herausforderungen sich dabei vor allem für Europa ergeben, ist Thema kontroverser Debatten, die sich auch im Film über Chinas "Supermacht" spiegeln.
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Hungriger Drache DOKUMENTATION Chinas Gier nach deutschen Firmen, D 2017
Chinas Wirtschaft ist hungrig: In einem nie dagewesenen Ausmaß umwerben chinesische Geldgeber deutsche Firmen. Im Fokus stehen Know-how und Technologie "Made in Germany". Noch gilt China in vielen Bereichen als unterentwickelt. Doch mit dem Masterplan "Made in China 2025" wollen Pekings Machthaber das Land zum Weltmarktführer machen. Damit das gelingt, hilft der Staat bei Firmenübernahmen im Ausland mit Kapitalspritzen nach. Immer häufiger werden deutsche Unternehmen von chinesischen Investoren umworben und übernommen. Allein 2016 flossen für Übernahmen und Firmenbeteiligungen mehr als zehn Milliarden Euro von China nach Deutschland. Dabei geht es den Investoren aus Fernost vor allem um den Zugang zum deutschen Markt, um deutsche Technik und Know-how. Aktuelles Beispiel: die Übernahme der Firma Romaco, einem Anbieter von Verpackungs- und Prozesstechnologie, durch die chinesische Truking Group. "Wir vertrauen darauf, unsere 'großen' Konkurrenten einzuholen und eines Tages zu überholen", verkündete ein sichtlich stolzer Truking-Chairman der Karlsruher Belegschaft. Die "ZDFzoom"-Autoren Nina Behlendorf und Nicolai Piechota beleuchten, wie konsequent die Investitions-Offensive aus Fernost umgesetzt wird und welche Rolle dabei der Masterplan 2025 spielt. Denn während viele Unternehmer die chinesische Shopping-Tour durchaus positiv bewerten, weil frisches Kapital in die Firma kommt und Perspektiven geschaffen werden, warnt Jost Wübbeke vom Mercator-Institut für China-Studien: "Es gibt einen zunehmenden Teil von Investitionen, die durch staatliche Akteure vorangetrieben werden. Dahinter stehen große industriepolitische Strategien, und deren Ziel ist es, ausländische Produkte durch chinesische Produkte zu ersetzen." Fest steht: Die großen Unterschiede zwischen den Wirtschafts- und Rechtssystemen stellen deutsche Unternehmer und die deutsche Politik vor große Herausforderungen. "ZDFzoom" stellt deshalb auch die Frage: Sind Wirtschaft und Politik vorbereitet auf den "hungrigen Drachen" China? Mehr unter www.zoom.zdf.de
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So tickt China LAND UND LEUTE Anpassen oder versagen, GB 2015
Chinas junge Generation soll dem Staat und den Älteren Respekt zollen. Doch was passiert mit den Jugendlichen, die Drill und Disziplin nicht standhalten? Wer nicht ins System passt, gilt als Versager. Neun Monate müssen solche Jugendliche in ein Erziehungs-Bootcamp. Dort sollen sie Disziplin lernen. Eine Folge des Leistungsdrucks: Die Online-Spiele boomen wie nirgends sonst - als Flucht aus dem anstrengenden Alltag.
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So tickt China LAND UND LEUTE Das schnelle Geld, GB 2015
Ein Blick auf die beliebtesten Ferienorte, an denen das chinesische Neujahrsfest gefeiert werden kann, spiegelt Chinas sehr kontrastreiche Wirtschaftssituation wider. Guangzhou ist das Zentrum von Chinas Industrie. Hier treffen Gegensätze aufeinander: arme Arbeiter vom Land und superreiche Unternehmer mit Luxuskarossen. Doch woher kommt der wirtschaftliche Erfolg des Landes? Wer zahlt, wer profitiert?
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So tickt China LAND UND LEUTE Im Hochzeitswahn, GB 2015
In China ist es normal, jung zu heiraten. Wer mit 28 noch Single ist, muss sich rechtfertigen. Vor allem vor der eigenen Familie. Die Folge: Wie nie zuvor boomt die Heiratsindustrie. Heiratswillige Paare zahlen viel, um am Hochzeitstag allen ihren Wohlstand zu zeigen. Um die Chancen auf einen Partner zu erhöhen, schrecken die jungen Frauen auch vor Schönheitsoperationen nicht zurück. Doch was passiert, wenn man sich dem Hochzeitswahn widersetzt?
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Chinas Marsch nach Westen - Ein Wirtschaftsriese erwacht DOKUMENTATION
"Ein Band, eine Straße" - das ist der Masterplan für ein riesiges wirtschaftliches Netzwerk entlang neuer Seidenstraßen, die China mit Europa verbinden sollen. Die Wirtschaftsmacht des 1,4-Milliarden-Volkes expandiert rapide westwärts. Der Film zeigt Schlaglichter einer Entwicklung, die das Verhältnis zwischen China und den Ländern entlang der Route nachhaltig verändern werden. Die transkontinentale Eisenbahn, die durch den eurasischen Kontinent und Polen bis nach Duisburg führt, transportiert zum einen massenhaft Waren "Made in China" westwärts und versorgt in der anderen Richtung die konsumfreudige chinesische Mittelschicht mit Verbrauchsgütern aller Art. Der Wirtschaftsriese in Fernost hat auf diesem Weg 2017 die USA als wichtigsten Handelspartner der Bundesrepublik abgelöst und nimmt als Großinvestor in für manche besorgniserregendem Umfang Zugriff auf deutsches/westliches Know-how. Zahlreiche junge Chinesen sind der Devise "Go west" gefolgt und suchen als Unternehmer ihre Chance in Europa. Entlang der Strecke entstehen mit chinesischem Kapital und chinesischen Arbeitskräften aber auch Hotspots, die China zunehmend mit Rohstoffen und Lebensmitteln versorgen. Ein Schwerpunkt der chinesischen Expansion ist Kasachstan, dessen Erdöl- und Weizenfelder Chinas immensen Bedarf langfristig decken sollen.
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Die neue Seidenstraße - Chinas Griff nach Westen LAND UND LEUTE Von China nach Pakistan, RC 2018
Der Name ist Legende, das Projekt gigantisch: Chinas "neue Seidenstraße" umfasst 65 Länder und fast zwei Drittel der Weltbevölkerung. Es geht um Infrastruktur, Absatzmärkte und - Macht. Die Autoren Normen Odenthal und Thomas Reichart reisen auf dem See- und dem Landweg entlang der neuen Seidenstraße und zeigen, wie China mit dem größten Investitionsprogramm der Geschichte seinen Einfluss weltweit ausdehnt. Bereits 900 Milliarden Dollar haben die Chinesen investiert. Sie versprechen den Menschen entlang der neuen Seidenstraße, die in Wirklichkeit ein ganzes Netzwerk über Asien und Teile Europas spannt, Arbeit und Wohlstand. Werden diese Versprechen eingelöst? Antworten auf diese Frage suchen die Reporter auf ihrer Reise: ob an einem Güterzug-Terminal in der kasachischen Steppe, in einer Jurte in den kirgisischen Bergen, in Sri Lanka oder am Duisburger Hafen. Die Autoren reisen auf zwei Wegen Richtung Westen: Normen Odenthal folgt der Seeroute, entlang derer China Stützpunkte ausbaut, während Thomas Reichart auf dem Landweg der alten Seidenstraße durch Zentralasien folgt. Auf ihrer Reise entdecken sie überwältigende Landschaften, magische Orte und uralte Karawansereien, an denen der Mythos der alten Seidenstraße nach wie vor weiterlebt. Gleichzeitig begegnet ihnen auf Megabaustellen und riesigen Güterumschlagplätzen Chinas neuer, machtvoller Einfluss. Überall hoffen Menschen darauf, dass Handel und Austausch der Güter ihnen und ihren Kindern eine bessere Zukunft bringt. Genauso wie vor Hunderten von Jahren die alte Seidenstraße. Doch viele erleben bereits jetzt, dass für das, was China als Entwicklungshilfe verkauft, ein Preis zu zahlen ist. Teil 1: Von China nach Pakistan Die Reise beginnt in Shenzhen, am Perlflussdelta. Hier begann vor vierzig Jahren Chinas sagenhafter Aufstieg zur Wirtschaftssupermacht. Das Experiment mit den entfesselten Kräften privater Marktwirtschaft ließ Shenzhen zu einer Megametropole heranwachsen. Normen Odenthals Team fährt von hier aus auf einem Containerschiff Richtung Südostasien. Erste Station: die Hafenstadt Sihanoukville in Kambodscha. In diesen Tagen macht ein Scherz die Runde: Man könne jetzt ohne Pass nach China reisen, ohne das eigene Land zu verlassen. Denn Sihanoukville sei jetzt quasi China! Galgenhumor gegenüber einer Entwicklung, die vielen Kambodschanern missfällt. Fast alles, was in jüngster Vergangenheit hier gebaut wurde, haben Chinesen finanziert: den Ausbau des Hafens, neue Straßen, Brücken und Fabriken. Und nicht zuletzt neue Casinos mit glitzernden Fassaden, in denen vor allem chinesische Gäste zocken bis zum Morgengrauen. Viele Kambodschaner fühlen sich als Verlierer des China-Booms. Steigende Preise und Mieten machen die Armen noch ärmer. Für Land- und Hausbesitzer dagegen sind goldene Zeiten angebrochen. Die Chinesen - so scheint es - zahlen jeden Preis. Reporter Thomas Reichart reist auf dem Landweg Richtung Osten. Seine erste Station: Dunhuang. Für die chinesischen Touristen ist die ehemalige Handelsstadt an der Seidenstraße eine Zeitreise in eine glorreiche Vergangenheit, als China schon einmal Weltmacht und dem Westen in vielem weit überlegen war. Und ein Freizeitspaß: Auf Kamelen, Jeeps und Quads, im Helikopter oder Motorsegler erobern Zehntausende die gewaltigen Sanddünen und gleichen so einer endlosen Kamelkarawane. China verkauft seine neue Seidenstraße als ein Projekt, von dem alle Seiten profitieren. Doch in Myanmar formiert sich bereits Widerstand. In Kachin haben Einheimische erfolgreich gegen ein Staudammprojekt protestiert: "Wie kann es sein, dass die Chinesen bei uns Energie für China produzieren, während wir selbst in unseren Hütten keinen Strom haben?", klagen sie im Gespräch mit Normen Odenthal. Während Odenthals Team dem Seeweg Richtung Sri Lanka folgt, ist Reichart unterwegs auf dem Karakorum Highway. Er führt von Kashgar in China über das Dach der Welt bis nach Islamabad in Pakistan und ist eine der schwierigsten und gefährlichsten Straßen der Welt. Wie ein dünner Seidenfaden schlängelt er sich vorbei an schneeglitzernden Sieben- und Achttausendern. Ein Faden, der jederzeit reißen kann in dieser ebenso atemberaubenden wie bedrohlichen Bergwelt. Wo die Straße fertig gebaut ist, zerfällt sie oft schon wieder. Steinschlag und Erdrutsch verschütten den Weg, als wollte der Karakorum China den strategischen Zugang zum Arabischen Meer verweigern. Am Khunjerab-Pass, der Grenze zwischen China und Pakistan, geht alles langsam. Muss es vielleicht auch. Denn auf 4800 Metern bleibt einem schnell die Luft weg. Chinas Grenzposten gleicht einem Nachbau der Chinesischen Mauer im Miniaturformat. Das Tor ist verschlossen, als das ZDF-Team ankommt. Ei
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Die neue Seidenstraße - Chinas Griff nach Westen LAND UND LEUTE Von Kirgisistan nach Duisburg, CL 2018
Der Name ist Legende, das Projekt gigantisch: Chinas "neue Seidenstraße" umfasst 65 Länder und fast zwei Drittel der Weltbevölkerung. Es geht um Infrastruktur, Absatzmärkte und - Macht. Die Autoren Normen Odenthal und Thomas Reichart reisen auf dem See- und dem Landweg entlang der neuen Seidenstraße und zeigen, wie China mit dem größten Investitionsprogramm der Geschichte seinen Einfluss weltweit ausdehnt. Bereits 900 Milliarden Dollar haben die Chinesen investiert. Sie versprechen den Menschen entlang der neuen Seidenstraße, die in Wirklichkeit ein ganzes Netzwerk über Asien und Teile Europas spannt, Arbeit und Wohlstand. Werden diese Versprechen eingelöst? Antworten auf diese Fragen suchen die Reporter auf ihrer Reise: ob an einem Güterzug-Terminal in der kasachischen Steppe, in einer Jurte in den kirgisischen Bergen, in Sri Lanka oder am Duisburger Hafen. Die Autoren reisen auf zwei Wegen Richtung Westen: Normen Odenthal folgt der Seeroute, entlang derer China Stützpunkte ausbaut, während Thomas Reichart auf dem Landweg der alten Seidenstraße durch Zentralasien folgt. Auf ihrer Reise entdecken sie überwältigende Landschaften, magische Orte und uralte Karawansereien, an denen der Mythos der alten Seidenstraße nach wie vor weiterlebt. Gleichzeitig begegnet ihnen auf Megabaustellen und riesigen Güterumschlagplätzen Chinas neuer, machtvoller Einfluss. Überall hoffen Menschen darauf, dass Handel und Austausch der Güter ihnen und ihren Kindern eine bessere Zukunft bringt. Genauso wie vor Hunderten von Jahren die alte Seidenstraße. Doch viele erleben bereits jetzt, dass für das, was China als Entwicklungshilfe verkauft, ein Preis zu zahlen ist. Teil 2: Von Kirgisistan nach Duisburg Auch im zweiten Teil ihrer Reise entlang des alten und neuen Handelsweges begegnen den Autoren Normen Odenthal und Thomas Reichart Menschen, auf deren Rücken China seinen Kampf um Macht und Einfluss in den jeweiligen Gebieten austrägt. "Sauberes Wasser, die Berge, die Natur sind viel wichtiger als alles Geld, was man uns gibt", das erfährt Reporter Thomas Reichart in Kirgisistan. Denn die chinesischen Investitionen bescherten dem Land nicht nur bessere Straßen, Hochspannungsleitungen und Eisenbahntrassen, sondern auch Umweltsünden, Korruption und jede Menge Schulden. In Usbekistans uralter Handelsstadt Buchara, der nächsten Station von Thomas Reichart, ist die alte, magische Seidenstraße an jeder Ecke mit Händen zu greifen. Überall auf den Basaren verkaufen sie uralte Münzen oder wertvolle arabische Handschriften, geschrieben auf Seidenpapier, versehen mit persischen Kommentaren. Manche 300 Jahre alt, andere noch älter. Aber was heißt verkaufen? Verramschen würden seine Landsleute die kostbaren Stücke, klagt Oybek Ostanov, der sich ganz dem historischen Erbe seiner Heimat verschrieben hat. Während Reicharts Team den Legenden der alten Seidenstraße nachspürt, geht es für Odenthal weiter nach Oman. Hier hat sich Peking ein beachtliches Stück einer neuen Sonderwirtschaftszone in der Wüstenstadt Duqm gesichert. Es vor allem heiß und staubig, von der versprochenen goldenen Zukunft ist noch wenig zu sehen. Auf einem großen Trockendock, das bereits fertiggestellt wurde, werden Schiffe repariert. In der alten Hafenstadt Sur, auf der Werft von Khali Al-Erami, bauen sie ebenfalls Schiffe, jedoch auf traditionelle Weise. "Mein Vater hat mir alles gezeigt, der hat es von seinem Vater gelernt und der wiederum von seinem Vater. Es liegt uns im Blut", erklärt der Dau-Bauer dem ZDF-Team. Im internationalen Handel haben Daus keinen Platz mehr. Am Horizont sieht man große Containerschiffe, viele davon unter chinesischer Flagge. In der französischen Hafenstadt Marseille träumt man davon, europäischer Brückenkopf der neuen Seidenstraße zu werden. Ein kleines Containerdorf in den Hügeln über der Großstadt macht den Anfang: "Marseille International Fashion Center" oder kurz: MIF 68. Die chinesische Glückszahl 68 soll dem neuen Umschlagzentrum für Produkte aus China fetten Umsatz bringen. Billige Textilien aus Fernost werden hier angeliefert, um später in ganz Europa vermarktet zu werden. Duisburg ist Endstation der Reporterreise und Endpunkt der Landroute der chinesischen "neuen Seidenstraße". Die zweiteilige Dokumentation zeigt die Dimension dieses gigantischen Vorhabens, bei dem - so scheint es jedenfalls - kein Stein auf dem anderen bleibt.
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Supermächte DOKUMENTATION Angst vor China?, D 2018
China ist die aufstrebende Großmacht des 21. Jahrhunderts. Wann wird das "Reich der Mitte" die USA überrunden, mit welchen Chancen und Risiken für die Welt, für Europa? Präsident und Parteichef Xi Jinping will China an die Weltspitze führen: nicht nur in Wirtschaft und Technologie, sondern auch politisch, kulturell und - bis zur Mitte des Jahrhunderts - auch militärisch. Was bedeutet das für die internationale Ordnung? Ist China bald die Nummer eins? Büßen die USA ihren führenden Rang ein? Welche Rolle spielt Russland? Die dreiteilige Doku-Reihe der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte nimmt die veränderte Konstellation der "Supermächte" in den Blick, zeigt aber auch die Wegmarken, die aus der Vergangenheit in die Gegenwart führen, fragt nach historischen Wurzeln der Großmacht-Politik heute. Napoleon soll gesagt haben: "China ist ein schlafender Löwe, lasst ihn schlafen! Wenn er aufwacht, erschüttert er die Welt." Das riesige Reich ist seit Jahrzehnten im Umbruch: ein atemberaubender Aufschwung, boomende Megastädte, Rekord-Investitionen und eine beachtliche Steigerung des Wohlstands. China ist Exportweltmeister, zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde, holt bei den Zukunftstechnologien rasant auf. Entwicklungsprojekte wie die "Neue Seidenstraße" verschaffen internationalen Einfluss und sichern Ressourcen. Doch wo liegen die Grenzen des Wachstums, und wer zahlt den Preis? Das westliche Demokratiemodell lehnt Peking ab, Opposition wird nach wie vor unterdrückt, staatliche Kontrollmacht mithilfe von elektronischer Überwachung erheblich ausgebaut. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer noch weit auseinander, die Umweltschäden sind in vielen Regionen verheerend. Historische Erinnerung soll den Aufschwung beflügeln. Viele Jahrhunderte war China eine kulturell und wirtschaftlich führende Großmacht. Im kolonialen Zeitalter wurde das Reich der Mitte vom Westen ausgebeutet und gedemütigt. Nun gilt der Blick in die Geschichte als Ansporn: an frühere ruhmreiche Zeiten anzuknüpfen und die westliche Welt zu übertrumpfen. Ob daraus ein Wettbewerb im Zeichen von Kooperation oder Konfrontation wird und welche Herausforderungen sich dabei vor allem für Europa ergeben, ist Thema kontroverser Debatten, die sich auch im Film über Chinas "Supermacht" spiegeln.
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Operation Yellow Bird ZEITGESCHICHTE Die Geheimdienste und der Tian'anmen-Aufstand
Im Frühjahr 1989 protestieren chinesische Studenten auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking. Sie setzen sich für mehr Freiheit und die Demokratisierung der Gesellschaft ein. Der Aufstand wird Anfang Juni von der kommunistischen Führung brutal niedergeschlagen. Bis heute variiert die angegebene Zahl der Todesopfer zwischen mehreren Hundert und einigen Tausend. Die Anführer der Bewegung, die nicht ums Leben kommen, werden zu Staatsfeinden erklärt und auf Fahndungslisten gesetzt. Über ein Dutzend der Gesuchten und Hunderte ihrer Sympathisanten können sich in den kommenden Jahren dennoch ins Ausland absetzen. Die Dokumentation erzählt, wie die Männer entkommen konnten, und entschlüsselt dabei das internationale Netzwerk, ohne das eine Flucht unmöglich gewesen wäre. Seither ranken sich Verschwörungstheorien um dieses Ereignis und die Hintergründe - unter anderem um die Rolle der CIA. Die Dokumentation zeichnet mit Archivmaterial und Augenzeugenberichten die Geschichte nach und geht den Mythen investigativ auf den Grund.
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Geheimes Katar AUSLANDSREPORTAGE Ein Emirat auf WM-Kurs, D 2018
2022 wird Katar als erstes arabisches Land die Fußball-Weltmeisterschaft ausrichten. Doch die schlimmen Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen bestimmen seit Jahren die Berichterstattung. Gastarbeiter, meist aus Pakistan, Indien oder Nepal, müssen schuften wie moderne Sklaven, kritisieren Menschenrechtler. Katars Image ist ruiniert. Dabei müht sich das Emirat durch die Abschaffung des Kafala-Systems, ein neues, ein anderes Gesicht zu zeigen. Doch hat sich das Land tatsächlich gewandelt? Die Dokumentation erzählt Geschichten von Scheichs, Kamelen und Big Business im reichsten Land der Welt. Erst im Juni 2017 steht Katar mal wieder am Pranger. Die Nachbarländer Saudi-Arabien, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate, außerdem auch Ägypten, setzen die diplomatischen Beziehungen aus und kappen alle Land-, See- und Luftanbindungen. Sie wollen den Kleinstaat mit seinen 2,6 Millionen Einwohnern isolieren. Der Grund: Angeblich unterstütze die katarische Regierung islamistische Terrorgruppen wie Al-Kaida. Die Beweislage ist dürftig, die Blockade entpuppt sich mehr und mehr als durchsichtige Kampagne gegen einen ungeliebten Nachbarn: Denn Katar ist anders als die anderen Golfstaaten. Das Emirat investiert Milliarden in Bildung, Kultur und in ein Gesundheitssystem, das auch den Gastarbeitern kostenlose medizinische Versorgung verspricht. Katar leistet sich mit Al Jazeera einen unabhängigen Fernsehsender. Und bastelt bereits an seiner Zukunft, wenn die beträchtlichen Vorkommen an Erdöl und Erdgas einmal versiegen, die dem Land derzeit noch seinen immensen Wohlstand sichern. Im Interview sprechen unter anderen Katars Energieminister, Mohammed Bin Saleh Al-Sada, und Mostefa Souag, Generaldirektor von Al Jazeera, über Katars aktuelle Herausforderungen und stellen sich der fortwährenden Kritik. Auch Deutsche in Katar berichten von ihrem besonderen Leben in einer arabischen Monarchie. Die Dokumentation zeigt einen arabischen Wüstenstaat zwischen Tradition und Moderne. Der Film blickt herab von Wolkenkratzern einer beeindruckenden Skyline, auf staubige Kamelrennen in der Wüste, auf Tausende aus dem Westen importierter Milchkühe und natürlich auf den aktuellen Stand der Vorbereitungen für die Fußball-WM 2022. Das Emirat kämpft gegen seinen schlechten Ruf und wehrt sich gegen reichlich Vorurteile. Ist der Fortschritt in Katar tatsächlich spürbar - oder bleibt er ein hohles Versprechen?
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Geheimes Saudi-Arabien LAND UND LEUTE Auf der Spur des Geldes
Im November 2017 fand auf Veranlassung des Kronprinzen eine Razzia statt, in deren Folge zahlreiche ranghohe Mitglieder der saudischen Königsfamilie verhaftet wurden. Die zweite Folge der dreiteiligen Doku-Reihe legt die unglaublichen Summen an Bestechungsgeldern offen, die über Jahrzehnte an saudische Prinzen bezahlt wurden. Kann die Korruption in Saudi-Arabien in Zukunft wirklich ausgemerzt werden?
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Geheimes Saudi-Arabien LAND UND LEUTE Aufbruch und Unterdrückung
Die innenpolitische Situation Saudi-Arabiens ist angespannt. Andersdenkende werden unterdrückt, es kommt zu umstrittenen Verhaftungen bis hin zu Folter und Hinrichtungen. Die dritte Folge der dreiteiligen Doku-Reihe hinterfragt die Ankündigungen des Kronprinzen Mohammed bin Salman, die saudische Gesellschaft liberalisieren zu wollen. Bedeuten seine Reformen tatsächlich einen Schlüsselmoment in der Geschichte Saudi-Arabiens?
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Geheimes Saudi-Arabien LAND UND LEUTE Auf den Spuren des Terrors
Der wachsende Konflikt mit dem Iran und die Krise im Nahen Osten stellen Saudi-Arabien vor nie da gewesene Herausforderungen. Der neue Kronprinz verspricht nun grundlegende Reformen. Die Dokumentation untersucht die Verbindungen der saudischen Herrscherfamilie zu den Unterstützern einer ultrakonservativen Form des Islams. Inwieweit haben die Saudis Extremisten finanziell unterstützt, um ihre Macht zu sichern?
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Öl, Macht und Religion - Saudi-Arabien und der Iran ZEITGESCHICHTE Alte Rivalen, USA 2018
Vom Putsch 1953 im Iran bis zur schiitischen Vorherrschaft im Irak seit dem Sturz Saddam Husseins: Ein gefährlicher Machtkampf zwischen dem Iran und Saudi-Arabien prägt den Nahen Osten. Der Film zeichnet die moderne Geschichte dieses Kampfes von der iranischen Revolution von 1979 bis heute nach. Er untersucht, wie sich die Feindschaft der beiden Rivalen in Stellvertreter-Kriegen vom Irak über Syrien bis in den Jemen und den Libanon entfaltet. Die zweiteilige Dokumentation wurde in sieben Ländern in zwei Jahren gedreht und untersucht, wie religiöse Differenzen zwischen dem schiitischen Islam der Islamischen Republik Iran und dem sunnitischen Islam des Königreiches Saudi-Arabien manipuliert und zur Aufrechterhaltung von Konflikten eingesetzt werden - und das mit verheerenden Folgen für die Region und für die Weltgemeinschaft.
ZDFinfo Doku
Öl, Macht und Religion - Saudi-Arabien und der Iran ZEITGESCHICHTE Neue Kriege, USA 2018
Stellvertreter-Kriege in Syrien und im Jemen sind die jüngsten Belege einer ewigen Rivalität: Ein gefährlicher Machtkampf zwischen dem Iran und Saudi-Arabien prägt den Nahen Osten. Der Film zeichnet die moderne Geschichte dieses Kampfes von der iranischen Revolution von 1979 bis heute nach. Er untersucht, wie sich die Feindschaft der beiden Rivalen in Stellvertreter-Kriegen vom Irak über Syrien bis in den Jemen und den Libanon entfaltet. Die zweiteilige Dokumentation wurde in sieben Ländern in zwei Jahren gedreht und untersucht, wie religiöse Differenzen zwischen dem schiitischen Islam der Islamischen Republik Iran und dem sunnitischen Islam des Königreiches Saudi-Arabien manipuliert und zur Aufrechterhaltung von Konflikten eingesetzt werden - und das mit verheerenden Folgen für die Region und für die Weltgemeinschaft.
ZDFinfo Doku
Iran bittersüß - Reise durch ein Land der Widersprüche LAND UND LEUTE, IR 2018
Der Iran: Reichtum und westlicher Lebensstil in Teheran, Armut und traditionelle Strukturen am Persischen Golf. Rockmusik und Koranschulen in der heiligen Stadt Maschhad. Vier Wochen reisten ZDF-Korrespondent Jörg Brase und sein Team durch ein Land voller Widersprüche und zeigen Menschen, die ihr Land lieben und doch mit ihm hadern. Viele haben sich einen bescheidenen Wohlstand erarbeitet, der durch Sanktionen der USA bedroht ist. Feyzollah Haghighi meint, der Iran sei wie ein Granatapfel. Schön und fest, außen bitter, innen süß. Haghighi ist 78 Jahre alt und zählt zu den Großen der alten iranischen Kunst des Teppichknüpfens. Am Rande Isfahans besitzt er einen Granatapfelhain, in den er sich zurückzieht, um Ruhe zu finden. "Denn wenn ich den Iran heute sehe, 40 Jahre nach der Islamischen Revolution", sagt Haghighi, "dann regt mich das zu sehr auf." "Alle Welt denkt, der Iran, das seien schwarz verschleierte Frauen und bärtige Mullahs", sagt die 25-jährige Shaghayegh, "doch der Iran ist auch ein modernes, hoch entwickeltes Land voller junger Leute, die Träume haben und so leben wollen wie andere junge Leute auch." Shaghayegh findet einen Weg, auszubrechen und sich ein Stück Privatheit zu erobern in einem Land, in dem das öffentliche Leben strengen Regeln unterliegt. Doch sie wollen bleiben, sehen ihre Zukunft in ihrer Heimat, auch wenn die Islamische Republik Iran ihnen das Leben oft nicht leicht macht. Aufgeben jedoch ist keine Option. "Seit über 20 Jahren kämpfe ich darum, wieder Farbe ins Leben der iranischen Frauen zu bringen", sagt die bekannte Modedesignerin Mahla Zamani, "und ich werde diesen Kampf gewinnen."
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Nelson Müllers Landpartie ESSEN UND TRINKEN Auf den Spuren der schwäbischen Maultasche, D 2015
Maultaschen, Labskaus, Buttermilchsuppe: Sternekoch Nelson Müller schaut in die Kochtöpfe der traditionellen Landküche, verpasst den alten Rezepten eine pfiffige Modernisierung. Die schwäbischen Maultaschen haben es ihm angetan, Nelson ist im Raum Stuttgart aufgewachsen. Er will das Originalrezept kennenlernen und reist deshalb auf die Schwäbische Alb. Sein Plan: Die Teigtaschen sollen zum kulinarischen Highlight werden. Im idyllischen Hayingen trifft Nelson die kochtechnisch versierte Landfrau Traudl Brunner, die schon mit ihrer Großmutter zu besonderen Anlässen Maultaschen hergestellt hat. Traudl weiht Nelson in das Familienrezept ein und verrät ihre Zauberformel: wenige Zutaten - die aber erstklassig. Deshalb stammt das Fleisch aus der eigenen Schweinezucht und das Öl von der örtlichen Mühle. Das Ergebnis ist beeindruckend, und Nelson muss sich etwas Besonderes einfallen lassen, um diesen Gaumenschmaus zu toppen. Doch ein Sternekoch weiß sich immer zu helfen: In diesem Fall findet er die Lösung bei einem waschechten schwäbischen Cowboy, denn der hat, was den Müllerschen Teigtaschen Pfiff geben soll: Büffelfleisch. Das stammt von der eigenen Herde. Die beiden schnuppern ein bisschen Cowboy-Luft und zeigen direkt am Lagerfeuer, wie ein zünftiges Stück Fleisch am besten zubereitet wird. Doch so ein Büffel kann nicht nur Steak: Kombiniert mit besonderen Kräutern, die Nelson zuvor unter kundiger Führung frühmorgens gesammelt hat, wird aus dem Fleisch eine delikate Teigtaschenfüllung, die eines Sternekochs würdig ist. Ob diese neue Maultaschenvariante die verwöhnten Schwaben überzeugt?
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