Hightech für den Alltag

Hightech für den Alltag - Aufzug, Rolltreppe & Co.

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Hightech für den Alltag

Hightech für den Alltag - Aufzug, Rolltreppe & Co.

Technik

Auf und ab, hoch und runter - Aufzüge, Rolltreppen, Seilbahnen und Co. Ihre Erfinder hatten ein Ziel: Höhenunterschiede ohne Anstrengung zu überwinden - oft ein wahrer Drahtseilakt. Was hoch hinaus ging, wurde zunächst mit Argwohn betrachtet. Schließlich war die Höhe Gott vorbehalten, das höchste Gebäude war die Kirche. Heute wächst die Welt nach oben. 2018 kamen weltweit 155 Wolkenkratzer, also Türme ab 150 Meter, dazu. Sie werden vertikal erschlossen - ebenso wie hügelige Städte oder Berggipfel. Mit dem Wachstum entwickeln sich Aufzüge, Rolltreppen und Co. rasant weiter. Die bisherigen Grenzen in die Höhe werden verschoben - vielleicht sogar bis in den Weltraum? Das meist genutzte Verkehrsmittel der Welt ist - nein, nicht das Auto, sondern - der Aufzug. Jeder fünfte Mensch nutzt ihn einmal täglich. Oder anders: Aufzüge befördern alle 72 Stunden die gesamte Erdbevölkerung. Ohne Fahrstuhl gäbe es wohl keines der gigantischen Hochhäuser, der Eiffelturm wäre wohl kleiner, und Frankfurt hätte keine Skyline. Die ersten Aufzugsysteme, bei denen Seile über Winden gezogen wurden, gab es schon vor 4600 Jahren beim Pyramidenbau oder später etwa mit Flaschenzügen im antiken Griechenland. Zwar wurden zu frühen Zeiten auch vereinzelt Menschen nach oben gezogen, aber im Wesentlichen dienten die Seilzüge zum Materialtransport. Bis Mitte des 19 Jahrhunderts galten Personenaufzüge in Häusern als exotisch. Eingesetzt wurden sie aber schon im Bergbau: Doch die Seile rissen, die Arbeiter stürzten oft in den Gruben zu Tode. Der Aufzug galt als "tödlicher Käfig".
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ZDF-History - Die großen Verlierer der Geschichte

Geschichte Sieger schreiben die Geschichte, heißt es. "ZDF-History" zeigt, wie schmal der Grat mitunter sein kann - zwischen einem Ruhmesblatt der Geschichte und einer Fußnote für den Verlierer. Für die Unterlegenen bleibt nur Spott oder bestenfalls noch Mitleid. Dabei zeigt sich an den großen Verlierern besonders deutlich, wie launenhaft Geschichte sein kann. "ZDF-History" untersucht die Ursachen historischen Scheiterns.
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Hightech für den Alltag - Heizung, Kühlschrank & Co.

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Camilla, Kate und Meghan - drei Herzoginnen für die Krone DOKUMENTATION, D 2019
Schön, glamourös, charakterstark: Die Ehefrauen von Charles, William und Harry sind ein Glücksfall für das britische Königshaus. Doch wie harmonisch geht es hinter den royalen Kulissen zu? In Zeiten von Social Media stehen die Herzoginnen in einem harten Wettbewerb. Wem gelingt die Balance aus Extravaganz und Bodenständigkeit am besten? Jeder Auftritt ist ein Fest für die Medien. "ZDFzeit" beleuchtet Sonnen- und Schattenseiten des vermeintlichen Traumjobs. Die Windsors sind beliebt wie nie - und Kate, Meghan, ja selbst die einst unbeliebte Camilla, haben viel dazu beigetragen. Nachdem die Queen und Prinz Philip zunehmend die neue Generation ans Ruder lassen, stehen die Ehefrauen und nicht Charles, William oder Harry im Mittelpunkt. Das Zusammenwirken der drei Herzoginnen in der Öffentlichkeit scheint perfekt. Jede spielt im großen Dynastietheater ihre individuelle Rolle. Alle drei haben ganz unterschiedliche Qualitäten, die die Windsors für sich zu nutzen wissen. Da ist die glamouröse Meghan Markle, der jüngste Neuzugang. Mit ihrem Hollywood-Background und ihren afroamerikanischen Wurzeln ist die Herzogin von Sussex prädestiniert für die Repräsentation der britischen Monarchie im Commonwealth. Die jungen Royals sollen dort für die Krone punkten, denn die letzte Umfrage in Australien, ob der britische Monarch auch künftig Staatsoberhaupt bleiben soll, ergab nur eine Zustimmung von mageren 54 Prozent. Die Starqualitäten von Meghan Markle scheinen gelegentlich die Erscheinung von Herzogin Kate, der Frau von Prinz William, zu überstrahlen. Doch die Herzogin von Cambridge ist inzwischen ein Profi im Königshaus und weiß um ihren Wert als künftige Königin, sollte William eines Tages den britischen Thron besteigen. Kate lässt sich von Gerüchten über ein angebliches Duell der Schwägerinnen nicht beeindrucken - in erster Linie erfüllt sie ihre Aufgaben als Mutter dreier weiterer Thronfolger. Aber sie setzt auch inhaltliche Akzente mit ihrem sozialen Engagement für benachteiligte Jugendliche. Mit der weiblichen Führungsfigur Kate betonen die Windsors ihr aus dem 19. Jahrhundert stammendes Konzept von der funktionierenden Familie auf dem Thron. Und wie steht es um Camilla, die Herzogin von Cornwall, einst die am meisten gehasste Frau im Königreich? Ihre Aufgabe ist es, an der Seite von Thronfolger Charles, der mehr und mehr die Chefposition bei den Windsors übernimmt, zu repräsentieren. Seit Charles seine Jugendliebe Camilla geheiratet hat, stellen die Briten eine positive Veränderung bei dem verwöhnten und oft mit seinem Schicksal hadernden Prinzen fest. Er ist fröhlicher und offener geworden, und viele schreiben das der Frau an seiner Seite zu. Camilla, Kate und Meghan - die neuen starken Frauen der Windsors haben viel bewirkt. Sie prägen mit ihren bürgerlichen Erfahrungen mittlerweile das moderne Gesicht einer der ältesten Monarchien der Welt.
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Mythos Monaco DOKUMENTATION Das Erbe der Grace Kelly, D 2019
Durch die Hollywood-Ikone Grace Kelly begann Monaco zu funkeln und strahlen, sie machte es zu dem, was es heute ist: ein angesehenes Fürstentum, wohlhabend und einflussreich. Ohne ihr Vermächtnis ist kein Staat zu machen, das haben ihre Enkel erkannt. Charlotte, Pauline, Pierre - die junge Generation der Fürstenfamilie erinnert viele an ihre Großmutter Grace Kelly - stilvoll im Auftritt, verbreiten sie Glanz und Glamour. Das kleine Fürstentum an der Côte d'Azur lag nach dem Zweiten Weltkrieg darnieder, war politisch unbedeutend und finanziell in Nöten. Doch 1956 gelingt Fürst Rainier von Monaco der große Befreiungsschlag - mit seiner eigenen Traumhochzeit. Die blonde Hollywood-Schönheit Grace Kelly ehelicht den Fürsten, und fortan interessiert sich die ganze Welt für den sonnigen Zwergstaat am Mittelmeer. Die Braut lockt den internationalen Jetset nach Monte Carlo. Hollywood-Prominenz und Multimillionäre aus der ganzen Welt siedeln sich an, einflussreiche Politiker zeigen sich gern mit dem Fürsten und seiner attraktiven Ehefrau. Es sind die goldenen Jahre Monacos. Mit ihrem Tod 1982 wird die Fürstin endgültig zur Ikone. Auf ihrem Erbe beruht auch heute noch Monacos Erfolgsgeheimnis, das das kleine Land reich und beliebt macht. Dabei geriet der Aufstieg Monacos mehrfach ins Stocken. Während die Ehe Grace Kellys zumindest nach außen immer untadelig erschien, arbeitet die nächste Generation fleißig daran, die Titelseiten mit skandalträchtigen Geschichten zu füllen: unglückliche Ehen, Liaisons mit Zirkuspersonal und Bodyguards, uneheliche Kinder. Doch seit einigen Jahren erstrahlt Monaco in neuem Glanz - dank der Kinder von Prinzessin Caroline und Prinzessin Stéphanie. Die schönen Enkel von Grace Kelly agieren selbstbewusst und fühlen sich ihrem Erbe verpflichtet. Dabei werden die Reichen und Prominenten heute nicht mehr nur von Monacos fürstlichem Glanz und der Lage am Mittelmeer angezogen. Das Fürstentum wirbt damit, keine Steuern zu erheben. Nicht selten lockt das Land so auch zwielichtige Gestalten an. "ZDFzeit" zeichnet ein Sittengemälde der letzten drei Generationen der Grimaldis. Angefangen mit Grace Kelly, die stilsicher und souverän das Fürstentum umkrempelte. 2019 wäre Gracia Patricia 90 Jahre alt geworden.
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Modern Royals - William, Harry & Co. DOKUMENTATION
Sie ist jung, beliebt und unkonventionell: die neue Generation der britischen Royals. Der Film zeigt, wie Prinz William und Co. frischen Wind in die Monarchie bringen. Mithilfe von Archivmaterial und Experteninterviews deckt der Film auf, wie Prinz William, Kate Middleton, Prinz Harry und Meghan Markle das britische Königshaus wiederbeleben.
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Herz und Krone - Schwedens Königshaus privat REPORTAGE
Mit Glanz und Gloria, mit Herz und Krone: seltene Einblicke ins private Leben der schwedischen Royals. Ein Jahr im Leben von Prinzessin Victoria und der gesamten Königsfamilie Bernadotte. Die Reportage zeigt die schwedischen Monarchen bei öffentlichen Auftritten und privaten Familienfesten. Sie begleitet König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia zu Staatsbesuchen ins Ausland, auf glamouröse Empfänge und zur Arbeit ins Stockholmer Stadtschloss. Kronprinzessin Victoria wird die erste Frau auf dem schwedischen Königsthron sein. Im Juli 2017 feiert sie ihren 40. Geburtstag mit einer prächtigen Parade durch Stockholm. Aber noch lieber gibt sich die bekennende Umweltaktivistin nahbar, naturverbunden und bodenständig. Mit Tochter Estelle besucht sie ein Meereslabor in den Schären. Ihr Ehemann Prinz Daniel, schwer nierenkrank, fühlt sich Gesundheitsthemen besonders verpflichtet. Öffentlich tritt er für eine gute Versorgung der Kranken und der im Gesundheitssektor Beschäftigten ein. Victorias Bruder, Prinz Carl Philip, bekennt sich im Interview zu seiner Lese- und Rechtschreibschwäche. Prinzessin Madeleine, die jüngste Königstochter, erzählt in London, ihr Platz sei an der Seite ihres britisch-amerikanischen Ehemannes, die Sehnsucht nach Schweden jedoch bleibe. Ein intimer Einblick mit glanzvollen Bildern in das schwedische Königshaus, in dem sich die royale Familie normal und volksnah präsentiert. Aus gutem Grund: Denn Anerkennung und Zustimmung der Bevölkerung braucht die schwedische Monarchie - schließlich will sie noch lange fortbestehen.
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Prinz Philip DOKUMENTATION Ein Leben für die Queen, D 2017
Seit über 70 Jahren steht Prinz Philip an der Seite der Queen - kein Prinzgemahl in der Geschichte war so lang im Amt. Ein Royal deutscher Abstammung, der bei den Briten größte Sympathie genießt. Er punktet vor allem mit Humor, seine Sprüche sind legendär. Gegen alle Widerstände am Hof setzte er sich nach dem Zweiten Weltkrieg für die deutsch-britische Versöhnung ein. "ZDFzeit" zeichnet das bewegte Leben des Duke of Edinburgh nach. Prinz Philip sorgte dafür, dass Elizabeth II. seit einigen Jahren ein anderes Image hat: Die Queen scheint nahbarer, wärmer und emotionaler als in den 90er-Jahren, den Tagen der Krise der britischen Monarchie - nach dem Tod Prinzessin Dianas. "ZDFzeit" erzählt die Geschichte einer unerschütterlichen Liebe und lässt so ein ganzes Jahrhundert deutsch-britischer Geschichte lebendig werden. Denn nicht nur die Queen hat deutsche Vorfahren, auch ihr Prinzgemahl blickt auf eine traditionsreiche deutsche Ahnengalerie zurück. Geboren auf der griechischen Insel Korfu, kam er als Kind oft nach Deutschland, zu seinen hessischen Verwandten. Seine Mutter war psychisch schwer erkrankt, sein Vater hatte die Familie verlassen und lebte bei seiner Geliebten. Schon bald nach dem Krieg verliebte sich Philip in die junge Prinzessin Elizabeth, die spätere Queen. Für ihn war klar, dass er von diesem Moment an immer im Schatten seiner Frau stehen würde: drei Schritte hinter ihr, wie es das höfische Protokoll vorschreibt. Aber die gemeinsamen Auftritte der vergangenen Jahre und die vielen Krisen des englischen Königshauses haben gezeigt, dass der Prinzgemahl die wohl wichtigste Person und wertvollste Stütze der Queen ist. Das gilt auch für seine Enkel William und Harry, für die der Großvater ein wichtiges Vorbild ist. Er war es wohl auch, der beide davon überzeugte, hinter dem Sarg ihrer Mutter zu gehen. Ein Ereignis, das Millionen Menschen bewegte und zugleich das Königshaus dem Volk wieder näherbrachte. Denn die Royal Family hatte sich von den Menschen entfremdet. Prinz Philip hat das wohl früher erkannt als seine Frau. Er gilt inzwischen als wichtiger Versöhnungspolitiker im britischen Königshaus.
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heute Xpress NACHRICHTEN
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ZDF-History ZEITGESCHICHTE Deutschland - Deine Werbung, D 2011
Sie lügt das Blaue vom Himmel herunter und verspricht die Erfüllung geheimster Wünsche. Sie ist allgegenwärtig, zuweilen nervig, mitunter witzig und meist penetrant: Werbung. Stets musste sie mit der Zeit gehen, um bei der breiten Masse wirksam zu sein. Werbung spricht nicht nur Bedürfnisse an, sie erzeugt auch welche. "ZDF-History" begibt sich auf Spurensuche und unternimmt eine Zeitreise durch ein Jahrhundert deutscher Werbegeschichte.
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ZDF-History ROCK UND POP Deutschland, deine Popmusik, D 2012
Seit der Rock 'n' Roll vor mehr als 50 Jahren seinen Siegeszug um die Welt angetreten hat, steht Popmusik für ein ganz bestimmtes Lebensgefühl. Beim Establishment stieß der neue Musikgeschmack oft auf Unverständnis. Künstler wie Nina Hagen, Herbert Grönemeyer, Smudo von den "Fantastischen Vier" und "Prinzen"-Frontmann Sebastian Krumbiegel erinnern an ein halbes Jahrhundert deutscher Musikgeschichte.
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ZDF-History ZEITGESCHICHTE Die zwei Leben des Falco, D 2018
Plötzlich Weltstar und frischgebackener Vater: 1986 scheint das Glück für Falco perfekt. In Wahrheit aber stürzt der Erfolg ihn in seine größte Krise. Immer öfter greift Falco zum Alkohol. Seine Alben floppen, die Ehe ist zerrüttet. Zwölf Jahre später stirbt der große Pop-Dandy bei einem Autounfall in der Karibik. "ZDF-History" zeigt Aufstieg und Fall eines Ausnahmekünstlers. Als einziges überlebendes Kind von Drillingen kommt Johann Hölzel 1957 zur Welt. Er wächst auf in einem Arbeiterviertel Wiens. Als er zehn Jahre alt ist, zerbricht die Ehe der Eltern. Hölzel hat schlechte Noten, aber ein absolutes Gehör. So bricht er Schule und Lehre ab und beschließt, Popstar zu werden. 1981 gelingt ihm der Durchbruch: mit Gel-Frisur, Designeranzug und Sonnenbrille. Seine erste Single, "Der Kommissar", stürmt Platz eins der Hitparaden in fast ganz Europa. Sie begründet seinen Erfolg - und zugleich seinen Untergang. Mit 24 Jahren ist "der Hansi", aufgewachsen in bescheidenen Verhältnissen, plötzlich Millionär. Der Presse gegenüber zelebriert der österreichische Shootingstar seinen Wiener Schmäh: Er gibt sich selbstverliebt, arrogant und gern leicht größenwahnsinnig. Nur seine engsten Freunde wissen, wie es wirklich in ihm aussieht. Denn je größer sein Erfolg, desto größer ist auch seine Angst zu scheitern. "Wenn der Erfolg schneller wächst, als die Seele mitwachsen kann, hat man Probleme", gesteht er in einem Interview. Und die Probleme werden größer: Mitte der 80er-Jahre katapultiert sein Lied "Rock me Amadeus" Falco bis an die Spitze der amerikanischen Charts. Das hat außer ihm kein anderer deutschsprachiger Song geschafft - bis heute. Falco ist jetzt Weltstar und Familienvater. Eine Woche vor dem Charterfolg, im März 1986, kommt seine Tochter Katharina Bianca zur Welt. Doch das doppelte Glück lastet schwer auf ihm: Er kann weder seiner Familie noch seiner Karriere gerecht werden. Alkohol und Drogen werden zum Seelentröster. Seine Alben floppen, die Ehe zerbricht. Falco hangelt sich von Entzug zu Entzug. Jahre nach der Geburt seiner Tochter erfährt er, dass er nicht der leibliche Vater ist. Ein Schicksalsschlag, den er nie verkraftet. Mit "Out of the Dark" landet Falco 1998 erneut einen großen Hit. Da ist er schon tot. "Muss ich denn sterben, um zu leben?", heißt es darin. Tatsächlich lebt sein Mythos bis heute.
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ZDF-History DOKUMENTATION Deutschland, deine Schlager, D 2009
Manche halten ihn für tot. Andere glauben an seine Wiederauferstehung. Für viele ist er längst Kult - der deutsche Schlager. Und eins steht fest: Der Schlager ist ein Stück Zeitgeschichte. Von den Songs der wilden 20er bis zu den "Durchhalteliedern" des Zweiten Weltkrieges. Von den Schnulzen der 50er-Jahre bis zu den Klängen der Neuen Deutschen Welle: Immer wieder spiegelte sich im Schlager die Seelenlage der Nation.
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ZDF-History MUSIKERPORTRÄT Udo Jürgens - ein Leben für die Musik, D 2017
Er schrieb den Soundtrack der Bundesrepublik: 50 Jahre lang stand der Schlagerstar und Frauenschwarm Udo Jürgens auf der Bühne. Doch für den Erfolg zahlte er einen hohen Preis. Am Ende seines Lebens plagten Udo Jürgens Depressionen. Der Ruhm, das Geld, die Frauen - der Sänger war reich, aber nicht unbedingt glücklich, eher einsam. "ZDF-History" blickt auf Licht und Schatten seiner beispiellosen Karriere. Udo Jürgens wächst in der österreichischen Provinz auf. Schon als Kind hat er sein Ziel fest im Blick: Er will raus in die Welt, raus auf die große Bühne. Ein Ziel, das er kompromisslos verfolgt - auch, wenn sein privates Glück dafür auf der Strecke bleibt. "Für ihn war die Musik immer Nummer eins", erinnert sich sein ältester Sohn John Jürgens im Interview mit "ZDF-History". In den 60er-Jahren ist der frischgebackene Vater kaum zu Hause. Gerade mal zwei Monate pro Jahr verbringt er bei seiner Familie. Denn seine Karriere geht gerade durch die Decke: Nach dem Grand-Prix-Sieg im Jahr 1966 mit "Merci Chérie" jagt ein Hit den nächsten. Die Bilanz seiner Musikkarriere ist einmalig: fünf Bambis, sechs Goldene Schallplatten, über 100 Millionen verkaufte Tonträger. Niemand hat diesen andauernden Höhenflug enger begleitet als Manfred Bockelmann, der jüngste Bruder des Schlagerstars. Im Interview mit "ZDF-History" erzählt er, was Udo Jürgens Zeit seines Lebens ins Rampenlicht zog und auch, was ihn am Ende seines Lebens so belastete.
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ZDF-History KÜNSTLERPORTRÄT Mario Adorf - eine deutsche Filmlegende, D 2018
Er brilliert als Schurke ebenso wie als strenger Patriarch: Mario Adorf ist einer der wenigen deutschen Weltstars des Kinos. Gemeinsam mit "ZDF-History" blickt er auf sein bewegtes Leben. Adorfs Wurzeln liegen in der Provinz. Als uneheliches Kind eines Italieners wächst er ohne Vater in der Eifel auf. In den Hungerjahren der Nachkriegszeit entdeckt Adorf seine Liebe zur Bühne und bald auch zur Leinwand. Die Rolle des Massenmörders Bruno Lüdke in "Nachts, wenn der Teufel kam" verhilft ihm 1957 zum Durchbruch. 1963 trauern Millionen Deutsche im Kino um Winnetous Schwester Nscho-tschi. Ihr Mörder "Santer" wird gespielt von Mario Adorf. Das wird dem wiederholten Film-Bösewicht noch jahrzehntelang "nachgetragen". Neben den eher leichten Stoffen widmet sich Adorf Ende der 70er-Jahre dem "Neuen Deutschen Film": "Die verlorene Ehre der Katharina Blum", "Lola" oder "Die Blechtrommel" sind ohne ihn undenkbar - Sternstunden des bundesdeutschen Kinos. Und er spricht den wohl berühmtesten Satz unserer Fernsehgeschichte: "Ich scheiß Dich sowas von zu mit meinem Geld, dass Du keine ruhige Minute mehr hast." Adorf in der Rolle des Klebstofffabrikanten Haffenloher in "Kir Royal" - vielleicht seine berühmteste Rolle. Dem Filmautor Uli Weidenbach ist es gelungen, Adorfs Tochter Stella für ein seltenes Interview zu gewinnen. Sie und andere Weggefährten, wie der oscarprämierte Regisseur Volker Schlöndorff, der Filmemacher Michael Verhoeven oder die Schauspielerkollegin Senta Berger, bringen den Zuschauern den Menschen Mario Adorf näher: ein Filmstar zwischen Zuspruch und Selbstzweifeln, zwischen seiner deutschen Heimat und den Kulissen des Weltkinos.
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ZDF-History ZEITGESCHICHTE Steffi Graf - ein deutscher Weltstar, D 2019
Wunderkind, Weltranglistenerste, Weltstar: Steffi Graf hat dank ihrer eisernen Disziplin Tennisgeschichte geschrieben und private Krisen überstanden. Bis heute ist Steffi Graf für viele Deutsche ein Vorbild, während und auch nach ihrer Karriere. Skandalfrei stand sie über Jahrzehnte im Blitzlichtgewitter der Weltöffentlichkeit. Doch der Star aus der badischen Provinz hat auch die Schattenseiten des Erfolgs erlebt. Zu Steffi Grafs 50. Geburtstag blickt "ZDF-History" zurück auf eine einzigartige Sportlerkarriere: 1969 wird Stefanie Maria Graf in Mannheim geboren. Ihr Vater schenkt ihr mit vier den ersten Schläger. Schnell ist klar: Steffi Graf ist ein Jahrhunderttalent. Im Laufe ihrer Karriere gewinnt sie alles, was man nur gewinnen kann. 1988 sogar den Golden Slam - die vier großen Grand-Slam-Turniere in Folge und dazu die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Seoul: fünf Siege für die Ewigkeit. Die Sportwelt ist von der stillen Effizienz der Deutschen begeistert. Doch bald lernt Steffi Graf auch die dunklen Seiten des Ruhms kennen. Bei einem Turnier in Hamburg sticht 1993 ein fanatischer Graf-Fan Monica Seles nieder, damals ihre härteste Konkurrentin. Ein Anschlag, der die Tenniswelt verändert. Schlagzeilen machen auch die Skandale um ihren Vater. Die Steueraffäre geht an ihr nicht spurlos vorüber. Seit diesen Tagen schützt sie ihr Privatleben, so gut es geht. Auch die Gesundheit macht ihr zu schaffen. Trotzdem gewinnt sie 1999 noch einmal die French Open, kurz darauf gibt sie ihren Rücktritt bekannt. Ihre sportlichen Siege haben Steffi Graf unsterblich gemacht. Ihr schönster Erfolg aber ist ihr privates Glück. Mit ihrem Mann Andre Agassi und den beiden Kindern lebt sie heute in Las Vegas. Angeblich "streiten" die Eheleute allenfalls über die Handhabung von Zahnpastatuben und verknotete Ladekabel. Den Tennisschläger nimmt sie nur noch selten in die Hand.
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ZDF-History DOKUMENTATION Kinderstars: Im Schatten des frühen Ruhms, D 2015
Manche standen schon als Dreijährige auf der Bühne, strahlten mit Zahnlücken in die Kameras oder brachten als süßes "Wunderkind" viele Erwachsene zum Staunen und zum Weinen. Ob Michael Jackson oder Wolfgang Amadeus Mozart, Elizabeth Taylor oder Heintje, Britney Spears oder Inger Nilsson - ihnen allen gelang eine bemerkenswerte Karriere im zarten Kindesalter. Sie wurden gefeiert, verehrt und geliebt - und mussten einen hohen Preis bezahlen. "ZDF-History" zeigt die außergewöhnlichen Biografien der Kinderstars und ihr Leben im Licht und Schatten des frühen Ruhms.
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ZDF-History ZEITGESCHICHTE Früher Tod und ewiger Ruhm - Stars, die jung sterben, D 2018
Ein früher Tod steigert den Ruhm beträchtlich. Das wussten schon die alten Römer: "Wen die Götter lieben, lassen sie jung sterben." "ZDF-History" prüft, ob die antike Weisheit noch heute gilt. Von Schauspieler James Dean über den Revolutionsführer Che Guevara bis hin zu Sängerin Amy Winehouse: Um früh verstorbene Stars entsteht mitunter ein Mythos, den es bei einem längeren Lebenslauf wohl nicht gegeben hätte. Laut einer Studie tragen Stars - im Vergleich zu anderen Menschen - ein mehr als doppelt so hohes Risiko, früh zu sterben. Nach dem Spruch: "Live fast, die young" lebte auch die Soulsängerin Amy Winehouse. Sie gehörte zu den größten Musiktalenten ihrer Generation. Doch ihre Drogenprobleme bekam sie nie in den Griff. Sie starb mit 27 Jahren in ihrer Wohnung in London. Unter den Schauspielern schaffte es neben James Dean kaum ein anderer, sich mit nur drei Filmen unsterblich zu machen. Am 30. September 1955 verunglückte er im Alter von 24 Jahren. Auch Könige und Prinzessinnen sind nicht vor dem Schicksal des frühen Todes gefeit: So trat Alexander der Große im Jahr 323 vor Christus als Herrscher über ein Weltreich mit nur 32 Jahren von der Bühne des Lebens. Jahrhunderte später folgte ihm Prinzessin Diana. Ihr tödlicher Unfall im August 1997 löste weltweit Trauer aus. Ihr Mythos aber lebt noch heute.
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ZDF-History ZEITGESCHICHTE Die Dollar-Prinzessinnen - Amerikas reiche Töchter, D 2016
Drei junge Frauen aus Amerika stürmen Europas Adelshäuser. Sie bringen Geld mit, hoffen auf einen Traumprinzen mit Schloss und Titel. Doch die Suche findet kein Happy End. Barbara Hutton, Erbin der Kaufhauskette Woolworth, heiratet Prinzen und Grafen, stirbt am Ende verarmt. Clara Ward verliebt sich in einen Geiger und verlässt ihren Fürsten. Auch für Kathleen Kennedy, Schwester des US-Präsidenten, endet die blaublütige Liebe tragisch. Der Film zeigt, inspiriert durch die beliebte Fernsehserie "Downton Abbey", die Lebenswege dreier Amerikanerinnen aus reichem Haus, die in Europa ihr Glück suchten, doch ihren Traumprinzen nie fanden oder tragisch verloren.
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ZDF-History DOKUMENTATION Elvis und Priscilla - Der King und das Mädchen, D 2015
"ZDF-History" blickt hinter den Mythos dieser "Jahrhundertliebe". Ein Mythos, den Priscilla Presley als heutige Regentin des Presley-Imperiums mit allen Mitteln verteidigt. Dafür lässt sie sich 1998 sogar gerichtlich bestätigen, als Jungfrau in die Ehe gegangen zu sein. Es klingt wie ein modernes Märchen: Ein unscheinbarer Teenie erobert das Herz des King of Rock 'n' Roll.
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ZDF-History ZEITGESCHICHTE Geheimes Hollywood - Die dunkle Seite der Traumfabrik, D 2015
Gescheiterte Stars, gekaufte Regisseure und rätselhafte Todesfälle: "ZDF-History" zeigt den erbitterten Kampf der Reichen, Schönen und Talentierten hinter den Kulissen Hollywoods. In der Traumfabrik herrschen knallharte Regeln. Wer sie einhält, kann es nach ganz oben schaffen. Wer nicht, wird aus dem Paradies verstoßen. So liefert Hollywood neben dem großen Kino seit 100 Jahren immer wieder auch menschliche Schicksale und Tragödien. In einem undurchsichtigen Geflecht aus wirtschaftlichen und politischen Interessen entscheiden Studiobosse und Rechtsanwälte über den Aufstieg und Fall von Menschen. Marilyn Monroe findet dafür kurz vor ihrem Tod treffende Worte: "Hollywood ist ein Ort, wo sie 50 000 Dollar für einen Kuss und 50 Cent für deine Seele zahlen." Anhand bewegender Einzelschicksale ergründen die Autorinnen Natascha Walter und Annette Baumeister in "ZDF-History" die dunkle Seite der Traumfabrik: Wer machte Arnold Schwarzenegger zum Superstar? Warum führte das FBI jahrzehntelang eine Geheimakte über Rock Hudson? Und weshalb wurde der mysteriöse Unfalltod von Hollywood-Liebling Natalie Wood bis heute nicht aufgeklärt?
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ZDF-History BERUF UND BILDUNG Der letzte Tag: Romy Schneider, D 2015
Der Film rekonstruiert den letzten Tag im Leben der Filmdiva und sucht nach der Wahrheit über ihren plötzlichen Tod: War es ein Unfall, oder wollte Romy Schneider tatsächlich sterben? "Im Film kann ich alles, im Leben nichts" - so urteilte Romy Schneider über sich selbst. Tatsächlich ist die Schauspielerin am Ende ihres Lebens hoch verschuldet, alkoholkrank und durch den Unfalltod ihres einzigen Sohnes schwer traumatisiert. In der Nacht auf den 29. Mai 1982 stirbt die gebürtige Österreicherin mit nur 43 Jahren, wahrscheinlich an einer Überdosis Tabletten. Ob Selbstmord oder Unfall, ist bis heute nicht geklärt. Mithilfe szenischer Rekonstruktionen, Zeitzeugen und Tagebuchaufzeichnungen rekonstruiert "ZDF-History" den letzten Tag im Leben Romy Schneiders und geht der Frage nach, wie es zum Tod der Schauspiel-Legende kam. Aus dieser Szenerie heraus blickt das Autorenduo Bönnen und Endres zurück auf wichtige Stationen im Leben von Romy Schneider, die begreifbar machen, welcher labile und sensible Mensch sich hinter dem Mythos der Filmdiva verbarg.
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ZDF-History GESCHICHTE Die großen Verlierer der Geschichte
Sieger schreiben die Geschichte, heißt es. "ZDF-History" zeigt, wie schmal der Grat mitunter sein kann - zwischen einem Ruhmesblatt der Geschichte und einer Fußnote für den Verlierer. Für die Unterlegenen bleibt nur Spott oder bestenfalls noch Mitleid. Dabei zeigt sich an den großen Verlierern besonders deutlich, wie launenhaft Geschichte sein kann. "ZDF-History" untersucht die Ursachen historischen Scheiterns.
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Hightech für den Alltag TECHNIK Aufzug, Rolltreppe & Co., D 2018
Auf und ab, hoch und runter - Aufzüge, Rolltreppen, Seilbahnen und Co. Ihre Erfinder hatten ein Ziel: Höhenunterschiede ohne Anstrengung zu überwinden - oft ein wahrer Drahtseilakt. Was hoch hinaus ging, wurde zunächst mit Argwohn betrachtet. Schließlich war die Höhe Gott vorbehalten, das höchste Gebäude war die Kirche. Heute wächst die Welt nach oben. 2018 kamen weltweit 155 Wolkenkratzer, also Türme ab 150 Meter, dazu. Sie werden vertikal erschlossen - ebenso wie hügelige Städte oder Berggipfel. Mit dem Wachstum entwickeln sich Aufzüge, Rolltreppen und Co. rasant weiter. Die bisherigen Grenzen in die Höhe werden verschoben - vielleicht sogar bis in den Weltraum? Das meist genutzte Verkehrsmittel der Welt ist - nein, nicht das Auto, sondern - der Aufzug. Jeder fünfte Mensch nutzt ihn einmal täglich. Oder anders: Aufzüge befördern alle 72 Stunden die gesamte Erdbevölkerung. Ohne Fahrstuhl gäbe es wohl keines der gigantischen Hochhäuser, der Eiffelturm wäre wohl kleiner, und Frankfurt hätte keine Skyline. Die ersten Aufzugsysteme, bei denen Seile über Winden gezogen wurden, gab es schon vor 4600 Jahren beim Pyramidenbau oder später etwa mit Flaschenzügen im antiken Griechenland. Zwar wurden zu frühen Zeiten auch vereinzelt Menschen nach oben gezogen, aber im Wesentlichen dienten die Seilzüge zum Materialtransport. Bis Mitte des 19 Jahrhunderts galten Personenaufzüge in Häusern als exotisch. Eingesetzt wurden sie aber schon im Bergbau: Doch die Seile rissen, die Arbeiter stürzten oft in den Gruben zu Tode. Der Aufzug galt als "tödlicher Käfig".
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Hightech für den Alltag TECHNIK Heizung, Kühlschrank & Co., D 2018
Die menschliche Wohlfühl-Temperatur liegt um die 20 Grad Celsius - egal, ob unser natürlicher Lebensraum, in dem wir leben, kalt ist oder eher warm. Dabei hilft Hightech im Alltag. Wir drehen die Heizung auf, wenn es zu kalt ist, und die Klimaanlage, wenn uns zu warm ist. Wir haben Kühlschränke, um unsere Nahrungsmittel haltbar zu machen. Ohne diesen Kasten würde unsere Ernährung heute anders aussehen. Statt saftigem Steak gäbe es Dörrfleisch. Wir würden eher Espresso statt Latte Macchiato trinken, weil die Milch ständig sauer wäre, und Speiseeis wäre Luxus. Und im Auto würden wir ohne Klimaanlage immer noch schwitzen ohne Ende. Einen kühlen Kopf im Pkw zu bewahren - das war bis in die 1980er-Jahre nicht einfach. Die Klimaanlage gehörte noch nicht zur Serienausstattung, nur sieben Prozent der Neuwagen hatten eine. Der Einbau kostete 3000 bis 4000 D-Mark. Das war vielen zu teuer - obwohl die Kältedusche schon damals in Amerika von Experten empfohlen wurde. Heute haben 97 Prozent der zugelassenen Neuwagen in Deutschland eine Klimaanlage. Was viele nicht wissen: Ihr Kühlkreislauf ist pflegebedürftig und sollte alle zwei Jahre gewartet werden. Warm und kalt - ein unerschöpfliches Gebiet für Forscher, denen von Wasser sparen beim Duschen bis zu Wärmespeichern zum Heizen immer wieder Neues einfällt.
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ZDF-History DOKUMENTATION Alles Bluff?! Die großen Hochstapler der Geschichte, D 2017
Sie lügen, betrügen und blenden: die großen Hochstapler der Geschichte. Manchen gelingt es jahrzehntelang, ihr falsches Spiel aufrechtzuerhalten. Doch irgendwann fliegen sie alle auf. Wie Karl May: Als Betrüger vorbestraft, macht er Karriere als Schriftsteller und behauptet, alle Abenteuer persönlich erlebt zu haben. Er verstrickt sich so in seinen Lügen, dass er sie am Ende selbst glaubt. Genau wie Anna Anderson, die vorgibt, die Zarentochter Anastasia zu sein. Anders liegt der Fall bei Konrad Kujau. Er ist ein versierter Kunstfälscher, dem eines Tages das große Geld winkt: Mit seinen frei erfundenen Hitler-Tagebüchern narrt er den "Stern" und bringt 1983 den größten Medienskandal in der Geschichte der Bundesrepublik ins Rollen. Ein ähnlich starkes Rauschen im Blätterwald löst ein Dreivierteljahrhundert zuvor die Tat von Wilhelm Voigt aus, der 1906 als falscher Hauptmann mit einer Handvoll Soldaten das Köpenicker Rathaus besetzt und den Inhalt der Stadtkasse mitgehen lässt. Nicht nur die "Köpenickiade" macht deutlich, dass jede Zeit ihre ganz eigenen Typen von Hochstaplern hervorbringt: Im 18. Jahrhundert ist es ein Mann wie Johann Friedrich Böttger, der vorgibt, Gold machen zu können, und schließlich als Erfinder des europäischen Porzellans in die Geschichte eingeht. Heute sind es Finanzjongleure wie der US-Amerikaner Bernard Madoff, der seine Anleger mit einer Art Schneeballsystem um 65 Milliarden Dollar betrügt und nach seiner Enttarnung 2009 zu 150 Jahren Haft verurteilt wird. Spätestens hier zeigt sich, dass es sich bei Hochstaplern nicht nur um sympathische Schlitzohren handelt: Mehrere Kunden Madoffs, die von ihm um ihre Existenz gebracht wurden, nehmen sich das Leben. Auch Madoffs Sohn Mark begeht Suizid. "ZDF-History" begibt sich auf die Spuren der großen Hochstapler und zeigt, wie sie es fertigbrachten, ihre Zeitgenossen hinters Licht zu führen.
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Skandal! Große Affären in Deutschland DOKUMENTATION Der Fall Harry Wörz, D 2017
Von 1997 bis 2001 saß Harry Wörz im Gefängnis für den versuchten Totschlag an seiner Ex-Frau - eine Tat, die er nie begangen hat. Ein Justizirrtum. Der Prozess hatte ein großes mediales Echo. Am 29. April 1997 wurde die Ex-Frau von Harry Wörz - eine Polizistin - mitten in der Nacht aufgefunden: stranguliert mit einem Schal. Am selben Tag wurde Wörz verhaftet. Die Pforzheimer Polizei ermittelte anfangs gegen Wörz und den Geliebten des Opfers. Das Opfer überlebte die Tat schwer verletzt und ist seither ein Pflegefall, kann keine Angaben zum Täter machen. Vor Gericht gestellt wurde schließlich Harry Wörz. Das Landgericht Karlsruhe verurteilte ihn zu elf Jahren Gefängnis, er legte Revision ein. In den nächsten Jahren folgte ein nervenaufreibendes Hin und Her von Freispruch und Wiederaufnahme des Verfahrens. Seit 2010 gilt Harry Wörz rechtskräftig als freigesprochen. Bis Ende 2016 zogen sich noch mehrere Verfahren um Entschädigung für das Justizopfer hin. In den Medien erzeugte der Fall ein großes Echo. So bezeichnete die Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen das Verfahren als einen der "ungewöhnlichsten Prozesse der deutschen Rechtsgeschichte". Auch die öffentlich-rechtlichen Sender und zahlreiche Zeitungen berichteten über den Justizskandal, der Harry Wörz Besitz und Familie kostete: Für die Prozesse hat er sich hoch verschuldet, der Kontakt zum Sohn brach ab. Wörz verlangt bis heute, dass die Ermittlungen fortgesetzt werden und der versuchte Totschlag an seiner Ex-Frau aufgeklärt wird. 2013 hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe alle Ermittlungen eingestellt. Für einen anderen Täter gebe es keinen Anfangsverdacht.
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Skandal! Große Affären in Deutschland DOKUMENTATION Die Schlecker-Story, D 2018
Diese Folge der Reihe "Skandal! Große Affären in Deutschland" dreht sich um einen Fall deutscher Wirtschaftsgeschichte, der das Land erschütterte: die Schlecker-Pleite im Jahr 2012. Eine Milliarde Euro Schulden, 25 000 Mitarbeiter, vor allem Frauen, auf der Straße. Höhepunkt der beispiellosen Pleite: 2017 der Prozess gegen Firmenpatriarch Anton Schlecker und seine beiden Kinder, der mit Verurteilungen der Angeklagten endet. Die Drogeriemarktkette ist berüchtigt für die Arbeitsbedingungen. Alles muss möglichst billig sein - es gibt kein Telefon in den Filialen, die "Schlecker-Frauen" werden schlecht bezahlt, streng kontrolliert - und nach der überraschenden Insolvenz mitleidlos auf die Straße gesetzt. Anton Schlecker ist als eingetragener Kaufmann voll haftbar für sein Unternehmen. Noch 2011 schätzt das "Manager Magazin" das Vermögen seiner Familie auf 1,9 Milliarden Euro. Doch bereits 2012 kommt die Pleite. Schlecker hat sich mit einem immer dichteren Filialnetz überhoben. Es zeigt sich, dass die Familie Schlecker angesichts der drohenden Insolvenz Millionen beiseitegeschafft hat. Am Ende eines aufsehenerregenden Prozesses erhalten die Schlecker-Kinder eine Haftstrafe. Der Senior selbst kommt mit einer Bewährung davon. Schleckers Aufstieg und Fall ist deutsche Wirtschaftsgeschichte pur. 1944 in Ehingen geboren, stand Anton Schlecker schon als Kind im Geschäft seines Vaters Anton senior - einem Metzger. Anton junior schuf aus der baden-württembergischen Provinz heraus ein Handelsimperium. 1975 stieg er ins Drogeriegeschäft ein - die maximale Ausdehnung gelang 2007. Da beschäftigte Schlecker mehr als 50 000 Mitarbeiter.
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Skandal! Große Affären in Deutschland DOKUMENTATION Der Fall Peter Graf, D 2017
Peter Graf - der Tennisvater, der Strippenzieher hinter der Karriere von Superstar Steffi. Ein klassisches Lehrstück von Aufstieg und Fall. Begonnen als Selfmademan aus Mannheim, Gebrauchtwagenhändler, Trainer - geendet als Hauptfigur in gleich zwei Skandalen. Ein gefundenes Fressen für die Boulevardpresse ist zu Beginn der 90er-Jahre der Rotlichtskandal um Peter Graf. Boxpromoter Ebby Thust versucht, den Tenniskönig zu erpressen - das Kind seiner Freundin soll angeblich von Peter Graf sein. Ein Vaterschaftstest bringt Gewissheit: Graf ist nicht der Vater. Aber das Image bleibt angekratzt. Hinzu kommen gesundheitliche und familiäre Probleme. Steffi Graf macht derweil unbeeindruckt Karriere im Tennis-Zirkus. Ein Gewinn folgt auf den anderen, die Preisgelder steigen. Eine Menge Geld, für die eine Menge Steuern fällig gewesen wären. Aber Peter Graf erfindet ein Steuersparmodell mit einem Geflecht aus mehreren Stationen. So schleust er das Geld zu großen Teilen am deutschen Fiskus vorbei - und stolpert in die nächste Affäre. Im Sommer 1995 zieht sich die Schlinge zu. Steuerfahnder durchsuchen die Graf-Villa in Brühl. Peter Graf zeigt kein Einsehen, er ist nach wie vor der Meinung, der Wimbledon-Königin Steffi und ihrer Familie stünden Sonderrechte in Sachen Steuern zu. Der Steuersünder-Prozess gegen ihn ab September 1996 ist ein großes Medienspektakel. Steuerhinterziehung in Höhe von knapp 20 Millionen Mark lautet der Vorwurf. Das Urteil: drei Jahre und neun Monate Gefängnis. Graf bleibt nicht der einzige prominente Steuersünder aus der Sportszene - auch Pferdebaron Schockemöhle, Boris Becker und Uli Hoeneß müssen Steuern nachzahlen. Der Graf-Prozess schreibt Justizgeschichte - seitdem gibt es spezielle Kammern bei Gericht und zahlreiche Verfahren, um die finanziellen Schattenwelten von Promis offenzulegen.
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ZDF-History DOKUMENTATION Berühmte Tote der Geschichte, D 2016
"Ruhe in Frieden", wünscht man den Verstorbenen. So manchem Prominenten ist dies aber nicht vergönnt. Ihre Leichen werden einbalsamiert, ausgestellt, zerstückelt oder gar gestohlen. Von Charlie Chaplin bis Che Guevara, von Evita Perón bis Elvis Presley erzählen Ricarda Schlosshan und Anja Greulich in "ZDF-History" - mit einem Schuss schwarzem Humor - die unglaublichen Schicksale einiger berühmter Toter. Es gibt Persönlichkeiten, die scheinbar ewig leben. Elvis Presley zum Beispiel, der seit seinem Tod im August 1977 angeblich von vielen seiner Fans gesehen wurde: mal in einem Burger King in Michigan, mal in einer Datscha nahe Moskau oder gar auf einem Parteitag der KPdSU. Der King ist unsterblich und scheint einfach nicht zur Ruhe zu kommen. Auch Charlie Chaplin war die Totenruhe zunächst nicht vergönnt: Kaum war der berühmte Komiker unter der Erde, zerrten ihn Entführer aus seinem Grab. Doch ihr Erpressungsversuch ging schief - auch, weil Chaplins Witwe die Leiche gar nicht zurückhaben wollte. Evita Perón und Friedrich der Große waren beide Ikonen - und mussten deshalb nach ihrem Tod jahrzehntelang ausgedehnte Reisen unternehmen, bis sie endlich ihre letzte Ruhe fanden. Aber auch andere bedeutsame Leichen, wie Lenin oder Che Guevara, haben es nicht leicht. Sie werden einbalsamiert, der Öffentlichkeit zur Schau gestellt, und manchmal werden Stücke von ihnen wie Reliquien gehandelt. Einer wie Ötzi wird gar erst 5000 Jahre nach seinem Tod so richtig berühmt. Wenn auch unfreiwillig.
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ZDF-History ZEITGESCHICHTE Die zwei Leben des Falco, D 2018
Plötzlich Weltstar und frischgebackener Vater: 1986 scheint das Glück für Falco perfekt. In Wahrheit aber stürzt der Erfolg ihn in seine größte Krise. Immer öfter greift Falco zum Alkohol. Seine Alben floppen, die Ehe ist zerrüttet. Zwölf Jahre später stirbt der große Pop-Dandy bei einem Autounfall in der Karibik. "ZDF-History" zeigt Aufstieg und Fall eines Ausnahmekünstlers. Als einziges überlebendes Kind von Drillingen kommt Johann Hölzel 1957 zur Welt. Er wächst auf in einem Arbeiterviertel Wiens. Als er zehn Jahre alt ist, zerbricht die Ehe der Eltern. Hölzel hat schlechte Noten, aber ein absolutes Gehör. So bricht er Schule und Lehre ab und beschließt, Popstar zu werden. 1981 gelingt ihm der Durchbruch: mit Gel-Frisur, Designeranzug und Sonnenbrille. Seine erste Single, "Der Kommissar", stürmt Platz eins der Hitparaden in fast ganz Europa. Sie begründet seinen Erfolg - und zugleich seinen Untergang. Mit 24 Jahren ist "der Hansi", aufgewachsen in bescheidenen Verhältnissen, plötzlich Millionär. Der Presse gegenüber zelebriert der österreichische Shootingstar seinen Wiener Schmäh: Er gibt sich selbstverliebt, arrogant und gern leicht größenwahnsinnig. Nur seine engsten Freunde wissen, wie es wirklich in ihm aussieht. Denn je größer sein Erfolg, desto größer ist auch seine Angst zu scheitern. "Wenn der Erfolg schneller wächst, als die Seele mitwachsen kann, hat man Probleme", gesteht er in einem Interview. Und die Probleme werden größer: Mitte der 80er-Jahre katapultiert sein Lied "Rock me Amadeus" Falco bis an die Spitze der amerikanischen Charts. Das hat außer ihm kein anderer deutschsprachiger Song geschafft - bis heute. Falco ist jetzt Weltstar und Familienvater. Eine Woche vor dem Charterfolg, im März 1986, kommt seine Tochter Katharina Bianca zur Welt. Doch das doppelte Glück lastet schwer auf ihm: Er kann weder seiner Familie noch seiner Karriere gerecht werden. Alkohol und Drogen werden zum Seelentröster. Seine Alben floppen, die Ehe zerbricht. Falco hangelt sich von Entzug zu Entzug. Jahre nach der Geburt seiner Tochter erfährt er, dass er nicht der leibliche Vater ist. Ein Schicksalsschlag, den er nie verkraftet. Mit "Out of the Dark" landet Falco 1998 erneut einen großen Hit. Da ist er schon tot. "Muss ich denn sterben, um zu leben?", heißt es darin. Tatsächlich lebt sein Mythos bis heute.
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ZDF-History BERUF UND BILDUNG Der letzte Tag: Romy Schneider, D 2015
Der Film rekonstruiert den letzten Tag im Leben der Filmdiva und sucht nach der Wahrheit über ihren plötzlichen Tod: War es ein Unfall, oder wollte Romy Schneider tatsächlich sterben? "Im Film kann ich alles, im Leben nichts" - so urteilte Romy Schneider über sich selbst. Tatsächlich ist die Schauspielerin am Ende ihres Lebens hoch verschuldet, alkoholkrank und durch den Unfalltod ihres einzigen Sohnes schwer traumatisiert. In der Nacht auf den 29. Mai 1982 stirbt die gebürtige Österreicherin mit nur 43 Jahren, wahrscheinlich an einer Überdosis Tabletten. Ob Selbstmord oder Unfall, ist bis heute nicht geklärt. Mithilfe szenischer Rekonstruktionen, Zeitzeugen und Tagebuchaufzeichnungen rekonstruiert "ZDF-History" den letzten Tag im Leben Romy Schneiders und geht der Frage nach, wie es zum Tod der Schauspiel-Legende kam. Aus dieser Szenerie heraus blickt das Autorenduo Bönnen und Endres zurück auf wichtige Stationen im Leben von Romy Schneider, die begreifbar machen, welcher labile und sensible Mensch sich hinter dem Mythos der Filmdiva verbarg.
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ZDF-History DOKUMENTATION Elvis und Priscilla - Der King und das Mädchen, D 2015
"ZDF-History" blickt hinter den Mythos dieser "Jahrhundertliebe". Ein Mythos, den Priscilla Presley als heutige Regentin des Presley-Imperiums mit allen Mitteln verteidigt. Dafür lässt sie sich 1998 sogar gerichtlich bestätigen, als Jungfrau in die Ehe gegangen zu sein. Es klingt wie ein modernes Märchen: Ein unscheinbarer Teenie erobert das Herz des King of Rock 'n' Roll.
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ZDF-History DOKUMENTATION Mythos Sisi, D 2013
Mit 15 Jahren heiratet die bayerische Prinzessin Elisabeth, genannt Sisi, ihren Cousin, den österreichischen Kaiser. Doch sie fühlt sich am Wiener Hof gefangen. Sisi kämpft um ihren Sohn, setzt sich für die österreichische "Nebenmonarchie" Ungarn ein und stellt sich gegen Kaisertum und Wiener Hofstaat. Wer war diese Frau, deren Faszination ungebrochen ist und die nicht zuletzt mit der Filmtrilogie "Sissi" zur Legende wurde?
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ZDF-History ZEITGESCHICHTE Die Dollar-Prinzessinnen - Amerikas reiche Töchter, D 2016
Drei junge Frauen aus Amerika stürmen Europas Adelshäuser. Sie bringen Geld mit, hoffen auf einen Traumprinzen mit Schloss und Titel. Doch die Suche findet kein Happy End. Barbara Hutton, Erbin der Kaufhauskette Woolworth, heiratet Prinzen und Grafen, stirbt am Ende verarmt. Clara Ward verliebt sich in einen Geiger und verlässt ihren Fürsten. Auch für Kathleen Kennedy, Schwester des US-Präsidenten, endet die blaublütige Liebe tragisch. Der Film zeigt, inspiriert durch die beliebte Fernsehserie "Downton Abbey", die Lebenswege dreier Amerikanerinnen aus reichem Haus, die in Europa ihr Glück suchten, doch ihren Traumprinzen nie fanden oder tragisch verloren.
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ZDF-History ZEITGESCHICHTE Steffi Graf - ein deutscher Weltstar, D 2019
Wunderkind, Weltranglistenerste, Weltstar: Steffi Graf hat dank ihrer eisernen Disziplin Tennisgeschichte geschrieben und private Krisen überstanden. Bis heute ist Steffi Graf für viele Deutsche ein Vorbild, während und auch nach ihrer Karriere. Skandalfrei stand sie über Jahrzehnte im Blitzlichtgewitter der Weltöffentlichkeit. Doch der Star aus der badischen Provinz hat auch die Schattenseiten des Erfolgs erlebt. Zu Steffi Grafs 50. Geburtstag blickt "ZDF-History" zurück auf eine einzigartige Sportlerkarriere: 1969 wird Stefanie Maria Graf in Mannheim geboren. Ihr Vater schenkt ihr mit vier den ersten Schläger. Schnell ist klar: Steffi Graf ist ein Jahrhunderttalent. Im Laufe ihrer Karriere gewinnt sie alles, was man nur gewinnen kann. 1988 sogar den Golden Slam - die vier großen Grand-Slam-Turniere in Folge und dazu die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Seoul: fünf Siege für die Ewigkeit. Die Sportwelt ist von der stillen Effizienz der Deutschen begeistert. Doch bald lernt Steffi Graf auch die dunklen Seiten des Ruhms kennen. Bei einem Turnier in Hamburg sticht 1993 ein fanatischer Graf-Fan Monica Seles nieder, damals ihre härteste Konkurrentin. Ein Anschlag, der die Tenniswelt verändert. Schlagzeilen machen auch die Skandale um ihren Vater. Die Steueraffäre geht an ihr nicht spurlos vorüber. Seit diesen Tagen schützt sie ihr Privatleben, so gut es geht. Auch die Gesundheit macht ihr zu schaffen. Trotzdem gewinnt sie 1999 noch einmal die French Open, kurz darauf gibt sie ihren Rücktritt bekannt. Ihre sportlichen Siege haben Steffi Graf unsterblich gemacht. Ihr schönster Erfolg aber ist ihr privates Glück. Mit ihrem Mann Andre Agassi und den beiden Kindern lebt sie heute in Las Vegas. Angeblich "streiten" die Eheleute allenfalls über die Handhabung von Zahnpastatuben und verknotete Ladekabel. Den Tennisschläger nimmt sie nur noch selten in die Hand.
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ZDF-History DOKUMENTATION Alles Bluff?! Die großen Hochstapler der Geschichte, D 2017
Sie lügen, betrügen und blenden: die großen Hochstapler der Geschichte. Manchen gelingt es jahrzehntelang, ihr falsches Spiel aufrechtzuerhalten. Doch irgendwann fliegen sie alle auf. Wie Karl May: Als Betrüger vorbestraft, macht er Karriere als Schriftsteller und behauptet, alle Abenteuer persönlich erlebt zu haben. Er verstrickt sich so in seinen Lügen, dass er sie am Ende selbst glaubt. Genau wie Anna Anderson, die vorgibt, die Zarentochter Anastasia zu sein. Anders liegt der Fall bei Konrad Kujau. Er ist ein versierter Kunstfälscher, dem eines Tages das große Geld winkt: Mit seinen frei erfundenen Hitler-Tagebüchern narrt er den "Stern" und bringt 1983 den größten Medienskandal in der Geschichte der Bundesrepublik ins Rollen. Ein ähnlich starkes Rauschen im Blätterwald löst ein Dreivierteljahrhundert zuvor die Tat von Wilhelm Voigt aus, der 1906 als falscher Hauptmann mit einer Handvoll Soldaten das Köpenicker Rathaus besetzt und den Inhalt der Stadtkasse mitgehen lässt. Nicht nur die "Köpenickiade" macht deutlich, dass jede Zeit ihre ganz eigenen Typen von Hochstaplern hervorbringt: Im 18. Jahrhundert ist es ein Mann wie Johann Friedrich Böttger, der vorgibt, Gold machen zu können, und schließlich als Erfinder des europäischen Porzellans in die Geschichte eingeht. Heute sind es Finanzjongleure wie der US-Amerikaner Bernard Madoff, der seine Anleger mit einer Art Schneeballsystem um 65 Milliarden Dollar betrügt und nach seiner Enttarnung 2009 zu 150 Jahren Haft verurteilt wird. Spätestens hier zeigt sich, dass es sich bei Hochstaplern nicht nur um sympathische Schlitzohren handelt: Mehrere Kunden Madoffs, die von ihm um ihre Existenz gebracht wurden, nehmen sich das Leben. Auch Madoffs Sohn Mark begeht Suizid. "ZDF-History" begibt sich auf die Spuren der großen Hochstapler und zeigt, wie sie es fertigbrachten, ihre Zeitgenossen hinters Licht zu führen.
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