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Frankfurt - Bahnhofsviertel DOKUMENTATION Rotlichtbezirk und Hipstermeile, D 2015
Die einstige Schmuddelmeile von Frankfurt ist zum Hotspot der Schickeria mutiert. Das umstrittene Bahnhofsviertel befindet sich im Wandel. Zwischen Rotlicht und Eckkneipe eröffnen immer mehr Bars und Klubs, die eine zahlungskräftige Klientel anlocken. Entsprechend hoch sind die Immobilienpreise. Dort, wo noch vor Kurzem niemand leben wollte, werden Höchstpreise für Wohnraum bezahlt. Der Platz für Obdachlose und Gestrandete wird kleiner. Die Situation spitzt sich zu. Der Film hat sich umgesehen bei den alteingesessenen Bewohnern, Klub-Besitzern, Prostituierten und den neuen Nachbarn in dem vielleicht vielfältigsten Stadtteil Deutschlands.
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Trinken ohne Limit - Die verborgene Alkoholsucht DOKUMENTATION, D 2019
Als alkoholabhängig gelten fast zwei Millionen Deutsche. Doch die Dunkelziffer ist viel höher, denn Alkoholmissbrauch findet oft im Geheimen und Verborgenen statt. Was steckt dahinter, wenn Menschen zur Flasche greifen? Häufig sind Einsamkeit und soziale Isolation die Auslöser. In der ZDFinfo-Dokumentation kommen Menschen zu Wort, deren Leben durch die Alkoholsucht aus dem Gleichgewicht gebracht wurde. Besonders häufig betroffen sind Frauen, Senioren und Angehörige, die in sogenannte Co-Abhängigkeit geraten sind. Für Frauen ist das Trinken mit einem größeren Stigma verbunden als für Männer, gleichzeitig konsumieren sie oft aggressiver und erleiden schneller körperliche Schädigungen. Genau wie Kinder zählen Frauen außerdem zu der Gruppe, die besonders von Co-Abhängigkeit betroffen ist. Sie verstecken die Alkoholsucht von Familienmitgliedern und ermöglichen sie durch unfreiwillige Beihilfe oft noch. Mit oft dramatischen Folgen: Kinder aus suchtbelasteten Familien haben ein bis zu sechsfach höheres Risiko, selbst abhängig zu werden. Die Dokumentation zeigt, dass Alkoholmissbrauch nicht nur am sozialen Rand stattfindet, sondern in allen Teilen der Gesellschaft.
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plan b: Gemeinsam statt einsam DOKU-REIHE Vom heilsamen Miteinander, D 2019
Nie war es leichter, sich zu vernetzen, als heute. Trotzdem fühlen sich immer mehr Menschen einsam. Das hat gravierende Folgen: Chronische Einsamkeit kann im schlimmsten Fall krank machen. Die Gründe für Einsamkeit sind so vielschichtig wie das Gefühl selbst. Aber auch die Ideen gegen Vereinsamung sind zahlreich: "plan b" zeigt inspirierende Initiativen und auch, wie starke Persönlichkeiten mit der Einsamkeit umgehen. Neu in der Stadt und ohne Freunde oder Familie? Für viele Berufsanfänger zwischen 20 und 30 ist das trauriger Alltag. Abhilfe versprechen Freundschafts-Apps wie "25friends": Sie bringen Fremde zur gemeinsamen Freizeitgestaltung zusammen. In Hamburg geht Neuankömmling Christian Adis per App auf die Suche nach Freunden. Inzwischen beschäftigt sich auch die Politik mit den Risiken sozialer Isolation: Großbritannien gründete bereits ein Ministerium für Einsamkeit. Die Regierung setzt auf innovative Gesundheitsinitiativen: Allgemeinärzte sollen neben der medizinischen Hilfe auch soziales Miteinander als Heilmittel anbieten. Eine Vorreiterin des "social prescribing" ist die Ärztin Helen Kingston im südenglischen Frome. Schon seit 2013 bindet sie ihre Patienten in ein eng geknüpftes Netz aus professionellen und ehrenamtlichen Hilfsangeboten ein. Im Schweizer Kanton Zug setzt Susanna Fassbind auf Nachbarschaftshilfe per Zeitkonto. Mit der Genossenschaft KISS baut sie soziale Netzwerke vor Ort auf. Die kleinen Gefälligkeiten von Nachbar zu Nachbar werden nicht mit Geld entlohnt, sondern mit Zeit - einem besonders kostbaren Gut. Die Mitglieder dokumentieren ihren Aufwand und können dafür später selbst Hilfe von Genossen in Anspruch nehmen. Eine nachhaltige und effektive Idee, die auch in anderen Kantonen Schule macht.
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Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.
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plan b: Das Haus von Morgen DOKU-REIHE Wie Bauen revolutioniert wird, D 2018
Bauen mit Steinen oder Beton verschlingt Ressourcen, belastet die Umwelt und unsere Gesundheit. Doch es gibt Alternativen: Häuser aus Holz, Lehm oder sogar aus Müll. Zwei Deutsche errichten Hochhäuser aus Holz, in Paris entsteht ein ganzes Stadtviertel in Lehmbauweise und in Rotterdam ein Bürogebäude aus Recyclingmaterialien. "plan b" begleitet Visionäre und zeigt, wie nachhaltiges Bauen möglich ist. Der Bausektor gehört weltweit zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren. Der Sand für die Zementherstellung wird knapp und immer teurer. Dazu kommt der hohe CO2-Ausstoß für Transport und Produktion von Beton. Ein Großteil der hochwertigen Baustoffe landet irgendwann auf der Sondermülldeponie - allein in der EU rund drei Milliarden Tonnen pro Jahr. Wiederverwertet oder recycelt wird kaum. Der österreichische Bauunternehmer Martin Rauch will deshalb auf Beton ganz verzichten. Seit 35 Jahren experimentiert er mit Lehm, einem traditionellen Baustoff, mit dem in vielen ärmeren Ländern der Welt noch heute Häuser errichtet werden. Nicht nur sein eigenes Haus baute er nach der sogenannten Stampflehmmethode, sondern auch schon Wohnhäuser für seine Geschwister und Gewerbegebäude für Unternehmen. Jetzt möchte er dabei mithelfen, wenn in Paris ein neues Wohngebiet aus Lehm entsteht. Die Berliner Architekten Tom Kaden und Markus Lager bauen Häuser aus Holz, einem nachwachsenden Rohstoff, der dazu auch noch CO2 bindet. Baurechtlichen Hindernissen zum Trotz errichten sie in Heilbronn gerade Deutschlands erstes zehngeschossiges Holzhochhaus, das dazu auch noch fast vollständig zu recyclen wäre. In einem ehemaligen Erlebnisschwimmbad denkt der holländische Architekt Floris Schiferli darüber nach, wie man alte Stahlträger, Fenster oder Holzverschalungen wiederverwenden kann. Seiner Meinung nach dürfen Häuser keine Einwegprodukte bleiben. Beweisen will er seine Vision mitten in Rotterdam: Aus den Materialien eines abgerissenen Hauses entsteht dort gerade ein neues Gebäude.
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plan b: Kleine Miete - tolle Wohnung DOKU-REIHE Günstig wohnen in der City, D 2017
Teure Mieten in der Innenstadt und zu knapper Wohnraum - das ist Alltag in Deutschland. Doch muss das sein? Die Dokumentationsreihe "plan b" zeigt, wie das Wohnen wieder erschwinglich wird. Bezahlbare Wohnungen für alle - sogar nagelneue Apartments in beliebten Großstädten. Mieter schließen sich zusammen und kaufen selbst ihre Häuser, Kommunen bauen günstige Stelzenhäuser über ihre öffentlichen Parkplätze. Städte nutzen ihr Vorkaufsrecht, um Immobilienspekulanten auszubremsen. Und manchmal gibt es ganz neue Konzepte, wie in der Schweiz. Zürich ist eine der teuersten Städte Europas, Neubauwohnungen in der City sind für Normalverdiener eigentlich unerschwinglich. Der Quadratmeterpreis liegt hier zwischen 40 und 60 Euro. Jens Schmidt und Mira Habermann haben es dennoch geschafft, für sich und ihren kleinen Sohn eine bezahlbare Wohnung zu finden. Zürichs "Bodenpolitik" hat dabei geholfen. Die Stadt stellte ein ehemaliges Industriegelände zur Verfügung, mit der Vorgabe, dort günstigen Wohnraum zu schaffen. So entstand das "Hunziker Areal", ein Quartier, das viel mehr ist als einfach nur Wohngebiet. Den Mietern stehen Gemeinschaftsräume zur Verfügung, eine Werkstatt und sogar eine Sauna. Die Wohnungen sind dafür etwas kleiner als üblich, die Häuser ein wenig höher gebaut. Dies alles sparte Kosten. 15 Euro kalt zahlen die Mieter pro Quadratmeter, für Schweizer Verhältnisse - unglaublich. Und auch München sucht nach Alternativen. In kaum einer anderen deutschen Stadt sind Mieten so hoch wie hier. Dennoch ist es Dacian Moisoiu gelungen, in der bayerischen Hauptstadt eine kleine Neubauwohnung zu finden. Moisoiu arbeitet als Hausmeister bei BMW und hat lange gesucht, bis ihm das Wohnungsamt ein Angebot machte: wohnen in einem Stelzenhaus, 22 Quadratmeter für 320 Euro warm - für München ein Schnäppchen. Der Parkplatz unter dem Haus konnte erhalten werden, auf teure Erdarbeiten für Keller und Tiefgarage wurde verzichtet und oben günstig gebaut: Das Haus ist eine Holzkonstruktion, die in kürzester Zeit zusammengesetzt wurde, es gibt eine platzsparende Heizung, einfache Fußbodenbeläge und vormontierte Badezimmer. Das Ergebnis: Das Wohnen in Sichtweite des Münchner Olympiastadions ist auch für Menschen mit niedrigem Einkommen erschwinglich. Inzwischen schließen sich in vielen Städten Mieter zusammen und kaufen ihre Häuser selbst. Zum Beispiel in Berlin. Simon Fronemann lebte günstig in einem Mietshaus. Als das saniert und verkauft werden sollte, fürchteten die Mieter das Schlimmste. Würden ihre günstigen Mietwohnungen in teure Eigentumswohnungen umgewandelt? Kurzerhand machte die Hausgemeinschaft dem Besitzer ein Angebot und erwarb das Haus mit Hilfe von Unterstützern selbst. Wie Mieter zu Eigentümern wurden, das zeigt "plan b". Der Film begleitet auch Florian Schmidt, Bezirksbürgermeister von Berlin Friedrichshain-Kreuzberg. Er hat ein engagiertes Ziel: Er will für die Stadt Häuser kaufen und Investoren verdrängen, zur Not auch mit Steuergeld. Mit Hilfe des Vorkaufsrechts signalisiert er findigen Projektentwicklern: "Versucht gar nicht erst, Eigentumswohnungen zu schaffen, wo jetzt Mieter leben. Dann schlagen wir zu, dann kaufen wir", bekräftigt er. "plan b" ist eine neue Dokumentationsreihe, die ab dem 7. Oktober samstags um 17:35 Uhr im ZDF zu sehen ist. Die Filme wollen mögliche Lösungen oder alternative Wege für gesellschaftliche Probleme aufzeigen. "plan b" will kritisch aufklären und konstruktiv erzählen. Geschichten des Gelingens sollen deutlich machen, wie Veränderungen eingeleitet werden und was die Politik leisten kann, wie Engagement wirkt und was Menschen erreichen können, wenn sie gemeinschaftlich handeln. Die Sendereihe betrachtet bei jeder möglichen Lösung auch die "Risiken und Nebenwirkungen" und stellt dabei die Frage, ob die Alternativen, die an einem Ort erprobt sind, auch anderswo funktionieren können.
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Wutsache: Mindestlohn REPORTAGE, D 2020
Da geht man täglich zur Arbeit, aber am Monatsende bleibt vom Lohn kaum was übrig. Und schon rutscht man in die Miesen. Immer mehr Menschen fühlen sich trotz Vollzeitjob von Armut bedroht. Der Mindestlohn sollte Abhilfe schaffen. Er sei der wichtigste Baustein im Kampf gegen Armut: 9,35 Euro beträgt er seit Januar 2020. Gerade in Großstädten reicht dieses Gehalt gerade so, ein existenzsicherndes Niveau zu erreichen. Und oft genug wird er unterlaufen. Die Sondereinheit "Finanzkontrolle Schwarzarbeit" des Zolls überwacht die Einhaltung des Mindestlohns. Auf dem Autobahnparkplatz nahe Gelsenkirchen findet eine Kontrolle statt. 20 Zollbeamte winken vor allem die flinken Lieferwagen der Paketzusteller raus. Sie überprüfen die Papiere und wollen wissen, wie viele Stunden der Mann hinterm Steuer arbeitet und wie hoch sein Verdienst ist. Manche Zusteller arbeiten länger, als sie bezahlt werden, um alle Pakete zuzustellen. Das wäre dann ein Verstoß gegen den Mindestlohn. Seit 2015 gibt es in Deutschland den gesetzlichen Mindestlohn. Die Zahl der Verstöße, die der Zoll feststellt, steigt. 2018 wurde in 2744 Fällen der Mindestlohn unterlaufen. Rund vier Millionen Menschen arbeiten in Deutschland für den Mindestlohn. Es gibt vielfältige Tricks der Arbeitgeber, den Mindestlohn zu umgehen. So werden Friseurinnen oft nur in Teilzeit beschäftigt, tatsächlich arbeiten sie aber mehr als die vereinbarten 20 Stunden. Die Überstunden werden aber nicht bezahlt. Ähnlich verhält es sich bei Gebäudereinigern: Manche bekommen so viele Hausflure zugeteilt, dass das Pensum nicht in der normalen Arbeitszeit zu schaffen ist. Der 49-jährige Ömer in Berlin arbeitet regelmäßig seine Mittagspause durch, weil er sonst die vielen Häuser nicht richtig sauber machen kann. Bezahlt wird die Mehrarbeit nicht. Aber selbst wenn der Mindestlohn korrekt bezahlt wird, wie lebt man damit? Ömer muss in Berlin gut die Hälfte seines Verdienstes für die Miete aufwenden. "Miete zahlen und satt werden, mehr ist nicht drin", sagt Ömer. Es schmerzt ihn, dass er nicht genug verdient. Gern würde er seinen Sohn besser unterstützen. Susanne aus Bochum reinigt in einer Klinik die Krankenbetten. Sie hat ihr ganzes Leben gearbeitet und nie viel Lohn erhalten. In 18 Jahren geht sie in Rente. Mit dem Mindestlohn hat sie sich einen Rentenanspruch von rund 720 Euro erarbeitet. Mit der neuen Grundrente werden es vielleicht mal 950 Euro sein. Zum Leben wird das aber wohl auch nicht reichen. Sie stellt sich jetzt schon darauf ein, auch als Rentnerin noch weiterzuarbeiten. "Wutsache: Mindestlohn" ist Teil einer dreiteiligen Reihe der "ZDF.reportage". Ziel ist es, Themen, die die Bürger im Alltag als Ungerechtigkeit empfinden, darzustellen.
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Wutsache: Abstiegsangst GESELLSCHAFT UND SOZIALES, D 2020
Millionen Deutsche arbeiten hart - und kommen doch nur schwer über die Runden. Selbst eine gute Ausbildung ist heute kein Garant mehr für ein Leben in gesichertem Wohlstand. Die Wachstumsraten in der deutschen Wirtschaft sind weiterhin hoch, dennoch schrumpft die Zahl derer, die zur klassischen Mittelschicht gehören, seit Jahren. Die Angst vor sozialem Abstieg und Altersarmut befällt immer mehr Menschen in der Mitte der Gesellschaft. Das Ehepaar Funk aus Berlin dachte früher, es könnte mit seinem Einkommen in Berlin gut leben. Heute sind Björn und seine Frau Julia ernüchtert und frustriert. Er arbeitet freiberuflich als Tontechniker. Sie ist als Logopädin fest angestellt. Mit ihrem Nettoeinkommen von rund 3200 Euro zählt das Paar zur Mittelschicht, aber das Geld reicht kaum, um die laufenden Kosten zu decken und die vierköpfige Familie finanziell über Wasser zu halten. An Sparen oder Altersvorsorge ist nicht zu denken. Auch eine größere Wohnung ist in Berlin unbezahlbar. Die wäre aber dringend notwendig. Die Familie lebt beengt in einer Dreizimmerwohnung: Die beiden Kinder Konrad und Lioba müssen sich ein Zimmer teilen. An das Versprechen "Wohlstand für alle" glaubt Familie Funk nicht mehr. Auch Olaf und Maren Könemann haben ein Leben lang gearbeitet. Mit ihrem gemeinsamen Nettoeinkommen von rund 3400 Euro monatlich kommen sie zwar noch über die Runden, aber der Blick auf die Rentenbescheide löst Frust aus. Wenn das Ehepaar in gut 14 Jahren in Rente geht, dann muss es von rund 1900 Euro leben. Diese Summe wird nicht reichen, um die monatlichen Ausgaben zu decken. Maren war zehn Jahre selbstständig tätig und hat in dieser Zeit nicht in die Rentenkasse eingezahlt. Die Altersarmut - auch durch die niedrigen Erwerbsjahre der Ehefrau - scheint vorprogrammiert. Und so geht es vielen in der Mittelschicht: Im Alter wird die gesicherte Existenz zur Illusion. Viele Menschen in Deutschland sehen ihren Lebensentwurf in akuter Gefahr. Das Abstiegsgespenst geht um in der deutschen Mittelschicht.
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Wutsache: Miete GESELLSCHAFT UND POLITIK, D 2020
In deutschen Städten explodieren die Mieten. Für viele Menschen wird das zum Problem. Denn sie haben keine Wahl. Die Konkurrenz um bezahlbaren Wohnraum ist groß. Kein Wunder, dass die Wut steigt. Die "ZDF.reportage" begleitet Menschen in Berlin, Frankfurt und München. Mieter, die ihre Wohnung verlassen müssen. Familien, die umziehen müssen, aber keine Unterkunft finden. Menschen, die sich von der Politik alleingelassen fühlen und wütend sind. In zehn Jahren haben sich in Berlin die Mieten im Schnitt verdoppelt. Auch ehemals günstige Bezirke sind unter Druck geraten. In Kreuzberg wehren sich die Mieter eines Hochhauses gegen die "Deutsche Wohnen". Sanierungen sind geplant - und anschließende Mieterhöhungen. Doch die kräftigen Aufschläge kann sich nicht jeder leisten - viele Menschen haben ein geringes Einkommen. Sie müssten dann ausziehen - aber wo sollen sie hin? Extrem ist die Lage schon lange in München. Die "ZDF.reportage" begleitet hier gleich mehrere Mieter bei ihrer verzweifelten Suche nach bezahlbarem Wohnraum: Die junge Polizistin Ina wurde aus Frankfurt in die bayerische Landeshauptstadt versetzt. Sie arbeitet in der Innenstadt - doch eine Wohnung dort scheint unbezahlbar. Was ist los, wenn Menschen, die die Städte am Laufen halten, ihre Mieten nicht zahlen können? Catharina ist alleinerziehende Mutter mit Baby. Dringend bräuchten die beiden eine größere Wohnung - bisher müssen sie mit einem Zimmer auskommen. Alles ist furchtbar eng, und wenn die Tochter abends schläft, dann bleibt für Catharina nur das Bad. Dort hockt sie auf der Toilette und sucht im Netz nach einer neuen Wohnung. Bisher vergeblich. Familie V. hat es besonders schwer getroffen. Die Eltern leben mit ihrem Sohn in einer Notunterkunft für Obdachlose. Ihnen wurde wegen Eigenbedarfs gekündigt - und als sie nichts Bezahlbares fanden, wurde die Wohnung geräumt. Ein Jahr haben sie nun Zeit, etwas Neues zu suchen - dann müssen sie auch hier wieder raus. In Frankfurt müssen der Rentner Ulrich M. und seine Frau nach Jahrzehnten ihre Wohnung mit Garten räumen. Der Grund auch hier: Eigenbedarf der Vermieter. Dabei ist dem Ehepaar klar, dass sie in ihrem Kiez vermutlich nicht bleiben können. Die Mieten sind einfach zu hoch - sie müssen wohl raus aus Frankfurt.
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Armes reiches München - Die dunkle Seite der Bayernmetropole REPORTAGE, D 2018
FC Bayern, Schickeria und Maximilianstraße: Keine andere deutsche Stadt verkörpert Erfolg und Wohlstand so wie München. Bayerns Metropole boomt und wird doch immer mehr zum Schauplatz extremer Gegensätze. Denn viele Münchner können sich das Leben in der teuren Stadt nicht mehr leisten. Besonders hart trifft es Rentner, Alleinerziehende und Migranten. Die Reportage begleitet in Deutschlands Boomtown diejenigen, die es hier am schwersten haben: die Seniorin Eveline Scheffel, die trotz lebenslanger Arbeit nur eine Mini-Rente bezieht; eine Bäckerin, die nach einer gescheiterten Beziehung auf der Straße lebte und von Sozialarbeitern gerettet wurde; der Spanier Antonio Cobo, der zwar als Tellerwäscher eine feste Arbeit hat, mit seiner Familie jedoch seit Jahren auf einem Campingplatz lebt, weil er keine bezahlbare Wohnung findet. Doch es gibt auch wohlhabende Münchner, denen solche Schicksale nicht egal sind - wie Ex-Fußballstar Paul Breitner, der Bedürftige zusammen mit seiner Frau regelmäßig mit Lebensmitteln versorgt. Eine Reportage über Menschen in München, die auf der Schattenseite des Lebens stehen, und über jene, die dafür kämpfen, dass sich das ändert.
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Ohne geht's nicht REPORTAGE Europäische Arbeitnehmer in Deutschland, D 2019
Europa wählt am 26. Mai. Und unser Wohlstand hat viel mit Europa zu tun. Die deutsche Volkswirtschaft ist auf Arbeitnehmer aus der EU und anderen Ländern der Welt angewiesen. Das Schnitzel auf unserem Teller stammt von einem Schwein, das vermutlich ein "Ausländer" geschlachtet hat. Die Fleischverarbeitungsbranche hat, laut der Bundesagentur für Arbeit, mit etwa 40 Prozent den höchsten Ausländeranteil an Arbeitskräften in Deutschland. Daniela Reim kümmert sich in Niedersachsen um die Wanderarbeiter, die in der Fleischindustrie und in vielen anderen Branchen vorübergehend eingesetzt werden. Mit einem Transporter fährt sie übers flache norddeutsche Land und setzt sich für diese Menschen ein, erklärt ihnen ihre Rechte und hört ihre Probleme: "Ich kenne Fleischereien und Schlachthöfe, in denen 90 Prozent Ausländer, vor allem Osteuropäer, arbeiten." Meist für den Mindestlohn von 9,19 Euro die Stunde. Friedrich Heimerer hat im Kosovo eine private Fachhochschule gegründet, die Pflegepersonal für den deutschen Arbeitsmarkt ausbildet. "Uns laufen die Klinik- und Pflegeheimbetreiber aus Deutschland seit zwei Jahren die Tür ein", sagt Heimerer. Der Pflegenotstand in Deutschland hat in Ländern wie dem Kosovo zu einem Ausbildungsboom geführt. 1500 Kosovaren studieren an Heimerers Schule - wohl die Hälfte davon geht dann als Pflegekraft nach Deutschland. Thomas Süß hat eine Baufirma in Leipzig. Er ist gelernter Ofensetzer und Fliesenleger. Fachkräfte zu finden, sei eine Qual heutzutage. Er muss Subunternehmer aus Polen und Portugal beschäftigen, denn die Branche boomt. Eva Fenu ist Frühstückshostess im Fünf-Sterne-Plus-Grand-Hotel in Frankfurt am Main. Mit 18 Jahren kam sie nach Deutschland, inzwischen fühlt sich die 40-Jährige hier heimischer als in ihrem Geburtsland Tschechien. Ihr Boss heißt Spiridon Sarantopoulos. Der Sohn griechischer Gastarbeiter leitet den "Frankfurter Hof". "Unsere etwa 300 Mitarbeiter kommen aus 42 Nationen", sagt der geborene Münchner. Und: "Dienstleistung liegt den Deutschen nicht so sehr im Blut wie Ingenieurskunst." Da sei die Herzlichkeit der Südeuropäer gefragt. Vier Beispiele aus vier den am stärksten betroffenen Branchen, die zeigen: Ohne ausländische Arbeitnehmer geht's nicht!
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Erst frei, dann pleite WIRTSCHAFT UND KONSUM Selbstständige in Not, D 2018
Ob Schneiderin, Lottoladen-Besitzerin oder Kleinbauer: Viele Selbstständige machen zu wenig Gewinn, um sich etwas zurücklegen zu können. Erst frei, dann pleite - leider keine Ausnahme. Die Kleinunternehmer arbeiten oft unter Mindestlohn und müssen dennoch hohe Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge zahlen. Sie fallen durch das soziale Netz. Dass dies in äußerst prekäre Lebenslagen führt, erkennen viele Selbstständige zu spät. Laut einer DIW-Studie zahlt nur etwa die Hälfte aller Kleinunternehmer in die Rentenversicherung ein. Da die Beiträge für sie freiwillig sind, sparen sie sich diese Kosten oft und hoffen, später genug Gewinn fürs Alter zu machen. Doch das klappt nicht immer. Dabei wurde der Alleingang in die Selbstständigkeit lange Zeit von der Politik beworben und staatlich gefördert: Über 100 000 "Ich-AGs" entstanden in den Nullerjahren. Viele von ihnen wirtschaften am Existenzminimum. "Ich trinke nur Leitungswasser. Kleidung - nichts über zehn Euro. Das Auto rostet vor sich hin." Petra K. hat sich vor Jahren mit einer Nähstube selbstständig gemacht. Ihre Auftragsbücher sind voll, trotzdem reicht es am Monatsende oft nicht. So kommt es, dass manchmal mehr als drei Viertel ihrer Einnahmen allein an die Krankenversicherung gehen. Für Rentenbeiträge - keine Chance. "Dass mir einmal so wenig bleiben würde, das habe ich nie für möglich gehalten, nein." So bilanziert Wera H. ihr Berufsleben als selbstständige Lottoladen-Inhaberin. Sie lebt mit 700 Euro Rente aktuell etwa 300 Euro unter der Armutsgrenze. Ihr Antrag auf Grundsicherung wurde abgelehnt, weil sie ein Haus bewohnt, für das die Raten noch nicht abbezahlt sind. Besonders drastisch sind die Notlagen von Selbstständigen bei denen, die ihre Krankenversicherungsbeiträge nicht mehr stemmen können. Eine halbe Million Menschen sind bei ihrer Krankenkasse verschuldet und bekommen, bis auf lebensrettende Maßnahmen, keine Leistungen mehr. "Besonders erschüttert hat mich, dass 80 Prozent dieser Fälle aus der deutschen Mittelschicht kommen", sagt Dr. Uwe Denker, ein Arzt, der als Pensionär Menschen kostenlos behandelt. Er sieht die Entwicklung erst an ihrem Beginn: "Wir werden noch eine Flutwelle an Armut erleben." Mit Blick auf die Politik sagt er: "Was wir brauchen, ist ein Rettungsschirm für in Not geratene Selbstständige." Der Film erzählt von Selbstständigen, die ihr Rentenalter schon erreicht haben, und jenen, die noch auf dem Weg dahin sind. Die Realität der Älteren ist die Perspektive der Jüngeren. Sie lautet leider zu oft: Armut.
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Die Jahrmarkt-Profis REPORTAGE Zwischen Zuckerwatte und Riesenrad, D 2019
Noch blinken die Lichter hell auf Deutschlands Volksfesten. Doch der Zauber ist in Gefahr. Hohe Transportkosten, Sicherheitsauflagen, Personalmangel - viele Schausteller haben Sorgen. Besucherrekorde, Spaß und Attraktionen auf Deutschlands größten Jahrmärkten, der Münchner Wiesn und dem Cannstatter Wasen. Heile Schaustellerwelt. Doch Jahrmarkt-Profis fragen sich immer häufiger: Lohnt sich der Aufwand noch? Auch Thomas Meyer, Betreiber einer Wildwasserbahn und Schausteller in sechster Generation, muss ständig kämpfen. 2019 hat er einen Stellplatz auf dem Münchner Oktoberfest ergattert. Hier, auf dem größten Volksfest der Welt, wollen alle Schausteller ihr Geschäft aufbauen. Ein Garant für sicheren Profit ist ein Stellplatz aber noch nicht. Nichts brauchen die Schausteller so dringend wie gutes Wetter. Aber auch mit Sonnenschein-Garantie ist das Jahrmarkt-Geschäft nicht krisensicher. Meyers Wildwasserbahn gehört zu den größten Fahrgeschäften, und Meyer rechnet mit Vorleistungen für Transport und Aufbau in Höhe von fast 200 000 Euro - gigantische Kosten, bevor er den ersten Euro Gewinn macht. Christian Preuss, der mit Kompagnon Thomas Gründler rund 10- bis 15-mal im Jahr das Karussell Circus-Circus von Kirmes zu Kirmes bewegt, weiß: "Bevor man den ersten Euro verdient hat, muss man schon mal so zwischen 15 000 und 20 000 Euro in Vorleistung treten." Dabei gehört Preuss' Karussell eher zu den kleineren Fahrgeschäften, und die Karussell-Betreiber trotzen dank eines festen Aufbauteams von vier polnischen Arbeitern erfolgreich der größten Gefahr aller Schaustellerbetriebe: dem fehlenden Personal. Viele Jahre arbeitete die Branche mit Arbeitskräften aus Rumänien und anderen osteuropäischen Ländern. Doch die wirtschaftliche Lage in Rumänien hat sich deutlich verbessert, und viele frühere Aufbauhelfer arbeiten heute lieber wieder daheim oder werden vom Baugewerbe und der Gastronomie abgeworben. Der Aufbau der Fahrbetriebe, meist unter Zeitdruck, wird immer mehr zur logistischen Herausforderung. Geno Distel, Thomas Meyers Platznachbar auf der Münchner Wiesn, träumt von den Zeiten, als er noch mit festem Personal über die Jahrmärkte zog. Der Schausteller, der schon mit 18 einen eigenen Autoscooter betrieb und heute mit einem kleinen Amüsiergeschäft herumreist, erinnert sich an früher. Damals waren seine Mitarbeiter "so fünf, sechs oder sieben Jahre immer dabei und wussten blind jeden Handgriff". Doch Arbeitskräfte aus Deutschland findet der Schausteller schon lange nicht mehr: "Das ist harte körperliche Arbeit, die will heute doch keiner mehr machen!" Hart gearbeitet wird auch im Göckelesmaier-Festzelt auf dem Cannstatter Wasen. Bier und halbe Hähnchen schleppen, Teller abräumen, den Überblick im Feier-Chaos behalten. 90 Kellnerinnen und Kellner schuften für 17 Tage auf dem Wasen, Oberkellnerin Arijana ist eine von ihnen. Mit Mann, Geschwistern und Freunden reist sie seit drei Jahren aus Kroatien an, um in der Volksfest-Saison viel Geld zu verdienen. Für ein teures Auto wird es nicht reichen, aber Arijana weiß: "Es sind lange und harte Arbeitstage, dennoch könnte ich daheim so viel in 2,5 Monaten nicht verdienen." Und sobald die erste Maß Bier "O'zapft is" und es auf den Fahrgeschäften heißt "Los geht's - ab in die nächste Runde!", scheint die Welt auf den Jahrmärkten doch noch in Ordnung zu sein. Dass kein Besucher ihre Probleme sieht, dafür sorgen die Jahrmarkt-Profis, die immer weitermachen. Solange es noch geht.
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Leschs Kosmos WISSENSCHAFT Feinstaub & Co: Die Wahrheit über das Risiko, D 2018
Dicke Luft über Deutschland. Laut Berichten soll sie die Ursache von über 35 000 Todesfällen jährlich sein. Harald Lesch zeigt, wie groß die reale Gefahr durch Luftschadstoffe ist. Die Werte von Stickstoffdioxid sind in weit über 60 Städten in Deutschland zu hoch. Verantwortlich dafür sind vor allem Dieselfahrzeuge. Es drohen Fahrverbote - werden sie die erhoffte Wirkung bringen? Panikmache oder echte Bedrohung - die Wahrheit über das Risiko. Die Diskussion um Abgas-Skandal und Diesel-Affäre lenkt die Aufmerksamkeit vor allem auf Risiken durch Stickstoffdioxid. Doch es gibt noch weitere gesundheitsgefährdende Stoffe in der Luft - beispielsweise Feinstaub. Vieles deutet sogar darauf hin, dass er das viel gravierendere Problem ist: Neuesten Studien zufolge ist Stickstoffdioxid die Ursache von über 6000 vorzeitigen Todesfällen im Jahr, durch Feinstaub sollen es sogar fünfmal mehr sein. Eine entscheidende Feinstaubquelle sind auch Benzinmotoren. Wird womöglich "die falsche Sau durchs Dorf" getrieben? Für die Risikoforschung ist erschwerend, dass die Konzentration von Feinstaub - besonders die kleinsten Partikel, der Ultrafeinstaub - in der Luft noch immer sehr schwer zu ermitteln ist. Doch gerade diese Teilchen stehen im Verdacht, besonders schädlich für unseren Körper zu sein. Sie können sich in Blutgefäßen, im Herzen oder sogar im Gehirn ablagern und im schlimmsten Fall zu Infarkten führen. Wird es bald ein neues Messverfahren geben, das auch die Konzentration von Ultrafeinstaub in der Luft präzise ermitteln kann? Bisher stehen vor allem die Städte im Ruf, ihre Bewohner mit besonders schädlicher Luft zu belasten. Wer "gute Luft" atmen möchte, fährt aufs Land. Allerdings gibt es Berechnungen, die zeigen, dass die Landwirtschaft ein besonders großer Feinstaubverursacher ist. Ein Problem der Risikoabschätzung und des Gesundheitsschutzes besteht darin, dass die Luft ein riesiger "Chemiebaukasten" ist: Durch Reaktionen von Stoffen entstehen neue - oft giftige - Verbindungen. Heute versuchen Wissenschaftler, mit dem Satelliten-Programm Sentinel-5P mehr über die "Reisewege" gefährlicher Schadstoffe zu erfahren. Wo wirken sie am stärksten, was für eine Reichweite haben sie? Und vor allem: Was kann man gegen sie tun? Harald Lesch stellt Schlagzeilen zu Risiken von Luftverschmutzung auf den Prüfstand und klärt, was Forscher tatsächlich belegen können.
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Müll in der Megacity DOKUMENTATION Die Geheimnisse von Mumbai, D 2016
Mumbai - Finanzzentrum und reichste Stadt Indiens. Gleichzeitig ist hier auch der größte Slum Asiens. Millionen Menschen leben auf und von Müll. Alles wird recycelt. Der Film geht auf Spurensuche und zeigt, wie der Kampf gegen Faulschlamm und übel riechenden Unrat die Gestalt der Städte formte. Es wird die bislang unbekannte Geschichte der urbanen Zivilisation erzählt. Der Müll stellte die Menschen vor große Probleme: Gestank und Krankheiten waren überall. Ein Umdenken und neue Technologien halfen schließlich, den Müll effektiv zu beseitigen. Und auch heute noch wird nach immer besseren Lösungen gesucht.
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Müll in der Megacity DOKUMENTATION Die Geschichte New Yorks, D 2014
Unter den Metropolen der Welt liegt ein dunkles Geheimnis: Müll. Abfall und Abwässer sind Ursachen dafür, dass aus unbedeutenden Siedlungen und Außenposten Megacitys der Moderne entstanden. Der Film "Müll in der Megacity" geht auf Spurensuche und zeigt, wie der Kampf gegen Faulschlamm und übel riechenden Unrat die Gestalt der Städte formte. Es wird die bislang unbekannte Geschichte der urbanen Zivilisation erzählt.
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Metropolen in Gefahr NATUR UND UMWELT Tokio gegen das Mega-Beben, D 2019
Der Klimawandel bringt Metropolen in Gefahr. Die japanische Hauptstadt Tokio hat nicht nur mit dem steigenden Meeresspiegel zu kämpfen. Tokio liegt außerdem im Erdbebengebiet. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent wird in den nächsten 30 Jahren ein Mega-Erdbeben erwartet. Fieberhaft suchen Forscher nach Möglichkeiten, ihre Stadt gegen die Folgen des Klimawandels und gegen die Vernichtung durch Erdbeben zu schützen. Die dreiteilige Dokumentationsreihe beschäftigt sich mit der außergewöhnlichen geografischen Lage der Küstenstädte New York, Tokio und Venedig. Ihre Bebauung war schon immer eine technische und städteplanerische Herausforderung - doch heute werden sie zudem durch die Folgen des Klimawandels mehr bedroht als andere Metropolen der Welt. Wissenschaftler und Architekten geben Einblick in erstaunliche Projekte, die diese Städte doch noch retten sollen.
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Metropolen in Gefahr NATUR UND UMWELT New York gegen die Fluten, D 2019
New York - Amerikas Metropole ist bedroht. Aufgrund der globalen Erwärmung und wegen Kardinalfehlern im Bebauungsplan steigt das Risiko von katastrophalen Überschwemmungen. Der steigende Meeresspiegel und immer mehr Versiegelung von Flächen stellt für mehr als 400 000 New Yorker eine echte Bedrohung dar. Der Metropole drohen Naturkatastrophen wie Hurrikans und Flutwellen. Wissenschaftler und Ingenieure arbeiten fieberhaft an neuen Technologien, um die Stadt zu retten. Die dreiteilige Dokumentationsreihe beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Klimawandels und ausufernder Bebauung auf die Küstenstädte New York, Tokio und Venedig. Wissenschaftler und Architekten geben darüber hinaus Einblick in erstaunliche Projekte, um diese Städte doch noch retten zu können.
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Metropolen in Gefahr NATUR UND UMWELT Venedig gegen die Gezeiten, D 2019
Venedig gilt als Traumziel vieler Urlauber. Doch der Massentourismus hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Stadt und ihre Bewohner. Umweltverschmutzung, Verkehrsstaus und Lärmbelästigung bereiten den Bewohnern von Venedig große Probleme. Viele entscheiden sich, aus der Stadt wegzuziehen. Doch es gibt noch weit mehr Gefahren, die "La Serenissima" und ihre Bewohner bedrohen. Kann Venedig gerettet werden? Die dreiteilige Dokumentationsreihe beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die küstennahen Metropolen New York, Tokio und Venedig. Wissenschaftler und Architekten geben darüber hinaus Einblick in erstaunliche Projekte, um diese Städte doch noch vor dem Untergang bewahren zu können.
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Geheimes Rom - Der Petersdom STADTBILD, F 2019
Im Herzen Roms befindet sich ein Gebäude, das wie kein zweites die Geschichte, die Exzesse und die Macht der katholischen Kirche verkörpert: der Petersdom. Wie kann es sein, dass die Errichtung eines Gotteshauses zur Reformation und Spaltung der Kirche führt? Dieses und andere Geheimnisse liegen in der Geschichte des Kulturerbes verborgen, das Renaissance-Künstler wie Michelangelo zu seinen Baumeistern zählt. London, Paris, Rom - drei Städte, drei Geschichten und eine Gemeinsamkeit: Jede dieser Metropolen birgt Megabauten, deren Geheimnisse zum Teil bis heute im Verborgenen liegen. Strategische Bunkeranlagen, das weltweit erste U-Bahn-Netz, eine lebensrettende Kanalisation und zwei der ikonischsten Kirchen der Welt: Diese Bauten sind wahre Meisterleistungen ihrer Zeit, die London, Paris und Rom bis heute prägen.
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Der Louvre - Das Weltwunder von Paris DOKUMENTATION, F 2019
Der Louvre im Herzen von Paris: berühmtestes Museum der Welt und eines der größten. Die 800-jährige Geschichte des Palastes ist geprägt von wechselvollen Zeiten und politischen Umbrüchen. Ob Mona Lisa oder die Venus von Milo - der ehemalige Königspalast beherbergt Schätze aus aller Welt. Bedeutende Kunst in uralten Mauern, die voller Geschichte stecken. Allein logistisch ist die Präsentation der kostbaren Kunstwerke eine große Herausforderung. Ob Heinrich IV., Ludwig XIV. oder Napoleon - jahrhundertelang machen französische Herrscher den Louvre, der einst eine Festung war, zu ihrem Prestigeprojekt. Immer größer und glanzvoller, aber immer zeitgemäß: Die avantgardistische Glaspyramide des Architekten I. M. Pei kommt 1989 hinzu. Zunächst stark umstritten, ist das Bauwerk im Hof des Museums längst zum Wahrzeichen des Louvre geworden. Genial und kompliziert ist die Konstruktion - damit reiht sie sich ein in die spannende Geschichte des meist besuchten Museums der Welt.
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Genial konstruiert TECHNIK Alpine Technik, GB 2018
Berge erklimmen, die höchsten Gipfel stürmen - früher gelang das nur Abenteurern. Doch heute schaffen es Millionen bis ganz nach oben - dank technischer Fortschritte auf vielen Gebieten. Die Dokumentationsreihe "Genial konstruiert" zeigt Meilensteine der Technik-Geschichte. Experten und Wissenschaftler erklären, welche Entdeckungen und Innovationen halfen, alte Menschheitsträume zu erfüllen, und wo unsere künftigen Horizonte liegen. Hohe Berge erklimmen - das ist längst nicht mehr die Herausforderung, die sie früher einmal war. Ausrüstung, Kleidung und technische Hilfsmittel wie die Seilbahn haben das Hochgebirge dem Menschen nähergebracht. Doch die Natur verändert sich unter dem Einfluss des Menschen drastisch. Der Klimawandel zeigt schon jetzt dramatische Auswirkungen - auf das Bergsteigen und das Leben im alpinen Raum: Gletscher werden kleiner, Steinschläge häufiger, ganze Felswände stürzen ab. Das alles birgt neue und schwer zu berechnende Gefahren. Geomorphologen haben im Massiv des Montblanc ein Sensornetz installiert, um die Temperatur der Gletscher zu überwachen. Felsabstürze vorhersagen können sie dennoch nicht. Ludovic Seifert ist Verhaltensforscher und Bergführer. Er möchte am eigenen Leib erfahren, was seine Vorgänger leisteten. Von den Hochalpen bis zum Himalaja begibt er sich auf die Spuren der Männer, die der eisigen Kälte und der dünnen Luft trotzten, um unerforschte Gipfel zu erklimmen - und schließlich den Mount Everest.
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Genial konstruiert TECHNIK Superbrücken, GB 2018
Brücken verbinden Orte und Menschen - und oftmals sind sie wahre Meisterwerke der Architektur oder gehen an die Grenze des technisch Machbaren. ZDFinfo erzählt die Geschichte des Brückenbaus. Die Dokumentationsreihe "Genial konstruiert" zeigt Meilensteine der Ingenieurskunst. Experten und Wissenschaftler erklären bahnbrechende Erfindungen im Bereich der Architektur und Technik. Für Brückenbaumeister ist kein Fluss zu breit und kein Abgrund zu tief. Brücken gehören zu den wichtigsten Erfindungen der Menschheit. Ob prachtvoll, imposant oder schlicht - sie erfüllen eine Reihe von Funktionen. Menschen entwickelten sie, um Hindernisse sicher zu überwinden, Strecken schneller bewältigen zu können oder neue Transportwege zu erschließen. Ihre Konstruktion vereint Kunst und Technik - und fordert eine genaue Kenntnis physikalischer Gesetze. Wer sie missachtet, muss mit dem Schlimmsten rechnen - wie historische Katastrophen belegen. Insofern spiegelt die Geschichte des Brückenbaus auch den wissenschaftlichen Fortschritt wider. Ob aus Holz, Stein oder Stahl, es gibt viele Möglichkeiten, reißende Flüsse, tiefe Schluchten oder ganze Meerengen zu überbrücken. Jede Brücke hat ihre Geschichte - in Entstehung, Design und Technik gleicht keine der anderen. Die Physikerin Léa Bello nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise zu den ältesten, schönsten und eindrucksvollsten Brücken der Welt.
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Hightech Revolution - Sternstunden der Technik TECHNIK Teleskop, GB 2019
Teleskope liefern faszinierende Bilder von fernen Welten. Der Blick ins All hat unsere Vorstellung vom Universum und von unserem Platz darin grundlegend verändert. Am Anfang stand ein einfaches Fernrohr mit zwei Linsen. Gelehrte wie Galileo Galilei erforschten damit den Nachthimmel so genau wie nie zuvor und brachten ein Weltbild zu Fall. Moderne Teleskope blicken immer tiefer ins All - und damit in die Vergangenheit.
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Hightech Revolution - Sternstunden der Technik TECHNIK Raketen, GB 2019
Bis die ersten Raketen den Orbit erreichten, brauchte es große Ingenieurskunst und viele Fehlversuche. Welche entscheidenden Entdeckungen ebneten den Weg ins All? Zunächst sollten Raketen keine Menschen oder Satelliten transportieren, sondern Sprengköpfe. Doch die zivile Nutzung der Raketentechnik wurde immer wichtiger. Sie ermöglichte die Verwirklichung eines Menschheitstraums: der Mondlandung. Und die Menschheit träumt weiter.
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Der Eiffelturm - Revolution in Stahl DOKUMENTATION, F 2019
Der Eiffelturm ist das Symbol par excellence für Paris und für Frankreich. Doch hinter der berühmten Pariser Eisendame verbirgt sich die Geschichte eines langen Kampfes. Der zu seiner Bauzeit höchste Turm der Welt verkörperte im Rahmen der Pariser Weltausstellung 1889 das Ideal von Moderne und Technologie. Das Monument war jedoch damals höchst umstritten und bekam nur wegen eines manipulierten Bauwettbewerbs den Zuschlag. Heutzutage kann man sich Paris nicht ohne den Eiffelturm vorstellen. Aber 1889 kämpfte Gustave Eiffel jahrelang gegen massive öffentliche Kritik, rang mit der Insolvenz und riskierte sogar Freiheitsstrafen, um seine technologische Zukunftsvision zu verwirklichen. Sein Turm ist am Ende tatsächlich eine Revolution der Baukonstruktion. Eine detaillierte Dokumentation über die Geschichte einer Ikone: den Eiffelturm.
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Wolkenkratzer - Die spektakulärsten Hochhäuser der Welt ARCHITEKTUR One World Trade Center, GB 2017
Panzerglas, 60 Meter tiefe Fundamente und bombensicherer Beton: Das One World Trade Center gilt als das sicherste Gebäude der Welt. 541 Meter ragt es in die New Yorker Skyline. Sechs Jahre dauerte der Bau des Mega-Wolkenkratzers - neben der Stelle, an der einst die Twin Tower standen. 13 Jahre nach den Anschlägen des 11. September hat New York damit wieder ein Wahrzeichen. Diesmal sollte das Gebäude noch imposanter und sicherer sein. Rund um den Globus prägen Wolkenkratzer die Skylines der Metropolen. Immer schneller und immer höher ragen die gigantischen Hochhäuser in den Himmel und überwinden die Grenzen von Technologie, Design und Ingenieurskunst, um sicherer, umweltfreundlicher und luxuriöser zu werden. Die vierteilige Doku-Reihe begleitet die Bauarbeiten der Super-Wolkenkratzer auf der ganzen Welt und beleuchtet die Herausforderungen, die mit den Mega-Bauprojekten verbunden sind.
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Wolkenkratzer - Die spektakulärsten Hochhäuser der Welt ARCHITEKTUR Billionaire Building, GB 2017
Luxusimmobilien sind in New York keine Seltenheit, doch das 306 Meter hohe "One57" bricht alle Rekorde: 67 Millionen Dollar kostet hier eine Etage, eine Einzimmerwohnung kostet vier Millionen. Vier Jahre hat der Bau des höchsten Wohnhauses des Big Apple direkt am Central Park gedauert. Dieser Teil der Doku-Reihe folgt den Teams bei der Umsetzung ihres ehrgeizigen Plans, mit dem Billionaire Building New Yorks luxuriöseste Unterkunft zu schaffen. Rund um den Globus prägen Wolkenkratzer die Skylines der Metropolen. Immer schneller und immer höher ragen die gigantischen Hochhäuser in den Himmel und überwinden die Grenzen von Technologie, Design und Ingenieurskunst, um sicherer, umweltfreundlicher und luxuriöser zu werden. Die vierteilige Doku-Reihe begleitet die Bauarbeiten der Super-Wolkenkratzer auf der ganzen Welt und beleuchtet die Herausforderungen, die mit den Mega-Bauprojekten verbunden sind.
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Wolkenkratzer - Die spektakulärsten Hochhäuser der Welt ARCHITEKTUR Leadenhall Building, GB 2017
"Käsereibe" heißt das Londoner Leadenhall Building wegen seines keilförmigen Aussehens im Volksmund. Dank dieser außergewöhnlichen Architektur zählt es zu den innovativsten Gebäuden der Welt. Der sich verjüngende Turm mit einem Stahl-Exoskelett stellte die Bau-Teams jedoch vor enorme Herausforderungen. Die Teile des Turms wurden außerhalb des Geländes gebaut, an den Bauplatz geliefert und zuletzt wie ein riesiges Lego-Set zusammengesetzt. Rund um den Globus prägen Wolkenkratzer die Skylines der Metropolen. Immer schneller und immer höher ragen die gigantischen Hochhäuser in den Himmel und überwinden die Grenzen von Technologie, Design und Ingenieurskunst, um sicherer, umweltfreundlicher und luxuriöser zu werden. Die vierteilige Doku-Reihe begleitet die Bauarbeiten der Super-Wolkenkratzer auf der ganzen Welt und beleuchtet die Herausforderungen, die mit den Mega-Bauprojekten verbunden sind.
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heute journal NACHRICHTEN
Das Magazin geht über einen reinen Nachrichtenüberblick hinaus und bereitet das aktuelle Tagesgeschehen mit Hintergrundinformationen, redaktionellen Beiträgen und Interviews auf.
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China - Der entfesselte Riese LAND UND LEUTE Präsident auf Lebenszeit, GB 2019
China ist zu einer der größten Wirtschaftsmächte der Welt aufgestiegen. Xi Jinping verfolgt dabei einen reinen Staatskapitalismus, der im Westen mit Skepsis und Argwohn betrachtet wird. 2013 wird Xi Jinping zum Staatspräsidenten ernannt. Der "Überragende Führer" hat sämtliche hohen Ämter Chinas in sich vereint und hat Macht über die personell stärkste Armee der Welt. Die Loyalität der Kommunistischen Partei gegenüber hat dabei absolute Priorität. Teil eins der Sendereihe zeichnet den Weg Chinas während der letzten Jahre in einen streng kontrollierten Staat nach. Trotz innenpolitischer Probleme in Hongkong und im Umgang mit den Uiguren kann Xi Jinping sein Volk davon überzeugen, dass er den "Roten Drachen" in eine blühende Zukunft führt.
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China - Der entfesselte Riese LAND UND LEUTE Wohlstand statt Demokratie, GB 2019
China ist zu einer der größten Wirtschaftsmächte der Welt aufgestiegen. Xi Jinping verfolgt dabei einen reinen Staatskapitalismus, der im Westen mit Skepsis und Argwohn betrachtet wird. Die "Stärke verstecken und auf den richtigen Augenblick warten" - die Maxime des Reformers Deng Xiaoping gilt heute nicht mehr. Xi Jinping steht für ein bestimmteres Auftreten auf der Weltbühne. Er will China zu alter Größe führen. Der wachsende wirtschaftliche Einfluss des Riesenreichs verhilft zu großem Einfluss im globalen Handel. Doch während Xi Jinping außenpolitische Stärke demonstriert, wird er innenpolitisch auf seine bisher größte Probe gestellt: im Kampf gegen die Reformkräfte in Hongkong.
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China - Der entfesselte Riese LAND UND LEUTE Wettlauf der Supermächte, GB 2019
China ist zu einer der größten Wirtschaftsmächte der Welt aufgestiegen. Xi Jinping verfolgt dabei einen reinen Staatskapitalismus, der im Westen mit Skepsis und Argwohn betrachtet wird. Chinas wirtschaftlicher Aufschwung ist unbestreitbar. Doch worauf gründet er? Zwischen dem "Roten Drachen" und der westlichen Welt herrschen zunehmend Spannungen: Denn Xi Jinpings Reich wird Industriespionage im großen Stil vorgeworfen. Staatlich gelenkte Hackerangriffe auf erfolgreiche Firmen mit dem Ziel, technisches Know-how zu stehlen, werden dem Land unterstellt. Doch China bestreitet die Vorwürfe. Teil drei der Sendereihe berichtet von dem auch daraus resultierenden Handelskrieg mit den USA, der Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft mit sich bringt.
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Das überwachte Volk - Chinas Sozialkredit-System POLITIK, RC 2019
China überwacht seine Bürger schon lange. Jetzt perfektioniert der Staat die Kontrolle seines Volkes durch die Einführung eines neuen Sozialkredit-Systems. Unzählige Kameras und Spezial-Software verfolgen jeden Schritt der Bürger. Was immer sie tun, fließt in ein Punktekonto ein, dessen Stand zum Beispiel darüber bestimmt, ob man reisen darf oder nicht. Für diese Reportage reist der australische Journalist Matthew Carney durch China. Er trifft die Karrierefrau Fan Dandan, die von dem neuen Kredit-System profitiert und seine Einführung begrüßt. Doch er lernt auch den Online-Journalisten Liu Hu kennen, dem eine willkürliche Herabstufung im Sozialkredit-System unmöglich macht, seine Berichte zu veröffentlichen oder auch nur seinen Wohnort zu verlassen. Besonders hart trifft das neue System Minderheiten wie die Uiguren in der Provinz Xinjiang. Hier sorgt modernste Gesichtserkennungs-Software für die totale Kontrolle, und wer sich kritisch äußert, landet in einem Umerziehungslager der Partei.
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Rote Spitzel - China und die Industriespionage DOKUMENTATION, D 2019
China ist unaufhaltsam auf dem Weg an die Spitze der Weltwirtschaft. Den rasanten Aufstieg erkämpfte sich das Riesenreich durch Wirtschaftsspionage in nie da gewesenem Ausmaß. Während Unternehmen weltweit auf ein einträgliches Geschäft mit der aufstrebenden Volksrepublik hoffen, zapft ein Heer an Spitzeln das technologische Know-how der Geschäftspartner ab und macht es zum Eigentum der Volksrepublik. Ob Hackerangriffe oder subtile Beeinflussung durch Kulturinstitute: Jedes Mittel scheint dem "Reich der Mitte" recht, um seine Konkurrenten zu plündern und globale Wirtschaftskraft zu erlangen. Unerbittlich kontrolliert China zudem Oppositionelle im Ausland, die für die Vorherrschaft der Partei gefährlich werden könnten. Selbst die spirituelle Falun-Gong-Bewegung wurde schon vor Jahren zum Staatsfeind erklärt.
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Undercover in Nordkorea - im Reich des Kim Jong Un DOKUMENTATION, GB 2018
Er ist der unheimlichste und gefährlichste Diktator der Welt: Kim Jong Un. Der "Oberste Führer" Nordkoreas provoziert die internationale Öffentlichkeit regelmäßig mit neuen Raketenabschüssen. Immer wieder warnt Nordkorea mit drastischen Worten vor einer nuklearen Option. Ein Krieg ist nicht mehr ausgeschlossen. Weiß die nordkoreanische Bevölkerung um diese Gefahr? In der Dokumentation "Undercover in Nordkorea" geht der Reporter Alexis Breton - getarnt als Tourist - auf Spurensuche im geheimnisvollsten Land der Welt. Immer unter der Aufsicht der Behörden, gelingt es dem Undercover-Journalisten trotzdem, unbemerkt zu filmen und so Einblicke in eine Gesellschaft zu ermöglichen, die täglicher Propaganda und dauernder Kontrolle ausgesetzt ist. Der Hass auf Amerika ist Staatsdoktrin und wird schon den Kleinsten vermittelt. Die Abbildungen von Raketen auf Plakaten und in Fernsehspots sind allgegenwärtig. Angst vor einem Krieg mit den USA scheint in Nordkorea niemand zu haben. Die Menschen glauben: Wir haben die Atombombe, und wir haben die Wasserstoffbombe. Wir können uns wehren.
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Im Niemandsland - Was Korea teilt DOKUMENTATION
Sie folgt dem 38. Breitengrad, ist vier Kilometer breit und 250 Kilometer lang und teilt die koreanische Halbinsel in eine nördliche und eine südliche Hälfte: die demilitarisierte Zone Koreas. Sie steht unter UN-Verwaltung und stellt seit dem Ende des Koreakrieges 1953 sowohl das Symbol als auch die Realität der Teilung des Landes dar. Noch nie zuvor hatte eine zivile Beobachtungsmission die Genehmigung erhalten, innerhalb dieser Zone zu drehen. Versteckte und verschwiegene Realitäten werden zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht: wie zum Beispiel der von den Nordkoreanern gebaute, bis tief in die südliche Zone reichende Infiltrationstunnel. Oder die von den Südkoreanern betriebene Spezialkaserne, wo die psychischen Schäden der eingezogenen Soldaten, die auf den Wachtürmen einsame Wache halten, behandelt werden. Oder auch die über ein halbes Jahrhundert alten Massengräber der russischen, amerikanischen, chinesischen oder koreanischen Soldaten. Nach über 60 Jahren der Existenz dieser "Mauer" und einem Kalten Krieg, der bereits 1989 endete, ist diese Erkundungsreise innerhalb der DMZ, wie die Zone auch genannt wird, die Gelegenheit, über die Bedingungen nachzudenken, die den beiden feindlichen Bruderstaaten eine Wiedervereinigung näherbringen könnten.
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