Herr der Himmelsscheibe

Herr der Himmelsscheibe - Der Jahrtausendfund von Nebra

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Herr der Himmelsscheibe - Der Jahrtausendfund von Nebra

Geschichte

Der sensationelle Fund der Himmelsscheibe von Nebra gibt der Wissenschaft bis heute Rätsel auf. Was hat es mit diesem 2,3 Kilogramm schweren, bronzenen Jahrtausendfund auf sich? "Terra X" will das Geheimnis der Himmelsscheibe enträtseln und hat den aktuellen Forschungsstand in einem spannenden Wissenschaftskrimi aufgearbeitet. Über mehrere Jahre hinweg hat ein internationales Forscherteam mit modernsten Methoden intensiv geforscht. Erst durch Prof. Meller gelangte die Himmelsscheibe 2002 überhaupt wieder in den Besitz des Landes Sachsen-Anhalt. Zuvor war sie in einer beispiellosen Odyssee durch die Hände von Raubgräbern und Hehlern gegangen, bevor Meller sie mithilfe von Interpol in Zürich bei einem spektakulären Zugriff für die Wissenschaft zurückgewinnen konnte. Mit ausgefeilten Forschungsmethoden konnten der Scheibe bereits einige spannende Befunde entlockt werden. Mithilfe eines Birkenholzrestes am Schwertgriff des Beifundes wurde das Vergraben der Scheibe auf circa 1600 vor Christus datiert. Chemiker fanden heraus, dass das Kupfer der Bronzelegierung aus den Alpen stammt - aus Mühlbach am Hochkönig in Österreich. Das Fernsehteam konnte in dem prähistorischen Kupferbergwerk atemberaubende Aufnahmen machen und den Abbau und die Verarbeitung des Metalls detailgetreu nachstellen. Neben den Echtheitsanalysen standen für die Forscher weitere Rätsel im Raum. Wer hat die Scheibe gefertigt? Und warum wurde sie gegossen? Welche Bedeutung haben die goldenen Sterne, der Vollmond, der Sichelmond, die Horizontbögen und der verzierte Bogen, der aussieht wie eine Barke? Bilden sie einfach nur Naturbeobachtungen ab, oder vermitteln sie ein System, das bereits in der Vorgeschichte das Zusammenspiel von Himmel und Erde erklärt? Der Astronom Rahlf Hansen vom Planetarium Hamburg machte eine faszinierende Entdeckung. Aufgrund der Auswertung babylonischer Schriften in dem Piktogramm der Scheibe erkennt er eine Schaltregel, eine Synchronisation von Mond- und Sonnenkalender. Doch wer konnte vor rund 4000 Jahren bereits eine solche geniale naturwissenschaftlich-mathematische Leistung erbringen? Welche Rolle spielten dabei die großen Bronzezeitfürsten wie der Fürst von Leubingen, der in unmittelbarer Nähe zur Zeit der Himmelsscheibe herrschte? Rätselhaft ist auch, dass die Scheibe offenbar nicht in einem Guss erstellt wurde. So befinden sich gleich drei verschiedene Goldchargen auf der Oberfläche. Offenbar wurde sie in mehreren Schritten überarbeitet und immer wieder von unterschiedlichen Herrschern in ihrer Bedeutung umgewidmet. Immer deutlicher wird auch, dass die Zeit der Himmelsscheibe bereits ein intensives Netz von europäischen Handelswegen kannte. Über diese Straßen gelangten in einer Art prähistorischer EU wohl auch das Gold und das Zinn nach Nebra. Jetzt zeigt sich eine deutliche Spur, woher diese Metalle gekommen sein könnten.
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Gold für Kim - ein Leben für Nordkoreas Führer DOKUMENTATION, D 2018
Mit Atombombentests und martialischen Drohungen versetzen Nordkorea und sein Diktator Kim Jong Un die Welt immer wieder in Sorge. Aus dem Inneren des Landes dringt wenig nach außen, denn ausländischen Journalisten wird nur selten die Einreise erlaubt. Wie Mangelwirtschaft, Blockwart-Kultur und Denunziantentum das Alltagsleben prägen, davon ist in der offiziellen Propaganda nichts zu sehen. Glitzerbauten, riesige Statuen des Vaters und des Großvaters von Kim Jong Un, aufwendige Inszenierungen von Macht und Größe sollen der Erbauung dienen - und über die Niederungen des kommunistischen Alltags hinwegtrösten. Reporter Michael Höft hat sich die Erkundung des sportlichen Nordkorea vorgenommen. Stadien, Sporthallen, Reit-Clubs, Bolzplätze und Wintersportresorts sind Orte, die Nordkorea dem Besucher aus dem kapitalistischen Ausland gerne zeigt. Über das Thema Sport findet sich ein leichter und unkomplizierter Zugang zu den Menschen in dem hermetisch abgeriegelten Land. Die Dokumentation begleitet verschiedene Hobby- und Leistungssportler in ihrem Trainingsalltag.
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Undercover in Nordkorea - im Reich des Kim Jong Un DOKUMENTATION
Er ist der unheimlichste und gefährlichste Diktator der Welt: Kim Jong Un. Der "Oberste Führer" Nordkoreas provoziert die internationale Öffentlichkeit regelmäßig mit neuen Raketenabschüssen. Immer wieder warnt Nordkorea mit drastischen Worten vor einer nuklearen Option. Ein Krieg ist nicht mehr ausgeschlossen. Weiß die nordkoreanische Bevölkerung um diese Gefahr? In der Dokumentation "Undercover in Nordkorea" geht der Reporter Alexis Breton - getarnt als Tourist - auf Spurensuche im geheimnisvollsten Land der Welt. Immer unter der Aufsicht der Behörden, gelingt es dem Undercover-Journalisten trotzdem, unbemerkt zu filmen und so Einblicke in eine Gesellschaft zu ermöglichen, die täglicher Propaganda und dauernder Kontrolle ausgesetzt ist. Der Hass auf Amerika ist Staatsdoktrin und wird schon den Kleinsten vermittelt. Die Abbildungen von Raketen auf Plakaten und in Fernsehspots sind allgegenwärtig. Angst vor einem Krieg mit den USA scheint in Nordkorea niemand zu haben. Die Menschen glauben: Wir haben die Atombombe, und wir haben die Wasserstoffbombe. Wir können uns wehren.
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Mein Besuch in Nordkorea DOKUMENTATION Video-Tagebuch junger Reisender, D 2014
Individual-Tourismus westlicher Art ist in Nordkorea für Ausländer schlicht verboten. Doch selbst die von Behörden streng begleiteten Reisen ermöglichen kleine Einblicke hinter die Fassaden. "Mein Besuch in Nordkorea" erzählt in der Form von Videotagebüchern die Eindrücke von sechs jungen Touristen, die diese Reisen mitgemacht haben. Sie haben die Freiräume, die sich trotz der staatlichen Begleitung boten, genutzt - und gefilmt.
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Südkorea - Erfolg um jeden Preis AUSLANDSREPORTAGE, F 2018
Mit langen Arbeitszeiten, Arbeitsdisziplin und einem ehrgeizigen Schulsystem hat Südkorea es geschafft, eine der schlagkräftigsten Wirtschaften der Welt aufzubauen. Jeder hier hat dasselbe Ziel: erfolgreich sein und gewinnen. Doch die Zeiten ändern sich, das Limit scheint erreicht: Selbst, wenn die ökonomischen Werte weiterhin stimmen, wachsen auf der anderen Seite doch auch Arbeitslosigkeit und soziale Ungleichheit. Die Dokumentation wirft einen Blick hinter die Kulissen des Landes.
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Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.
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Herr der Himmelsscheibe GESCHICHTE Der Jahrtausendfund von Nebra
Der sensationelle Fund der Himmelsscheibe von Nebra gibt der Wissenschaft bis heute Rätsel auf. Was hat es mit diesem 2,3 Kilogramm schweren, bronzenen Jahrtausendfund auf sich? "Terra X" will das Geheimnis der Himmelsscheibe enträtseln und hat den aktuellen Forschungsstand in einem spannenden Wissenschaftskrimi aufgearbeitet. Über mehrere Jahre hinweg hat ein internationales Forscherteam mit modernsten Methoden intensiv geforscht. Erst durch Prof. Meller gelangte die Himmelsscheibe 2002 überhaupt wieder in den Besitz des Landes Sachsen-Anhalt. Zuvor war sie in einer beispiellosen Odyssee durch die Hände von Raubgräbern und Hehlern gegangen, bevor Meller sie mithilfe von Interpol in Zürich bei einem spektakulären Zugriff für die Wissenschaft zurückgewinnen konnte. Mit ausgefeilten Forschungsmethoden konnten der Scheibe bereits einige spannende Befunde entlockt werden. Mithilfe eines Birkenholzrestes am Schwertgriff des Beifundes wurde das Vergraben der Scheibe auf circa 1600 vor Christus datiert. Chemiker fanden heraus, dass das Kupfer der Bronzelegierung aus den Alpen stammt - aus Mühlbach am Hochkönig in Österreich. Das Fernsehteam konnte in dem prähistorischen Kupferbergwerk atemberaubende Aufnahmen machen und den Abbau und die Verarbeitung des Metalls detailgetreu nachstellen. Neben den Echtheitsanalysen standen für die Forscher weitere Rätsel im Raum. Wer hat die Scheibe gefertigt? Und warum wurde sie gegossen? Welche Bedeutung haben die goldenen Sterne, der Vollmond, der Sichelmond, die Horizontbögen und der verzierte Bogen, der aussieht wie eine Barke? Bilden sie einfach nur Naturbeobachtungen ab, oder vermitteln sie ein System, das bereits in der Vorgeschichte das Zusammenspiel von Himmel und Erde erklärt? Der Astronom Rahlf Hansen vom Planetarium Hamburg machte eine faszinierende Entdeckung. Aufgrund der Auswertung babylonischer Schriften in dem Piktogramm der Scheibe erkennt er eine Schaltregel, eine Synchronisation von Mond- und Sonnenkalender. Doch wer konnte vor rund 4000 Jahren bereits eine solche geniale naturwissenschaftlich-mathematische Leistung erbringen? Welche Rolle spielten dabei die großen Bronzezeitfürsten wie der Fürst von Leubingen, der in unmittelbarer Nähe zur Zeit der Himmelsscheibe herrschte? Rätselhaft ist auch, dass die Scheibe offenbar nicht in einem Guss erstellt wurde. So befinden sich gleich drei verschiedene Goldchargen auf der Oberfläche. Offenbar wurde sie in mehreren Schritten überarbeitet und immer wieder von unterschiedlichen Herrschern in ihrer Bedeutung umgewidmet. Immer deutlicher wird auch, dass die Zeit der Himmelsscheibe bereits ein intensives Netz von europäischen Handelswegen kannte. Über diese Straßen gelangten in einer Art prähistorischer EU wohl auch das Gold und das Zinn nach Nebra. Jetzt zeigt sich eine deutliche Spur, woher diese Metalle gekommen sein könnten.
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Ein Tag im Mittelalter GESCHICHTE, D 2016
Der "Terra X"-Dreiteiler "Ein Tag in..." ist eine ebenso ungewöhnliche wie spannende Zeitreise in den Alltag vergangener Epochen. Diese Folge führt ins mittelalterliche Frankfurt am Main. Das Leben von Kaisern und Königen ist umfassend erforscht und dokumentiert. Der Alltag von ganz normalen Menschen hingegen ist wenig bekannt, steckt aber voller Überraschungen und eröffnet einen neuen, verblüffenden Blick auf unsere Geschichte. Diese Folge der "Terra X"-Reihe "Ein Tag in ..." zeigt, wie es gewesen wäre, im mittelalterlichen Frankfurt am Main zu leben. Der Film erzählt einen Tag im Leben des Wundarztes Jakob Althaus im Jahr 1454. Er beginnt mit einem frühmorgendlichen Notfall und endet mit einem nächtlichen Kneipenbesuch. Jakobs Geschichte ist erfunden, und dennoch ist sie wahr, recherchiert und verdichtet aus historischen Biografien und spektakulären Erkenntnissen der Forschung. Während das Heilige Römische Reich Deutscher Nation als zersplittertes Sammelsurium souveräner Territorien politisch im Mittelalter steckt, schlägt in Frankfurt bereits der Puls der neuen Zeit. Der Tuchhandel und die Messe haben die Stadt zum "Kaufhaus der Deutschen" gemacht, in dem Waren und Wissen aus aller Welt gehandelt werden. Ein gewisser Johannes Gutenberg stellt die technische Revolution der Zeit, den Buchdruck mit beweglichen Lettern, auch in Frankfurt vor. Als bedeutender Steuerzahler ist die freie Reichsstadt nur dem Kaiser untertan. Die Könige lassen sich in Frankfurt am Main wählen und später, wie die Kaiser auch, krönen. Aber die Forscher haben auch herausgefunden, wie weit Frankfurt im Alltag von den Standards einer modernen Stadt entfernt ist. Das tägliche Leben folgt damals dem mittelalterlichen Weltbild einer unantastbaren göttlichen Ordnung der Dinge. Erlasse, berufsständische Regelwerke der Zünfte und Benimmbücher regeln pedantisch den Alltag. Von der Körperhygiene - Ärzte wie Jakob haben sich in jedem Fall aus Gründen der Höflichkeit die Hände zu waschen - bis zum Umgang mit der knöchelhoch stehenden Kloake auf den Straßen. Hat der angesammelte Unrat eine gewisse Höhe erreicht, wird einfach neues Pflaster verlegt. Auf Jakobs Weg zu seinen Patienten erlebt der Zuschauer die beengten Lebensbedingungen in der Stadt. Trickreich bauen die Frankfurter sogar Häuser auf Stelzen, um Wohnraum zu schaffen, ohne wichtige Wege zu verlieren - die ersten Fußgängerpassagen entstehen. Großfamilien samt Tieren und Handwerksgesellen leben auf engstem Raum, praktisch ohne Licht, denn die Fenster werden klein gehalten, damit die Wohnungen nicht auskühlen. Und trotzdem: Die Menschen frieren so sehr, dass das Nutzvieh im Erdgeschoss als tierische Fußbodenheizung dienen muss. Wegen der Dunkelheit sind Unfälle im Haushalt an der Tagesordnung - eine typische Verletzungsursache in der mittelalterlichen Stadt, wie Forscher der Universität von Odense in Dänemark entdeckt haben. Dort befindet sich die größte Sammlung mittelalterlicher Knochen in Europa. Die Funde zeigen aber auch: Die Wundärzte des Mittelalters operieren bereits komplizierte Verletzungen erstaunlich erfolgreich. Wundärzte wie Jakob, der wie die meisten seiner Kollegen seine Lehrjahre auf den Schlachtfeldern Europas verbracht hat, beherrschen sogar Eingriffe am offenen Schädel. Nicht nur das: Ein Forscherteam der Universität von Nottingham entdeckt in einem mittelalterlichen Rezeptbuch die Beschreibung für eine Salbe, die sich in ersten Tests als hochwirksam gegen heutige multiresistente Keime erweist. Es ist ein Alltag voller Widersprüche, den Jakob auf seinem Weg durch die Stadt erlebt: die herzhafte Beschimpfungskultur des Mittelalters, die hohe Gewaltbereitschaft der Bürger in Ermangelung einer Polizei und das bizarr anmutende Bestrafungssystem der "Schandmasken". Gleichzeitig verändert der technische Fortschritt das Leben der Menschen und ihr Denken. Die mechanische Uhr definiert das Zeitverständnis und die Arbeitsbeziehungen neu. Und das kalte Wetter, das die "Kleine Eiszeit" nach Deutschland bringt, setzt den Erfindungsreichtum in Gang: Daunendecken, Glasfenster und Dämmung der Wände schützen seitdem gegen Kälte und Krankheiten im Alltag.
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Ein Tag im alten Rom GESCHICHTE, D 2016
Der "Terra X"-Dreiteiler "Ein Tag in..." ist eine ebenso ungewöhnliche wie spannende Zeitreise in den Alltag vergangener Epochen. Das Leben von Kaisern und Königen ist umfassend erforscht und dokumentiert. Der Alltag von ganz normalen Menschen hingegen ist weit weniger bekannt. Er steckt voller Überraschungen und eröffnet einen neuen, verblüffenden Blick auf unsere Geschichte. Die "Terra X"-Reihe "Ein Tag in ..." beantwortet die Frage, die sich Menschen heute stellen, wenn sie an Geschichte denken: Wie wäre es gewesen, in Berlin zur Kaiserzeit zu leben, im Frankfurt des Mittelalters - oder im alten Rom? Davon berichtet die erste Folge. Der Film erzählt einen Tag im Leben des römischen Feuerwehrmanns Quintus Pompeius Naso im Jahr 80 nach Christus - vom Morgenappell bis zum nächtlichen Brandeinsatz. Quintus' Geschichte ist erfunden, und dennoch ist sie wahr, recherchiert und verdichtet aus historischen Biografien und neuesten Erkenntnissen der Forschung. Mithilfe von Wissenschaftlern rekonstruiert die Dokumentation das Alltagsleben im alten Rom, die Figur von Quintus macht es erlebbar. Im Jahr 80 nach Christus erstrahlt Rom im Glanz neuer Monumentalbauten. Das Kolosseum wird von Kaiser Titus in 100-tägigen Spielen eröffnet. Der Alltag in der Hauptstadt aber ist für die meisten Römer wenig glanzvoll. Mehr als eine Million Menschen drängeln sich auf geschätzten 13 Quadratkilometern Fläche. Damit geht es damals 29-mal enger zu als im heutigen Köln. Dicht an dicht stehen die antiken Mietskasernen, die Insulae. Verheerende Brände sind an der Tagesordnung. Seit den Tagen des Kaisers Augustus gibt es zwar eine militärisch straff organisierte Feuerwehr, und ausgerechnet der als Brandstifter berüchtigte Kaiser Nero hat eine ganze Reihe von Brandschutzvorschriften erlassen. Dennoch brennt es in der Stadt rund 100-mal am Tag. Die Mitglieder der Feuerwehr haben einen Knochenjob. Kein Wunder, dass die meisten der 3500 "Vigiles" so wie Quintus Freigelassene sind - ehemalige Sklaven, die nach ihrer Dienstzeit sämtliche Bürgerrechte und damit bessere Karriereaussichten erhalten können. Sie müssen nicht nur Brände löschen, sondern sie auf ihren Inspektionsrundgängen in den Hochhausschluchten auch möglichst verhindern. Auf dem Weg durch Rom erlebt Quintus die Tücken des Alltags. Abgesehen von der Zahnpflege mit Salbei und Bimsstein findet aus Platzmangel alles auf der Straße statt: Die Rasur, das Frühstück mit verdünntem Wein, sogar der Gang zur Latrine ist öffentlich und nicht einmal nach Geschlechtern getrennt. Als Toilettenpapier dienen in Essigwasser getauchte Schwämme, die man sich kurzerhand teilt. Mithilfe von Funden aus antiken Abwasserkanälen rekonstruiert der Film das Leben auf der Straße, das durch Quintus' Augen erlebbar wird, darunter der ewige Aufruhr bei der Verteilung des staatlich subventionierten Brots an die armen "Proles", die Proletarier Roms. Auch die Lebensbedingungen in den häufig illegal gebauten Hochhaussiedlungen können Wissenschaftler heute sehr genau nachvollziehen: Sie waren teuer, eng und wegen offener Feuer und leicht brennbarer Baumaterialien buchstäblich brandgefährlich. Als Quintus in einer Insula massiven Baupfusch aufdeckt, gerät er in das gefährliche Intrigenspiel römischer Immobilienspekulanten, die ihre Rivalität vor Gericht austragen. Und mit Quintus erlebt der Zuschauer einen Nachmittag im Kolosseum, dessen Hauptattraktionen nicht nur Gladiatorenkämpfe, sondern auch die kaiserlichen Lotterien sind. Er nimmt am abendlichen Vereinsleben teil, bis schließlich ein handfester Feuerwehreinsatz mit darüber entscheidet, ob Quintus' heiß ersehnter Wunsch erfüllt wird - nämlich zu einem vollwertigen Bürger Roms aufzusteigen.
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Rätsel der Geschichte GESCHICHTE Das Kolosseum in Rom, USA 2012
Bis heute ist es eines der imposantesten Bauwerke der Welt - das Kolosseum in Rom. Fertiggestellt um 80 nach Christus, war es Schauplatz von vielen blutigen Gladiatorenkämpfen. Aber das waren nicht die einzigen Spektakel, die in dem genialen Bauwerk stattfanden.
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Das unsichtbare Istanbul - Geheimnisvolle Unterwelt STADTBILD, GB 2018
Eine Reise in die Vergangenheit von Istanbul: Mithilfe von modernster Scan-Technologie werden geheime Orte und verborgene Schätze sichtbar und auf neue Art und Weise erlebbar. In Istanbul sieht das Team um Michael Scott die byzantinische Kathedrale Hagia Sophia auf eine bisher nie da gewesene Art und Weise. Außerdem waten sie durch die Kanalisation unter dem römischen Hippodrom und bestaunen die prächtige Süleymaniye-Moschee. Kairo, Athen und Istanbul: Diese drei antiken Städte haben - jede mit ihrer ganz eigenen Geschichte - die menschliche Zivilisation über Jahrhunderte geprägt. Die dreiteilige Doku-Reihe zeigt diese Städte nun von einer ganz neuen Seite: Tief unter der Oberfläche werden uralte Geheimnisse gelüftet und erstaunliche Errungenschaften dieser antiken Zivilisationen zutage gefördert. Das Team um den Historiker Michael Scott begibt sich an Orte jenseits der ausgetretenen Touristenpfade und taucht ab in die Welt unterhalb der Straßen und alten Ruinen. Durch modernste technologische Verfahren, inklusive 3D-Scans und Luftaufnahmen mit Fotogrammmetrie, gelingt es ihnen, die verborgenen Orte dieser außergewöhnlichen Städte lebendig werden zu lassen.
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Das unsichtbare Athen - Geheimnisvolle Unterwelt STADTBILD, GB 2018
Durch modernste technologische Verfahren, inklusive 3D-Scans und Luftaufnahmen, gelingt es Michael Scott und seinem Team, geheimnisvolle Orte von Athen lebendig zu halten. In Athen begeben sie sich zu einem unterirdischen Aquädukt. Dort stoßen sie auf die uralten Stadtmauern, die einst die Wiege der Demokratie schützten, und enthüllen die architektonischen Geheimnisse der Akropolis. Kairo, Athen und Istanbul: Diese drei antiken Städte haben - jede mit ihrer ganz eigenen Geschichte - die menschliche Zivilisation über Jahrhunderte geprägt. Die dreiteilige Doku-Reihe zeigt diese Städte nun von einer ganz neuen Seite: Tief unter der Oberfläche werden uralte Geheimnisse gelüftet und erstaunliche Errungenschaften dieser antiken Zivilisationen zutage gefördert. Das Team um den Historiker Michael Scott begibt sich an Orte jenseits der ausgetretenen Touristenpfade und taucht ab in die Welt unterhalb der Straßen und alten Ruinen.
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Atlantis - Mythos und Wahrheit ARCHÄOLOGIE, D 2015
Seit der griechische Philosoph Platon den Inselstaat Atlantis beschrieb, reißen die Diskussionen nicht ab: Gab es ein real existierendes, historisches Vorbild für dieses Reich? Oder ist Atlantis nichts als ein Fantasieprodukt? Über die Jahrhunderte wurden immer wieder Versuche unternommen, die geografische Lage des versunkenen Atlantis anhand der Beschreibungen bei Platon ausfindig zu machen. Spekulationen reichten von der minoischen Kultur im Mittelmeerraum über die Nordsee bis hin zu verschiedenen Inseln im Atlantik oder an den Küsten Südamerikas - doch alle Spekulationen und Spurensuchen blieben letztlich vergeblich. Drei Archäologenteams haben sich aufgemacht, um besonders vielversprechende Theorien vor Ort zu untersuchen. Halten sie einer wissenschaftlichen Überprüfung stand, oder wird die Legende von Atlantis auch in Zukunft ihr Geheimnis bewahren?
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Geheimnisse der Kirche KIRCHE UND RELIGION Die Nägel von Golgatha, NZ 2015
Stammen zwei Nägel aus einem archäologischen Grab vom Kreuz Jesu? Aufwendige Untersuchungen sollen die Verbindung zu Jesus Ankläger und der Kreuzigung beweisen. Sind die Nägel echt? Um die Erzählungen in der Bibel ranken sich viele Verschwörungstheorien. In der Sendereihe "Geheimnisse der Kirche" hinterfragt der kanadisch-israelische Journalist Simcha Jacobovici, wie viel Wahrheitsgehalt in den Verschwörungstheorien steckt.
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Geheimnisse der Kirche KIRCHE UND RELIGION Rätsel um Maria, NZ 2015
Michelangelos großartige Plastik - die Pietà - ist das ikonische Bild von der Jungfrau Maria mit ihrem gekreuzigten Sohn. Diente eine Terrakotta-Skulptur mit geheimen Symbolen als Vorlage? Um die Erzählungen in der Bibel ranken sich viele Verschwörungstheorien. In der Sendereihe "Geheimnisse der Kirche" hinterfragt der kanadisch-israelische Journalist Simcha Jacobovici, wie viel Wahrheitsgehalt in den Verschwörungstheorien steckt.
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Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte GESCHICHTE Das Grabtuch von Turin, GB 2012
Nach der Kreuzigung soll ein Tuch über Jesus Christus gelegt worden sein: das Turiner Grabtuch. Es gilt als das einzige Abbild des christlichen Propheten. Doch ist es auch echt? Das bedeutende Artefakt wird seit seinem Fund im Jahr 1357 in Frankreich inmitten einer Authentizitätsdebatte aufbewahrt. Nun haben Forscher verblüffende neue Behauptungen und Theorien aufgestellt, wie das Abbild entstanden sein könnte. "Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte" begleitet vier der prominentesten Grabtuch-Ermittler bei ihrer Arbeit und schaut ihnen über die Schulter. Mit den modernsten forensischen Techniken wollen sie die Geheimnisse um das Turiner Grabtuch lüften.
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Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte GESCHICHTE War Jesus verheiratet?, GB 2012
Hatte Jesus Christus eine Frau? "Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte" versucht, das Mysterium um Maria Magdalena und einer möglichen Frau an Jesus Christus' Seite zu klären. "Jesus sagte, meine Frau" - diese 1600 Jahre alte Zeile sorgt für Irritationen unter den Forschern. Doch wie ist der Wahrheitsgehalt der Theorie, Jesus Christus habe eine Frau gehabt, einzuschätzen? Handelt es sich gar um eine Fälschung? Archäologen, Historiker, Wissenschaftler und Forscher begeben sich mit den modernsten forensischen Techniken gemeinsam auf die Suche nach Antworten, um die Rätsel der Geschichte zu ergründen.
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Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte ARCHÄOLOGIE Das Geheimnis von Petra, GB 2017
Die antike Felsenstadt Petra, versteckt in der kargen Wüste im Süden Jordaniens, bewegt die Fantasie der Menschen weltweit. Vor über 2000 Jahren war sie die Hauptstadt der Nabatäer. Doch Petra birgt auch ein Geheimnis, das viele Wissenschaftler seit Langem beschäftigt. Warum wurde diese große Stadt, die über ein ausgeklügeltes Wasserversorgungssystem verfügte, aufgegeben? War das Erdbeben im Jahre 363 die Ursache? Oder etwa eine gewaltige Flut?
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Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte GESCHICHTE Die Karte der Wikinger, GB 2012
Die "Vinland-Karte" ist ein gut gehütetes Dokument der Yale University in Connecticut. Die Karte ist auf das Jahr 1440 und somit 50 Jahre vor Kolumbus' Entdeckung von Nordamerika datiert. Seit der Entdeckung der "Vinland-Karte" im Jahr 1957 ist dieses Stück Papier Gegenstand vieler wissenschaftlicher Authentizitätsprüfungen. Die Karte zeigt erstaunlich exakt die Kontinente der Erde mit einer perfekten Nachzeichnung der Ostküste Nordamerikas. Falls die "Vinland-Karte" authentisch ist, würde sie die Geschichte der westlichen Welt ganz neu schreiben. Falls diese Karte im 15. Jahrhundert geschaffen wurde, bezeugt sie das Wissen der Wikinger über Nordamerika - und das deutlich vor Kolumbus. Doch ist es überhaupt möglich, dass dieses kriegerische Seevolk dem großen Entdecker Kolumbus zuvorkam? Oder handelt es sich bei der Karte bloß um eine Fälschung? "Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte" begibt sich auf das Replikat eines Wikingerschiffes, um das Reisen und die Navigation der Wikinger authentisch nachzuerleben und die Geheimnisse um die "Vinland-Karte" zu lüften.
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Hier werden die Nachrichten mit viel bissigem Witz beleuchtet. Aufs Korn genommen wird dabei das aktuelle Tagesgeschehen aus Nachrichtensendungen und Politik.
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Herr der Himmelsscheibe GESCHICHTE Der Jahrtausendfund von Nebra
Der sensationelle Fund der Himmelsscheibe von Nebra gibt der Wissenschaft bis heute Rätsel auf. Was hat es mit diesem 2,3 Kilogramm schweren, bronzenen Jahrtausendfund auf sich? "Terra X" will das Geheimnis der Himmelsscheibe enträtseln und hat den aktuellen Forschungsstand in einem spannenden Wissenschaftskrimi aufgearbeitet. Über mehrere Jahre hinweg hat ein internationales Forscherteam mit modernsten Methoden intensiv geforscht. Erst durch Prof. Meller gelangte die Himmelsscheibe 2002 überhaupt wieder in den Besitz des Landes Sachsen-Anhalt. Zuvor war sie in einer beispiellosen Odyssee durch die Hände von Raubgräbern und Hehlern gegangen, bevor Meller sie mithilfe von Interpol in Zürich bei einem spektakulären Zugriff für die Wissenschaft zurückgewinnen konnte. Mit ausgefeilten Forschungsmethoden konnten der Scheibe bereits einige spannende Befunde entlockt werden. Mithilfe eines Birkenholzrestes am Schwertgriff des Beifundes wurde das Vergraben der Scheibe auf circa 1600 vor Christus datiert. Chemiker fanden heraus, dass das Kupfer der Bronzelegierung aus den Alpen stammt - aus Mühlbach am Hochkönig in Österreich. Das Fernsehteam konnte in dem prähistorischen Kupferbergwerk atemberaubende Aufnahmen machen und den Abbau und die Verarbeitung des Metalls detailgetreu nachstellen. Neben den Echtheitsanalysen standen für die Forscher weitere Rätsel im Raum. Wer hat die Scheibe gefertigt? Und warum wurde sie gegossen? Welche Bedeutung haben die goldenen Sterne, der Vollmond, der Sichelmond, die Horizontbögen und der verzierte Bogen, der aussieht wie eine Barke? Bilden sie einfach nur Naturbeobachtungen ab, oder vermitteln sie ein System, das bereits in der Vorgeschichte das Zusammenspiel von Himmel und Erde erklärt? Der Astronom Rahlf Hansen vom Planetarium Hamburg machte eine faszinierende Entdeckung. Aufgrund der Auswertung babylonischer Schriften in dem Piktogramm der Scheibe erkennt er eine Schaltregel, eine Synchronisation von Mond- und Sonnenkalender. Doch wer konnte vor rund 4000 Jahren bereits eine solche geniale naturwissenschaftlich-mathematische Leistung erbringen? Welche Rolle spielten dabei die großen Bronzezeitfürsten wie der Fürst von Leubingen, der in unmittelbarer Nähe zur Zeit der Himmelsscheibe herrschte? Rätselhaft ist auch, dass die Scheibe offenbar nicht in einem Guss erstellt wurde. So befinden sich gleich drei verschiedene Goldchargen auf der Oberfläche. Offenbar wurde sie in mehreren Schritten überarbeitet und immer wieder von unterschiedlichen Herrschern in ihrer Bedeutung umgewidmet. Immer deutlicher wird auch, dass die Zeit der Himmelsscheibe bereits ein intensives Netz von europäischen Handelswegen kannte. Über diese Straßen gelangten in einer Art prähistorischer EU wohl auch das Gold und das Zinn nach Nebra. Jetzt zeigt sich eine deutliche Spur, woher diese Metalle gekommen sein könnten.
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Ein Tag im Mittelalter GESCHICHTE, D 2016
Der "Terra X"-Dreiteiler "Ein Tag in..." ist eine ebenso ungewöhnliche wie spannende Zeitreise in den Alltag vergangener Epochen. Diese Folge führt ins mittelalterliche Frankfurt am Main. Das Leben von Kaisern und Königen ist umfassend erforscht und dokumentiert. Der Alltag von ganz normalen Menschen hingegen ist wenig bekannt, steckt aber voller Überraschungen und eröffnet einen neuen, verblüffenden Blick auf unsere Geschichte. Diese Folge der "Terra X"-Reihe "Ein Tag in ..." zeigt, wie es gewesen wäre, im mittelalterlichen Frankfurt am Main zu leben. Der Film erzählt einen Tag im Leben des Wundarztes Jakob Althaus im Jahr 1454. Er beginnt mit einem frühmorgendlichen Notfall und endet mit einem nächtlichen Kneipenbesuch. Jakobs Geschichte ist erfunden, und dennoch ist sie wahr, recherchiert und verdichtet aus historischen Biografien und spektakulären Erkenntnissen der Forschung. Während das Heilige Römische Reich Deutscher Nation als zersplittertes Sammelsurium souveräner Territorien politisch im Mittelalter steckt, schlägt in Frankfurt bereits der Puls der neuen Zeit. Der Tuchhandel und die Messe haben die Stadt zum "Kaufhaus der Deutschen" gemacht, in dem Waren und Wissen aus aller Welt gehandelt werden. Ein gewisser Johannes Gutenberg stellt die technische Revolution der Zeit, den Buchdruck mit beweglichen Lettern, auch in Frankfurt vor. Als bedeutender Steuerzahler ist die freie Reichsstadt nur dem Kaiser untertan. Die Könige lassen sich in Frankfurt am Main wählen und später, wie die Kaiser auch, krönen. Aber die Forscher haben auch herausgefunden, wie weit Frankfurt im Alltag von den Standards einer modernen Stadt entfernt ist. Das tägliche Leben folgt damals dem mittelalterlichen Weltbild einer unantastbaren göttlichen Ordnung der Dinge. Erlasse, berufsständische Regelwerke der Zünfte und Benimmbücher regeln pedantisch den Alltag. Von der Körperhygiene - Ärzte wie Jakob haben sich in jedem Fall aus Gründen der Höflichkeit die Hände zu waschen - bis zum Umgang mit der knöchelhoch stehenden Kloake auf den Straßen. Hat der angesammelte Unrat eine gewisse Höhe erreicht, wird einfach neues Pflaster verlegt. Auf Jakobs Weg zu seinen Patienten erlebt der Zuschauer die beengten Lebensbedingungen in der Stadt. Trickreich bauen die Frankfurter sogar Häuser auf Stelzen, um Wohnraum zu schaffen, ohne wichtige Wege zu verlieren - die ersten Fußgängerpassagen entstehen. Großfamilien samt Tieren und Handwerksgesellen leben auf engstem Raum, praktisch ohne Licht, denn die Fenster werden klein gehalten, damit die Wohnungen nicht auskühlen. Und trotzdem: Die Menschen frieren so sehr, dass das Nutzvieh im Erdgeschoss als tierische Fußbodenheizung dienen muss. Wegen der Dunkelheit sind Unfälle im Haushalt an der Tagesordnung - eine typische Verletzungsursache in der mittelalterlichen Stadt, wie Forscher der Universität von Odense in Dänemark entdeckt haben. Dort befindet sich die größte Sammlung mittelalterlicher Knochen in Europa. Die Funde zeigen aber auch: Die Wundärzte des Mittelalters operieren bereits komplizierte Verletzungen erstaunlich erfolgreich. Wundärzte wie Jakob, der wie die meisten seiner Kollegen seine Lehrjahre auf den Schlachtfeldern Europas verbracht hat, beherrschen sogar Eingriffe am offenen Schädel. Nicht nur das: Ein Forscherteam der Universität von Nottingham entdeckt in einem mittelalterlichen Rezeptbuch die Beschreibung für eine Salbe, die sich in ersten Tests als hochwirksam gegen heutige multiresistente Keime erweist. Es ist ein Alltag voller Widersprüche, den Jakob auf seinem Weg durch die Stadt erlebt: die herzhafte Beschimpfungskultur des Mittelalters, die hohe Gewaltbereitschaft der Bürger in Ermangelung einer Polizei und das bizarr anmutende Bestrafungssystem der "Schandmasken". Gleichzeitig verändert der technische Fortschritt das Leben der Menschen und ihr Denken. Die mechanische Uhr definiert das Zeitverständnis und die Arbeitsbeziehungen neu. Und das kalte Wetter, das die "Kleine Eiszeit" nach Deutschland bringt, setzt den Erfindungsreichtum in Gang: Daunendecken, Glasfenster und Dämmung der Wände schützen seitdem gegen Kälte und Krankheiten im Alltag.
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Ein Tag im alten Rom GESCHICHTE, D 2016
Der "Terra X"-Dreiteiler "Ein Tag in..." ist eine ebenso ungewöhnliche wie spannende Zeitreise in den Alltag vergangener Epochen. Das Leben von Kaisern und Königen ist umfassend erforscht und dokumentiert. Der Alltag von ganz normalen Menschen hingegen ist weit weniger bekannt. Er steckt voller Überraschungen und eröffnet einen neuen, verblüffenden Blick auf unsere Geschichte. Die "Terra X"-Reihe "Ein Tag in ..." beantwortet die Frage, die sich Menschen heute stellen, wenn sie an Geschichte denken: Wie wäre es gewesen, in Berlin zur Kaiserzeit zu leben, im Frankfurt des Mittelalters - oder im alten Rom? Davon berichtet die erste Folge. Der Film erzählt einen Tag im Leben des römischen Feuerwehrmanns Quintus Pompeius Naso im Jahr 80 nach Christus - vom Morgenappell bis zum nächtlichen Brandeinsatz. Quintus' Geschichte ist erfunden, und dennoch ist sie wahr, recherchiert und verdichtet aus historischen Biografien und neuesten Erkenntnissen der Forschung. Mithilfe von Wissenschaftlern rekonstruiert die Dokumentation das Alltagsleben im alten Rom, die Figur von Quintus macht es erlebbar. Im Jahr 80 nach Christus erstrahlt Rom im Glanz neuer Monumentalbauten. Das Kolosseum wird von Kaiser Titus in 100-tägigen Spielen eröffnet. Der Alltag in der Hauptstadt aber ist für die meisten Römer wenig glanzvoll. Mehr als eine Million Menschen drängeln sich auf geschätzten 13 Quadratkilometern Fläche. Damit geht es damals 29-mal enger zu als im heutigen Köln. Dicht an dicht stehen die antiken Mietskasernen, die Insulae. Verheerende Brände sind an der Tagesordnung. Seit den Tagen des Kaisers Augustus gibt es zwar eine militärisch straff organisierte Feuerwehr, und ausgerechnet der als Brandstifter berüchtigte Kaiser Nero hat eine ganze Reihe von Brandschutzvorschriften erlassen. Dennoch brennt es in der Stadt rund 100-mal am Tag. Die Mitglieder der Feuerwehr haben einen Knochenjob. Kein Wunder, dass die meisten der 3500 "Vigiles" so wie Quintus Freigelassene sind - ehemalige Sklaven, die nach ihrer Dienstzeit sämtliche Bürgerrechte und damit bessere Karriereaussichten erhalten können. Sie müssen nicht nur Brände löschen, sondern sie auf ihren Inspektionsrundgängen in den Hochhausschluchten auch möglichst verhindern. Auf dem Weg durch Rom erlebt Quintus die Tücken des Alltags. Abgesehen von der Zahnpflege mit Salbei und Bimsstein findet aus Platzmangel alles auf der Straße statt: Die Rasur, das Frühstück mit verdünntem Wein, sogar der Gang zur Latrine ist öffentlich und nicht einmal nach Geschlechtern getrennt. Als Toilettenpapier dienen in Essigwasser getauchte Schwämme, die man sich kurzerhand teilt. Mithilfe von Funden aus antiken Abwasserkanälen rekonstruiert der Film das Leben auf der Straße, das durch Quintus' Augen erlebbar wird, darunter der ewige Aufruhr bei der Verteilung des staatlich subventionierten Brots an die armen "Proles", die Proletarier Roms. Auch die Lebensbedingungen in den häufig illegal gebauten Hochhaussiedlungen können Wissenschaftler heute sehr genau nachvollziehen: Sie waren teuer, eng und wegen offener Feuer und leicht brennbarer Baumaterialien buchstäblich brandgefährlich. Als Quintus in einer Insula massiven Baupfusch aufdeckt, gerät er in das gefährliche Intrigenspiel römischer Immobilienspekulanten, die ihre Rivalität vor Gericht austragen. Und mit Quintus erlebt der Zuschauer einen Nachmittag im Kolosseum, dessen Hauptattraktionen nicht nur Gladiatorenkämpfe, sondern auch die kaiserlichen Lotterien sind. Er nimmt am abendlichen Vereinsleben teil, bis schließlich ein handfester Feuerwehreinsatz mit darüber entscheidet, ob Quintus' heiß ersehnter Wunsch erfüllt wird - nämlich zu einem vollwertigen Bürger Roms aufzusteigen.
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Rätsel der Geschichte GESCHICHTE Das Kolosseum in Rom, USA 2012
Bis heute ist es eines der imposantesten Bauwerke der Welt - das Kolosseum in Rom. Fertiggestellt um 80 nach Christus, war es Schauplatz von vielen blutigen Gladiatorenkämpfen. Aber das waren nicht die einzigen Spektakel, die in dem genialen Bauwerk stattfanden.
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Hightech der Antike GESCHICHTE Erfindungen zwischen Tiber und Tigris
Bereits die alten Griechen und Römer bauten Maschinen. Ihre technischen Errungenschaften wurden nicht nur zu kriegerischen Zwecken verwertet - sie sollten auch das Leben erleichtern. Experimente mit der berühmten Bagdad-Batterie deuten sogar darauf hin, dass die Menschen vor mehr als 2000 Jahren bereits elektrischen Strom zu industriellen Zwecken einsetzten. Der Dokumentarfilm beleuchtet die technischen Errungenschaften der Antike.
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Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte GESCHICHTE Die Karte der Wikinger, GB 2012
Die "Vinland-Karte" ist ein gut gehütetes Dokument der Yale University in Connecticut. Die Karte ist auf das Jahr 1440 und somit 50 Jahre vor Kolumbus' Entdeckung von Nordamerika datiert. Seit der Entdeckung der "Vinland-Karte" im Jahr 1957 ist dieses Stück Papier Gegenstand vieler wissenschaftlicher Authentizitätsprüfungen. Die Karte zeigt erstaunlich exakt die Kontinente der Erde mit einer perfekten Nachzeichnung der Ostküste Nordamerikas. Falls die "Vinland-Karte" authentisch ist, würde sie die Geschichte der westlichen Welt ganz neu schreiben. Falls diese Karte im 15. Jahrhundert geschaffen wurde, bezeugt sie das Wissen der Wikinger über Nordamerika - und das deutlich vor Kolumbus. Doch ist es überhaupt möglich, dass dieses kriegerische Seevolk dem großen Entdecker Kolumbus zuvorkam? Oder handelt es sich bei der Karte bloß um eine Fälschung? "Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte" begibt sich auf das Replikat eines Wikingerschiffes, um das Reisen und die Navigation der Wikinger authentisch nachzuerleben und die Geheimnisse um die "Vinland-Karte" zu lüften.
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Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte ARCHÄOLOGIE Das Geheimnis von Petra, GB 2017
Die antike Felsenstadt Petra, versteckt in der kargen Wüste im Süden Jordaniens, bewegt die Fantasie der Menschen weltweit. Vor über 2000 Jahren war sie die Hauptstadt der Nabatäer. Doch Petra birgt auch ein Geheimnis, das viele Wissenschaftler seit Langem beschäftigt. Warum wurde diese große Stadt, die über ein ausgeklügeltes Wasserversorgungssystem verfügte, aufgegeben? War das Erdbeben im Jahre 363 die Ursache? Oder etwa eine gewaltige Flut?
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Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte GESCHICHTE Das Grabtuch von Turin, GB 2012
Nach der Kreuzigung soll ein Tuch über Jesus Christus gelegt worden sein: das Turiner Grabtuch. Es gilt als das einzige Abbild des christlichen Propheten. Doch ist es auch echt? Das bedeutende Artefakt wird seit seinem Fund im Jahr 1357 in Frankreich inmitten einer Authentizitätsdebatte aufbewahrt. Nun haben Forscher verblüffende neue Behauptungen und Theorien aufgestellt, wie das Abbild entstanden sein könnte. "Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte" begleitet vier der prominentesten Grabtuch-Ermittler bei ihrer Arbeit und schaut ihnen über die Schulter. Mit den modernsten forensischen Techniken wollen sie die Geheimnisse um das Turiner Grabtuch lüften.
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Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte GESCHICHTE War Jesus verheiratet?, GB 2012
Hatte Jesus Christus eine Frau? "Aufgedeckt - Rätsel der Geschichte" versucht, das Mysterium um Maria Magdalena und einer möglichen Frau an Jesus Christus' Seite zu klären. "Jesus sagte, meine Frau" - diese 1600 Jahre alte Zeile sorgt für Irritationen unter den Forschern. Doch wie ist der Wahrheitsgehalt der Theorie, Jesus Christus habe eine Frau gehabt, einzuschätzen? Handelt es sich gar um eine Fälschung? Archäologen, Historiker, Wissenschaftler und Forscher begeben sich mit den modernsten forensischen Techniken gemeinsam auf die Suche nach Antworten, um die Rätsel der Geschichte zu ergründen.
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Geheimnisse der Kirche KIRCHE UND RELIGION Die Nägel von Golgatha, NZ 2015
Stammen zwei Nägel aus einem archäologischen Grab vom Kreuz Jesu? Aufwendige Untersuchungen sollen die Verbindung zu Jesus Ankläger und der Kreuzigung beweisen. Sind die Nägel echt? Um die Erzählungen in der Bibel ranken sich viele Verschwörungstheorien. In der Sendereihe "Geheimnisse der Kirche" hinterfragt der kanadisch-israelische Journalist Simcha Jacobovici, wie viel Wahrheitsgehalt in den Verschwörungstheorien steckt.
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Geheimnisse der Kirche KIRCHE UND RELIGION Rätsel um Maria, NZ 2015
Michelangelos großartige Plastik - die Pietà - ist das ikonische Bild von der Jungfrau Maria mit ihrem gekreuzigten Sohn. Diente eine Terrakotta-Skulptur mit geheimen Symbolen als Vorlage? Um die Erzählungen in der Bibel ranken sich viele Verschwörungstheorien. In der Sendereihe "Geheimnisse der Kirche" hinterfragt der kanadisch-israelische Journalist Simcha Jacobovici, wie viel Wahrheitsgehalt in den Verschwörungstheorien steckt.
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Die Welt der Antike GESCHICHTE Geburt der Zivilisation, GB 2010
Warum sind wir so, wie wir sind, und wie entwickelte sich unsere heutige Lebensweise? Uruk im Süden des heutigen Irak: Die Stadt war die erste Metropole der Welt. Hier entsprangen Zivilisation, Schrift und urbane Kultur. Archäologe und Historiker Richard Miles beginnt an diesem Ort seine Suche nach dem Ursprung der Menschheitsgeschichte. Er reist weiter nach Syrien, Ägypten, Anatolien und Griechenland.
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Die Welt der Antike GESCHICHTE Die Eisenzeit
Die großen Zivilisationen des Bronzenen Zeitalters brachen zusammen - es dauerte einige Zeit, bis wieder vergleichbare komplexe Systeme entstanden. Die Dokumentation stellt den Handel der Phönizier vor und wirft auch einen Blick auf das brutale assyrische Imperium. Die Erkenntnisse zeigen, wie sensibel und zerbrechlich die Zivilisation ist - aber auch, wie zäh sie sein kann.
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Freibeuter der Meere GESCHICHTE Die Korsaren, D 2015
Die Freibeuter der Meere: "Terra X" erzählt von muslimischen Piraten, die vor Europas Küsten unzählige Weiße in die Sklaverei verschleppen: die berüchtigten Korsaren. Diese Seefahrer aus Algier, Tunis und Tripolis sind bis ins 19. Jahrhundert unterwegs. Ihr Auftrag: Schutzgelderpressung. Bei Widerstand: Verschleppung und Sklaverei. Hark Olufs von der Insel Amrum fiel 1720 in die Hände der Korsaren und lernte ihr Imperium kennen. Anhand von Olufs' Aufzeichnungen erzählt der Film ein unglaubliches Abenteuer. Um zu überleben, wird er Muslim, macht als Haussklave Karriere und bringt es schließlich zum Oberbefehlshaber der Flotte des Bey von Constantine. Ein Ausnahmeschicksal - denn die meisten der entführten Europäer verschwanden auf den Sklavenmärkten Nordafrikas, wenn sie nicht von ihren Verwandten freigekauft werden konnten. Sie waren das "Weiße Gold" - man schätzt, dass zwischen 1500 und 1800 über eine Million weißer Kinder, Frauen und Männer in den muslimischen Stadtstaaten versklavt wurden. Dieser Menschenhandel war in den Augen der Muslime nichts Anrüchiges - er war eine legitime Form des Heiligen Krieges gegen "Ungläubige" und folgte klar formulierten Gesetzen und finanziellen Anreizen. Die USA geboten 1805 den Korsaren Einhalt. Ihre Forderung: Freiheit des Seehandels, Ende von Schutzgeld und Sklaverei. "Terra X" zeigt, wie die USA für den Kampf gegen die Korsaren ihre erste Hochseeflotte bauten, die vor den Mittelmeerküsten die Korsaren aufrieb. Das war der erste außenpolitische Triumph der USA - und der Beginn des heute so gefährlichen Antagonismus zur muslimischen Welt. Die Geschichte der Korsaren - oder der Barbaresken, wie sie auch genannt werden - durchzieht die Geschichte des christlichen Europa über Jahrhunderte. Bedeutende Schlachten wurden geschlagen , und immer neue Feindbilder entstanden. Und dennoch wissen wir erst wenig über Korsaren und ihre Staaten in Nordafrika. Die "Terra X"-Dokumentation über "Freibeuter der Meere" ist eine erste Annäherung an den wichtigen, gerade heute so aktuellen Stoff.
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